Zum Hauptinhalt springen

Alle Infos und Quellen zum Inhalt

Liveticker: So verlief Österreichs Bürgerkrieg 1934

Genese

Die Wiener Zeitung berichtet täglich über die Ereignisse rund um den 12. Februar 1934. Es wäre schade, wenn die Artikel im WZ-Archiv verstauben würden, dachten sich Petra Tempfer und Bernd Vasari.

Gesprächspartner:innen

Bernd Vasari und Petra Tempfer
Die beiden WZ-Hosts Bernd Vasari und Petra Tempfer.
© Mara Hohla

Daten und Fakten

Im österreichischen Bürgerkrieg von 12. bis 15. Februar 1934 standen einander bewaffnete Einheiten der beiden großen politischen Lager gegenüber: auf sozialdemokratischer Seite der Republikanische Schutzbund, auf Seite der regierenden Christlichsozialen (Vorläufer der ÖVP) die Heimwehr und die neu gegründete Vaterländische Front. Zudem das Bundesheer und die Polizei. Ihren Anfang nahmen die Februarkämpfe in Linz: Dort wollte die Polizei frühmorgens das Hotel Schiff durchsuchen, um ein mögliches Waffendepot auszuheben. Die Schutzbündler eröffneten das Feuer. Nach und nach griffen auch andere Schutzbund-Einheiten in Linz, Oberösterreich und der Steiermark zu den Waffen, in Wien wurde insbesondere in den Gemeindebauten gekämpft. Nach drei Tagen wurde der Aufstand niedergeschlagen. Es gab geschätzt rund 350 Tote und mehr als doppelt so viele Verwundete. Wiens Bürgermeister Karl Seitz wurde seines Amtes enthoben und verhaftet, was das Ende des roten Wiens bedeutete. Die Sozialdemokratie wurde aufgelöst und der Weg hin zum Austrofaschismus war endgültig frei.

Quellen

Aus dem Archiv der Wiener Zeitung:

Weitere Quellen:

  • Der Bürgerkrieg 1934 aus Sicht der Sozialdemokratie

  • Interaktive Karte der Februarkämpfe in Linz

  • Website des österreichischen Parlaments über den 12. Februar 1934

  • DÖW: Zeitzeugen zu den Februarkämpfen 1934

  • Radioansprache von Engelbert Dollfuß 1934

  • „Die Zerstörung der Demokratie“, Hrsg. von Bernhard Hachleitner, Alfred Pfoser, Katharina Prager und Werner Michael Schwarz, Wien Museum 2023

  • Wilhelmine Goldmann: „Rote Banditen. Geschichte einer sozialdemokratischen Familie“, Pro Media 2023

  • Franz Stamprech: „Die älteste Tageszeitung der Welt. Werden und Entwicklung der Wiener Zeitung“, 1971

  • Alice Binder: „JournalistInnen im Austrofaschismus“ (Bakkalaureatsarbeit 2013)

  • Lucas Deimann: „Propaganda für den Austrofaschismus? Wie die Wiener Zeitung im Vergleich zum Prager Tagblatt 1934–1938 berichtete“ (Bakkalaureatsarbeit 2013)

  • Kirin Kohlhauser: „Die Sportberichterstattung der Wiener Zeitung in der Zeit des austrofaschistischen Ständestaats“ (Bakkalaureatsarbeit 2013)

  • Melanie Leitgeb: „Das Frauenbild in der Presse im austrofaschistischen Ständestaat – Inhaltsanalyse am Beispiel der Wiener Zeitung.“ (Bakkalaureatsarbeit 2013)

  • Nadine Schellander: „Journalisten und Journalistinnen der Wiener Zeitung zwischen 1933 und 1945“ (Bakkalaureatsarbeit 2013)

Das Thema in der WZ

Das Thema in anderen Medien