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Eine Mango voller Ausbeutung

Gesprächspartner

Jurist Anton Fischer im Podcast-Studio von Missing Link
Jurist Anton Fischer im Podcast-Studio.
© Rainer Klement

Anton Fischer ist passionierter Jurist, Weltenbummler und leidenschaftlicher Kommunikator. Als etwas untypischer Rechtsberater, Buchautor, Dozent und Kolumnist hat er in Holland, Singapur England und Dubai gelebt und konnte reichlich internationale Rechtserfahrung sammeln. Der auch in England und Wales zugelassene Anwalt (Solicitor of the Senior Courts of England & Wales) „liebt es, kreativ zu sein und die Welt mit eigenen Augen zu sehen“, meint er über sich selbst. Dabei wachse er täglich über sich hinaus.

Daten und Fakten

Quellen

Archiv:

Am 19. Dezember 1918 wurde erstmals ein Gesetz erlassen, das die Kinderarbeit umfangreich reglementierte. Für unter Zwölfjährige war sie fortan verboten, Kinder mussten eine strikte Nachtruhe einhalten, und Arbeitsinspektoren wurden eingeführt. Am 28. Dezember 1918 berichtete die Wiener Zeitung über das neue Gesetz, in dem es unter anderem hieß (Seiten 3, 4 und 5):

  • Als Kinderarbeit gilt die entgeltliche und die, wenn auch nicht besonders entlohnte, regelmäßige Verwendung von Kindern zu Arbeiten jeglicher Art. 

  • Kinder dürfen nur insoweit verwendet oder sonst beschäftigt werden, als sie dadurch in ihrer Gesundheit nicht geschädigt, in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung oder in ihrer Sittlichkeit nicht gefährdet und in der Erfüllung ihrer Schulpflicht nicht behindert werden.

  • Wer fremde Kinder verwenden will, hat vorher bei der Gemeindebehörde für jedes Kind eine besondere Arbeitskarte anzusprechen.

    Screenshot der Seite 3 der Wiener Zeitung vom 28. Dezember 1918, in der es um Kinderarbeit geht.
    Die Gesundheit der Kinder darf nicht „geschädigt" werden, ist im Gesetz zu lesen.
    © 28. Dezember 1918, Seite 3, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek
    Screenshot der Seite 4 der Wiener Zeitung vom 28. Dezember 1918, in der es um Kinderarbeit geht.
    Hält sich jemand nicht an das Gesetz, ist eine Geldstrafe möglich.
    © 28. Dezember 1918, Seite 4, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek
    Screenshot der Seite 5 der Wiener Zeitung vom 28. Dezember 1918, in der es um Kinderarbeit geht.
    Dass Kinder in Waffenfabriken arbeiten, ist nun verboten.
    © 28. Dezember 1918, Seite 5, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

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Trend.at: Wo fängt Ihre Lieferkette an?

Kurier: Kinderarbeit: EU nimmt Konzerne an die kurze Leine


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