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024 - "Wie ich mit 25 Winzerin wurde"

Katharina Gessl gründete im Alter von 25 Jahren ihr eigenes Weingut. Im Gespräch mit WZ-Redakteur und Host Bernd Vasari blickt sie auf ihr erstes Jahr zurück, gewährt Einblicke in ihren Alltag und in ihren Umgang mit dem Klimawandel.

40 Min

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Katharina Gessl setzt auf wenig Fläche und Naturwein.
© Illustration: WZ, Bildquelle: Midjourney

Im österreichischen Weinbau gibt es einen klaren Trend. Immer weniger Winzer:innen bauen auf immer größeren Flächen an. Die 26-jährige Katharina Gessl geht jedoch den gegenteiligen Weg. Sie bewirtschaftet im niederösterreichischen Zellerndorf eine Fläche von gerade einmal 2,65 Hektar und setzt auf Naturweine.

In der Podcastfolge spricht sie mit WZ-Redakteur und Host Bernd Vasari über ihren Alltag, über die Herausforderungen durch den Klimawandel und darüber, wie man als Winzerin auch auf kleinen Flächen überleben kann. Zum Beispiel mit kreativer Namensgebung. "Ich habe jedem Wein den Charakter mitgegeben, wie er sich etwa im Weingarten verhalten hat, wieviel Arbeit er gemacht hat", sagt sie. Einen Wein, der aus Trauben vom Grünen Veltliner und Gelben Muskateller handgelesen wurde, nennt sie Barawararin. Das ist Weinviertlerisch und bedeutet Arbeiterin.

Bei der aufwändigen Ernte im Herbst hilft stets das ganze Dorf mit. "Ich kann auch nur dann so klein sein, wenn ich Konsument:innen finde, die es wertschätzen, wieviel Arbeit in diesem Produkt steckt."


Infos und Quellen

Genese

Wer in Österreich Weinbau betreiben will, setzt auf immer größere Flächen. Das zeigt die Statistik zur Entwicklung des heimischen Weinbaus. Das muss doch auch anders gehen, dachte sich WZ-Redakteur Bernd Vasari und begann zu recherchieren.

Gesprächspartnerin

Ein Foto von Weinbäuerin Katharina Gessl.
© Fotocredit: Liz Perdacher & Lea Lennardt
  • Katharina Gessl betreibt als Winzerin seit einem Jahr ein Weingut im niederösterreichischen Zellerndorf.

Quellen

Das Militär der österreich-ungarischen Armee wurde regelmäßig mit großen Mengen Wein beschenkt. Die sogenannten „Patriotischen Beiträge“ wurden stets im Amtsblatt der Wiener Zeitung aufgelistet, so etwa in der Ausgabe vom 13. Dezember 1813 auf der ersten Seite des Amtsblattes.

Dort heißt es: Für die in dem hießigen Militär-Hauptspitale befindliche Militär-Mannschaft sind neuerdings an weißen und roten Weinen folgende patriotische Geschenke gemacht worden. So haben der Doktor Juris von Hotze und der Müllermeister in Schwadorf. Johann Putsch, 8 Eimer Wein dargebracht. Gleichermaßen sind für die Mannschaft des Wiener Invalidenhauses von verschiedenen Wohltätern 15 Eimer und 34 Maß Wein übergeben worden.

Wein als patriotische Gabe für das Militär
Wein als patriotische Gabe für die k. & k. Armee.
© 13. Dezember 1813, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

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