Als Journalist befasste sich Heinrich Heine 1832 mit den Pariser Chiffoniers, wie die Hadernsammler dort hießen. Bereits zitierter Zeitreisender Beer: Für die Augsburger "Allgemeine Zeitung" berichtete er aus der französischen Stadt, wo die Cholera wütete und man verfügte, "dass der Unrat . . . auf Karren" aus der Stadt geschafft werde. "Das brachte die Chiffoniers . . . so in Wut", dass sie die Wägen der neu geschaffenen Straßenreinigung "zerschlugen und in die Seine warfen".

Seit Erfindung des Buchdrucks waren Hadern rar, ja manchmal herrschte "regelrechte Lumpennot", so Volkmar Mitterhuber, Baden; die Lumpensammlerprivilege definierten die zu einer jeweiligen Papiermühle gehörenden "Lumpensammelbezirke".

Übrigens: Banknoten, auch der Euro, werden nach wie vor "aus hochwertigen Hadern" hergestellt, wie bereits zitierter Tüftler Dr. Komaz einer Internetquelle entnahm (auch von "Baumwollpapier" ist die Rede). In jüngerer Vergangenheit hat man für eine Serie "englischer Banknoten . . . Plastik verwendet".

Zusammenstellung dieser Rubrik: Andrea Reisner