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033 - Was passiert, wenn Trump gewinnt

Donald Trump kann auch dann US-Präsident werden, wenn er angeklagt wird. Als US-Präsident würde er sich auf China konzentrieren und die Ukraine nicht mehr unterstützen. Was sich sonst noch alles ändern würde, erklärt Politologin Sarah Wagner von der Atlantischen Akademie, die bei Redakteur und Host Bernd Vasari im WZ-Podcast „Weiter gedacht" zu Gast ist.

35 Min

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Die Silhouette von Donald Trump hinter einer amerikanischen Flagge.
Donald Trump ist auf dem besten Weg erneut US-Präsident zu werden.
© Illustration: WZ, Bildquelle: Midjourney

Donald Trump ist auf dem besten Weg erneut Präsident der USA zu werden. Es gibt zwar vier große Strafverfahren, bei denen er in 91 Punkten strafrechtlich angeklagt ist. Doch jedes Verfahren führt dazu, dass seine Anhängerzahl steigt und er noch mehr Spenden sammeln kann. Zu dieser Einschätzung kommt Sarah Wagner, Politologin an der Atlantischen Akademie in Kaiserslautern. Sie ist bei Host und WZ-Redakteur Bernd Vasari im WZ-Podcast „Weiter gedacht" zu Gast.

Selbst, wenn er verurteilt werden sollte, könnte er bei den Wahlen am 5. November zum US-Präsident gewählt werden. „Es gibt in der US-Verfassung keine Stelle, die es einem rechtlich verurteiltem Kandidaten verbietet, an der Präsidentschaftswahl teilzunehmen", sagt die Politologin. Derzeit finden die Vorwahlen statt, bei denen die beiden großen Parteien, die Republikaner und die Demokraten, ihr Kandidaten wählen. Die erste Wahl in Iowa konnte Trump haushoch gewinnen. Wagner geht davon aus, dass er bis Mitte März als Kandidat der Republikaner feststehen wird.

Es würde zum Duell Donald Trump gegen den Demokraten und derzeitigen US-Präsidenten Joe Biden kommen. Es ist das selbe Duell, wie bei den vergangenen Präsidentschaftswahl vor vier Jahren. Damals verlor Trump. 

Sollte er dieses Mal gewinnen, würde er das US-amerikanische System umbauen, mit mehr Macht für den Präsidenten und einer Schwächung des Justizsystems, sagt Wagner.

Auch außenpolitisch würde sich einiges ändern. Als US-Präsident würde sich Trump auf China konzentrieren, und die Unterstützung Europas und der Ukraine stark zurückfahren. „Das wäre fatal für die Ukraine, weil die EU ist nicht in der Lage diese Lücke zu füllen", sagt Wagner. „Trump sieht die Sicherheit der Ukraine und Europas nicht als hohes Interesse der USA an. Die USA könnte die Rolle des großen Bruders für die EU aufgeben."