Literatur zum Schauen

Die ausgestellten Exponate, die unterschiedlichsten Textsorten sind in diesem Sinne lesbar - sie bilden gemeinsam eine Leseausstellung, sie verführen zur weiteren Lektüre in den Werken und überlieferten Sammlungsbeständen. Man öffnet Literatur, indem man sie sichtbar werden lässt, indem man mit Verweisen arbeitet. Mit dem Akt des Ausstellens werden die Zeitungsausschnitte auch als Objekte erfahrbar. Die Lektüre wird um das Schauen ergänzt - ein Schauen von Exponaten, die ihre vielschichtigen Eigenschaften nicht immer gleich erkennen lassen, Objekte, die widersprüchlich sind, die nicht einfach nur Textträger sind, sondern auch materieller Ausdruck ihrer Geschichtlichkeit.

Dr. Thomas Ballhausen ist Leiter der Pressedokumentation an der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur/Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, Wien 7.

Die von ihm kuratierte Ausstellung "Jung-Wien: Positionen der Rezeption nach 1945" ist noch bis Ende August (Montag bis Mittwoch, jeweils 9 bis 17 Uhr) bei freiem Eintritt zu sehen. Verbunden werden die Schaukästen mit dem vorgestellten historischen Material durch eine aktuelle Arbeit der bildenden Künstlerin Elena Peytchinska.

Programm und Details unter www.literaturhaus.at