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Wie schnell Radfahrer:innen illegal fahren

Genese

Im Sommer wird man oft von Fahrrädern aller Art - ob Lastenrad, E-Bike, mit oder ohne Kind - überholt, und auch das eigene hat man schon längst entstaubt und die Reifen aufgepumpt. Da aber gefühlt jedes Jahr irgendein weiteres Zubehör wie Katzenauge oder Klingel fehlt, wollte WZ-Redakteurin Petra Tempfer wissen, wie schnell man illegal unterwegs ist.

Gesprächspartner

Jurist Anton Fischer im Podcast-Studio von Missing Link.
Jurist Anton Fischer im Podcast-Studio.
© Rainer Klement

Anton Fischer ist passionierter Jurist, Weltenbummler und leidenschaftlicher Kommunikator. Als etwas untypischer Rechtsberater, Buchautor, Dozent und Kolumnist hat er in Holland, Singapur England und Dubai gelebt und konnte reichlich internationale Rechtserfahrung sammeln. Der auch in England und Wales zugelassene Anwalt (Solicitor of the Senior Courts of England & Wales) „liebt es, kreativ zu sein und die Welt mit eigenen Augen zu sehen“, meint er über sich selbst. Dabei wachse er täglich über sich hinaus.

Quellen

Archiv:

  • Aus dem Archiv der Wiener Zeitung vom 14. Februar 1897 (Seite 2):

    Um dem k. k. Statthalter Erich Graf Kielmansegg für die neue Fahrradverordnung zu danken, feierte das Künstlerhaus am Karlsplatz in Wien am 13. Februar 1897 ein großes Fahrradfest mit dem Titel „All Heil“ – dem Radfahrer-Gruß. Die Verordnung regelte die Ausstattung des Fahrrads und erlaubte erstmals das Radeln auf den Straßen Wiens. Die „Wiener Zeitung“ schrieb am Tag nach dem Fest im Feuilleton: So hat denn das geflügelte Stahlrad auch das Haus der Kunst erobert. Die moderne Fußfertigkeit, recht ein Sinnbild unserer flüchtigen, hastenden Zeit, hat begeisterte Adepten gefunden in der fröhlichen Künstlerrepublik. […] Die Künstler unter den Fahrern und die Fahrer unter den Künstlern hatten sich ihren Sondergschnas und Extraspaß zugerichtet, um das Missvergnügen des Winters durch frohe, holde Täuschung zu bannen. Pinsel, Stichel, Meißel haben sich in einträchtigem Tun zusammengefunden zur höheren Ehre des Rades. […] Dem Farben- und Tönenrausch macht erst der nüchterne Morgen ein Ende. […] Auf den erwachenden Straßen läuten die Glocken radfahrender Frühaufsteher den jungen Tag ein. 

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