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025 - Wie man erfolgreich sein eigenes Unternehmen aufbaut

Philipp Maderthaner führt seit mehr als 20 Jahren Teams unterschiedlicher Größe, hat drei Unternehmen aufgebaut und berät CEOs mit bis zu zehntausenden Mitarbeiter:innen. Im Gespräch mit WZ-Redakteur und Host Bernd Vasari erklärt er, welche Fähigkeiten man mitbringen sollte, wenn man erfolgreiche:r Unternehmer:in werden will, was gute Führung bedeutet und wie sich Mitarbeiter:innen am besten motivieren lassen.

31 Min

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Wer ein:e gute:r Unternehmer:in sein will, muss seinen Mitarbeiter:innen Erfolgserlebnisse bescheren.
© Illustration: WZ, Bildquelle: Midjourney

Klarheit gegenüber Mitarbeiter:innen, ihnen Erfolgserlebnisse bescheren und für Mühelosigkeit sorgen. Das sind laut Philipp Maderthaner die Eckpfeiler einer erfolgreichen Führungskraft. „Ich gebe eine Richtung vor und setze den Rahmen", sagt er im Gespräch mit WZ-Redakteur und Host Bernd Vasari. „Es ist bequem geworden, die Verantwortung zu delegieren, die bei einer Führungskraft liegt." Darunter leiden die Mitarbeiter:innen. „Teams, die schlecht geführt werden, sind aggressiver und unglücklicher", sagt Maderthaner.

In der Podcastfolge spricht er auch über die fachliche Kompetenz erfolgreicher Unternehmer:innen. „Wenn du fachlich weniger Ahnung hast als deine Mitarbeiter:innen, bist du die bessere Führungskraft, weil du mehr fragst", sagt er. „Ich habe ein Softwareunternehmen, kann aber nicht programmieren und habe auch noch nie ein Softwareprodukt entwickelt." Er stelle tausend Mal mehr Fragen als in seiner Agentur, wo er sich fachlich besser auskennt. „Fragen sind ein Wundertool für Führungskräfte", sagt er.

Wichtig sei es, seine Mitarbeiter:innen fair zu behandeln. Das gilt vor allem dann, wenn Fähigkeiten nicht ausreichen. „Wenn man jemandem keinen reinen Wein einschenkt, weil er oder sie keine Zukunft hat, dann stiehlst du die Lebenszeit dieser Person", sagt er. „Die Person könnte bereits woanders sein, in einem Unternehmen, wo sie am richtigen Platz, im richtigen Umfeld und im richtigen Team ihre Erfüllung findet."

Maderthaner spricht auch über das unvermeidbare Scheitern als Unternehmer. „Es ist unerträglich, aber ich lerne daraus mehr als vom größten Erfolg."


Infos und Quellen

Gesprächspartner

Philipp Maderthaner
Philipp Maderthaner ist Unternehmer, Buchautor und Keynote-Speaker.
© Business Gladiators
  • Philipp Maderthaner ist „Unternehmer des Jahres" (Ernst & Young), „Shootingstar der Kommunikation" (Focus) und „Krisenmanager des Jahres" (Leadersnet). Er ist bekannt als Investor im TV-Format „2 Minuten 2 Millionen". Er hat mehrere Unternehmen mit Millionenumsätzen aufgebaut und sie zu bekannten Marken ihrer Branche gemacht. Sein Podcast „Business Gladiators Unplugged" wird von Zehntausenden gehört und schafft es regelmäßig an die Spitze der Podcast-Charts. Auf seinen Rat hören heute führende Unternehmen - vom CEO mit mehreren tausend Mitarbeiter:innen bis zum Mittelstands-Leitbetrieb.

Quellen

Ende 1859 stand Österreich nach der Niederlage bei Solferino und dem Verlust der Lombardei vor dem finanziellen Kollaps. Die Wirtschaft musste dringend angekurbelt werden. Das veranlasste den Kaiser eine tiefgreifende Reform durchzuführen, die das Wirtschaftssystem von Grund auf neu aufstellte. Mit der Gewerbeordnung durfte nun jede Person jedes Gewerbe ausüben, es war die Geburtsstunde des heimischen Unternehmertums.

Bis dahin herrschten in Österreich die Zünfte, die aus dem Mittelalter stammten. Wer welches Gewerbe ergreifen konnte, war strikt begrenzt, mitunter musste man in eine Berufsgruppe hineingeboren sein. Die Gewerbeordnung wurde am 27. Dezember 1859 in der Wiener Zeitung verlautbart:

„Von der Absicht geleitet, die gewerbliche Betriebsamkeit in unserem Reiche gleichmäßig zu regeln und möglichst zu erleichtern, haben nach Vernehmung unserer Minister und nach Anhörung unseres Reichrates der nachfolgenden Gewerbe-Ordnung unsere Genehmigung erteilt und verordnen, wie folgt:

Sämmtliche derzeit in Kraft bestehende Vorschriften über die Erlangung von Gewerbe-, Fabriks- und Handels-Berechtigungen, sowie alle mit dieser Gewerbe-Ordnung unvereinbarlichen, älteren Normen über deren Ausübung werden vom obigen Zeitpunkte angefangen außer Wirksamkeit gesetzt.“

Die Gewerbeordnung als Geburtsstunde des heimischen Unternehmertums.
Die Gewerbeordnung als Geburtsstunde des heimischen Unternehmertums.
© 27. Dezember 1859, ANNO/Österreichische Nationalbibliothek

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