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003 - #3 Was los? Mit Gewalt gegen Frauen
In dieser Podcast-Folge sprechen Sandra und Maria über die verschiedenen Formen von Gewalt gegen Frauen.
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In dieser Podcast-Folge sprechen Sandra und Maria über die verschiedenen Formen von Gewalt gegen Frauen. Sie fragen sich, wann man von einem Femizid sprechen kann und was der sogenannte Gewalteisberg damit zu tun hat. Außerdem betrachten sie die Rolle des Patriarchats und der damit verbundenen Geschlechterrollen. Die schwierige Frage bleibt: Was kann getan werden, um solcher Gewalt wirksam vorzubeugen?
Auch in dieser Folge: Sandras Hot Take zur Wirtschaftskammer mit der Frage, ob Entscheidungsträger:innen noch einen realistischen Bezug zur Bevölkerung haben.
- Frauennotruf der Stadt Wien – rund um die Uhr erreichbar – Telefon: 01 71719
- Beratungsstelle der Wiener Frauenhäuser – Telefon: 01 512 38 39
- Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen – Telefon: 01 523 22 22
- Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen
- Telefon: 01 595 3760
- Männerberatung Wien – Telefon: 01 603 28 28
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Infos und Quellen
Daten und Fakten
- Am 14. November gab es in Österreich den 14. Femizid in diesem Jahr. Der Mutmaßliche Täter soll laut Medienberichten zuerst seine Frau erschossen und danach sich selbst suizidiert haben.
- Der Begriff Femizid beschreibt die gezielte und bewusste Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Er stellt die extremste Form der Gewalt gegen Frauen dar und kommt in allen Ländern und Regionen der Welt vor.
Die Ursachen für Femizide reichen von patriarchalen Strukturen und traditionellen Rollenbildern bis hin zu sozialen und wirtschaftlichen Einflussfaktoren. Häufig werden Femizide von nahestehenden Personen (Ehemänner, Väter, Brüder, (Ex-)Partner etc.) verübt. Daher ist es entscheidend, häusliche Gewalt und Missbrauch in Beziehungen konsequent zu bekämpfen, um Femiziden wirksam entgegenzuwirken. - Der Gewalteisberg zeigt, dass an der Spitze verurteilte und angezeigt Gewalttaten stehen. Diese sind sichtbar. Unter der Oberfläche steht eine Vielzahl an nicht sichtbaren Gewalttaten. Darunter zählen Zum Beispiel Cybergewalt, sexualisierte Gewalt, psychische Gewalt oder institutionelle Gewalt.
- Laut Statistik Austria hat rund ein Drittel der Frauen in Österreich (34,51 Prozent) im Alter von 18 bis 74 Jahren im Laufe ihres Erwachsenenlebens körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. Etwa 20 Prozent waren von sexueller Gewalt betroffen, und 7,05 Prozent berichteten von sexueller Gewalt bereits in der Kindheit. Gewalt findet jedoch nicht nur in Partnerschaften statt: 26,61 Prozent der Frauen erlebten körperliche oder sexuelle Gewalt außerhalb einer Beziehung. Zudem waren 26,59 Prozent der berufstätigen oder ehemals berufstätigen Frauen von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betroffen, und 21,88 Prozent wurden Opfer von Stalking.
Quellen
- Autonome österreichische Frauenhäuser: Femizide in Österreich
- Gewaltinfo.at: Femizide und Gewalt gegen Frauen in Österreich
- Amnesty International Österreich: Tödliche Gewalt an Frauen: Femizide in Österreich und weltweit verhindern
- Frauen beraten Frauen: Was wirkt? Eine qualitative Studie zu Gewalt an Frauen*
- UN women Austria: Nachlese zum Round Table „Gewalt gegen Frauen in Österreich: Jede dritte Frau“
- Frauenhauskoordinierung e.V.: Femizide
- Focus online: Internationaler Männertag: Männerprobleme im Fokus
Das Thema in der WZ
- „Wenn er dir nichts verbietet, liebt er dich nicht!“
- Dickpics und Upskirting: Keine Bagatellen, sondern Gewalt
- Keine großen Würfe, aber vielversprechende Ankündigungen
- Nur Frauen
Das Thema in anderen Medien
- Die Zeit: Und dann malt er ein Herz mit ihrem Blut ans Fenster
- Der Standard: Warum vor allem ältere Frauen Opfer von Femiziden werden
- Die Zeit: Aber ist das nicht auch irgendwie süß?
- Süddeutsche Zeitung: Die Täter sind nicht nur die anderen
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