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005 - Galtür. Der weiße Tod. Die Schuldfrage.

Mehrere Anzeigen gehen ein. Doch zu einem Prozess kommt es nicht. Ist die Schuldfrage damit geklärt?

32 Min

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Ein Titelbild für den Galtür-Podcast der WZ, mit einem Foto einer Pressekonferenz.
Der fünfteilige Dokumentar-Podcast zum Lawinenunglück von Galtür erscheint jeden Freitag.
© Illustration: WZ, Bildquelle: APA

Vor 25 Jahren, am 23. Februar 1999, begräbt eine Lawine in Galtür in Tirol Häuser, Autos und Menschen unter sich. 31 Einheimische und Tourist:innen sterben, darunter zahlreiche Kinder. Das Unglück erschüttert ganz Österreich.

Hätte die Straße in der Woche vor dem Unglück nicht mehr geöffnet werden dürfen? Sind die Touristinnen und Touristen mit schuld, weil sie trotz Lawinengefahr in das Tal hineingefahren sind? Oder war das Lawinenunglück eines dieser Naturereignisse, wie sie im alpinen Raum immer wieder passieren, und gegen die Menschen machtlos sind? Fragen wie diese beschäftigen die Galtürer:innen und Gäste bis heute − vor allem jene, die Angehörige oder Freund:innen durch die Lawine verloren haben.

Es gehen mehrere Anzeigen ein: gegen Bürgermeister Anton Mattle, Bezirkshauptmann Erwin Koler und den damaligen Landeshauptmann Wendelin Weingartner. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt. Doch zu einem Prozess kommt es nicht.

Ist die Schuldfrage damit geklärt? Darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Wie die Galtürer:innen und Tourist:innen damit umgehen, hört ihr in dieser letzten Podcast-Folge.

Geographische Karte von Galtür im Westen Tirols.
Der kleine Ort Galtür liegt am Ende des Paznauntales in Tirol.
© Illustration: WZ