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091 - Der Klimawandel auf dem Feld

Der Klimawandel zwingt die Landwirtschaft zum Umdenken: Denn der regnerische Juli heuer war ein Ausreißer, meint Lukas Windholz (29), der seinen Betrieb in Bruck an der Leitha bereits vor zehn Jahren auf neue Beine gestellt hat. Damals begann er Melonen anzubauen. Acht verschiedene Sorten Wasser-, Honig- und Zuckermelonen hat er seither schon angebaut. Damit war er der Erste in seiner Region und gehört zu den Südfruchtpionier:innen in Österreich.

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Seit zehn Jahren wachsen in Bruck an der Leitha auch Melonen.
© Illustration: WZ, Bildquelle: Adobe Stock

Wie er vor zehn Jahren auf die Idee gekommen ist, auf Melonen zu setzen, erzählt Lukas im Gespräch mit WZ-Redakteur Mathias Ziegler, der gemeinsam mit Host Petra Tempfer durch diese Folge unseres WZ-Podcasts „Weiter gedacht“ führt. Außerdem erklärt der Landwirt aus Niederösterreich, weshalb es für ihn lukrativ war, seinen Betrieb auf Biolandbau umzustellen, warum er aber froh ist, einen anderen Hauptjob zu haben. Und er schildert, welche Zukunft er für die heimische Landwirtschaft sieht

Produziert von „hört hört!“.

Der Bauer und seine Melonen auf dem Feld.
Lukas Windholz auf seinem Melonenfeld.
© Bildquelle: privat

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Infos und Quellen

Gesprächspartner

Lukas Windholz ist 29 Jahre alt und im Landwirtschaftsbetrieb seiner Eltern in Bruck an der Leitha aufgewachsen. Daher war recht bald klar, dass er hier mitarbeiten würde, und voriges Jahr hat Lukas den Hof ganz übernommen, während sein Bruder einen Weinbau betreibt. Lukas ist allerdings Nebenerwerbsbauer – hauptberuflich arbeitet er bei einem Saatgutunternehmen im selben Ort, direkt neben seinem Melonenfeld.

Daten und Fakten

Rund 100.000 land- und forstwirtschaftliche Betriebe gibt es in Österreich. Deren Zahl wird stetig kleiner – allein in den vergangenen zehn Jahren haben rund 10.000 Landwirt:innen aufgehört –, während die Fläche je Betrieb zunimmt. Inzwischen betreibt fast jeder vierte Betrieb biologischen Landbau. Nur noch ein Drittel aller land- und forstwirtschaftlichen Betriebe sind Haupterwerbsbetriebe – das heißt, dass die Landwirtschaft die Haupteinkommensquelle für den Haushalt ist. Das hat auch damit zu tun, dass die Einkommen der Landwirt:innen starken Schwankungen ausgesetzt sind: Manche Saisonen laufen sehr gut, in anderen geht es kräftig nach unten. Gleichzeitig schrumpft die Bedeutung der Landwirtschaft für den heimischen Wirtschaftsstandort: Trug sie 1970 noch 7 Prozent zum BIP bei, sind es heute nur noch knapp 1 Prozent.

Sehr unterschiedlich ist der Selbstversorgungsgrad in Österreich. Während er bei Milch 177 Prozent beträgt (nominell wird also um 77 Prozent mehr Milch im Land produziert als konsumiert) und bei Fleisch 112 Prozent, sind es bei Getreide 94 Prozent, bei Eiern und Erdäpfeln 90 Prozent, bei Gemüse nur 58 Prozent (allerdings könnte Österreich hier den eigenen Bedarf an Zwiebeln, Karotten und Spinat komplett selbst decken), bei Obst 48 Prozent, bei Ölsaaten 47 Prozent, bei pflanzlichen Ölen 25 Prozent und bei Fisch überhaupt nur 7 Prozent.

Quellen

Das Thema in der WZ

Das Thema in anderen Medien

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