Das Jahrtausend in Zahlen

Intro

Zahlen, bitte!

Die Redaktion der "Wiener Zeitung" hat im Jahr 2019 mehr als 10.000 Artikel geschrieben und fast 28.000 Bilder hochgeladen. Insgesamt waren das 40 Gigabyte an Ansichten und Gedanken, die sich über's Jahr in der vagen Elektrizität der Halbleiter niedergeschlagen haben. Manche Sätze, die wir formulierten, waren vielleicht zu lang, selbst für eine Qualitätszeitung. Da und dort haben wir uns möglicherweise zu viele Gedanken gemacht, bei anderen Gelegenheiten vielleicht zu wenig. Das alles und noch mehr sieht man im Spiegel der Statistik.
Es funktioniert auch im Großen, bei den Zahlen über die Welt, die Wirtschaft und das Leben auf diesem Planeten. Wir haben Statistiken zu wichtigen Themen der letzten zwanzig Jahre zusammengetragen und dem immer noch jungen Jahrtausend den Zahlenspiegel vorgehalten. Das Schöne an diesen Statistiken: Sie schärfen den Blick, sie lichten den Nebel. Das redliche Nachdenken und das sorgsame Reflektieren können sie nicht ersparen.





Wirtschaft & Politik





"Das Bruttoinlandsprodukt misst alles, außer dem, was das Leben lebenswert macht", sagte schon Robert Kennedy. Dennoch wächst es ungebrochen weiter, aber das Glück spielt in der Wirtschaft eine immer größere Rolle. Und die Steuern sind ohnehin ein ewiges Thema. Aber statistisch lässt sich nachweisen, dass es sich in Ländern mit hohen Steuersätzen in der Regel besser lebt als anderswo. Das schätzen auch die Superreichen, die ihren Wohnsitz nicht unbedingt nach der Steuerlast auswählen. Eine Wachstumszahl ist jedenfalls unumstritten positiv: Die Zahl der Politikerinnen wächst langsam, aber stetig, und das in allen Regionen der Welt. Die Journalisten leben indes immer noch gefährlich - die Kennzahlen der Pressefreiheit verschlechtern sich in manchen Regionen rapide. Und weltweit schwindet die Armut nur langsam, und die Flüchtlingszahlen steigen.






Digitale Revolution





Die Roboter kommen, so viel steht fest. Nicht nur in handfester, greifbarer Gestalt, die Automatisierung lebt auch in geisterhaften Algorithmen. Und das Internet breitet sich immer noch aus, Milliarden Sensoren, Klein- und Kleinstcomputer werden es in den nächsten Jahren bevölkern. Dabei reicht schon die aktuelle Bilderflut, um den Energiehunger der Welt anzuheizen.






Klimakrise




Nur, wer wirklich keine Statistiken lesen will, kann noch ruhigen Gewissens behaupten, die Klimakrise gäbe es nicht. Die Temperaturen steigen,
die Böden schwinden
, der Verkehr verpestet in nie gekanntem Ausmaß die Luft. Da hilft es nichts, wenn sich immer mehr Menschen über den Wolken fortbewegen. Und um den Wald ist es auch nicht überall gut bestellt.






Leben




Das Leben ist kostbar, aber auch teuer. Das Wohnen, vor der Jahrtausendwende billig, wurde in den letzten zwanzig Jahren in Europa zur Last. Bei der Bekämpfung bedrohlicher Krankheiten wie AIDS gab es große Fortschritte, dafür kehrten die Masern zurück. Die Lebenserwartung steigt immer noch, auch die Zufriedenheit mit der eigenen Gesundheit, zumindest in Österreich. Ob das mit den Statistiken über Medikamente, Alkohol und Tabak zusammenhängt?


Bild zu Immer mehr Menschen greifen zu Antidepressiva
Gesundheit
Immer mehr Menschen greifen zu Antidepressiva

Österreich liegt gemessen an den Tagesdosen laut Erhebungen der OECD im oberen Bereich.

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Journalismus
Pressefreiheit in Gefahr

Journalisten riskieren in manchen Ländern ihr Leben. Doch ihre Arbeit ist sicherer geworden.

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Bild zu Mit der Gesundheit zunehmend zufrieden
Gesundheit
Mit der Gesundheit zunehmend zufrieden

Rund 70 Prozent der Bevölkerung der 28 EU-Mitgliedsländer schätzen ihre Gesundheit als sehr gut bis gut ein.

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Bild zu Wachstum vs. Glück
Messwerte
Wachstum vs. Glück

Das BIP ist die Standard-Messgröße wirtschaftlichen Erfolg. Aber wie steht es um das Bruttonationalglück?

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Erderwärmung
Glühende Stadt

Städte bekommen den Klimawandel zu spüren: Die Zahl der Hitzetage in Wien nimmt zu.

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Bild zu Milliarden in der Luft
Flugverkehr
Milliarden in der Luft

Seit dem neuen Jahrtausend ist die Anzahl der Flugpassagiere weltweit sprunghaft angestiegen.

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Verkehr
Beliebte Dreckschleudern

Der Verkehr auf den heimischen Straßen nimmt zu.

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Bild zu Österreich verbraucht zu viel Boden
Beton
Österreich verbraucht zu viel Boden

In Österreich wurde in den vergangenen zehn Jahren jeden Tag eine Fläche von durchschnittlich 30 Fußballfeldern...

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Emissionen
Die Atmosphäre hat genug

Die weltweiten Treibhausgas-Emissionen müssen drastisch sinken. Der Ausstoß ist ungleich verteilt.

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Bild zu Weniger Wald auf der Welt
Umwelt
Weniger Wald auf der Welt

Rund ein Viertel der weltweit zwischen den Jahren 2001 und 2015 gerodeten Waldfläche wurde in Lateinamerika gerodet.

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Einkommen
Armut schrumpft zu langsam

Noch immer leben mehr als eine Halbe Milliarde Menschen in Armut.

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Bild zu Österreich im Spitzenfeld beim Trinken und Rauchen
Tabak und Alkohol
Österreich im Spitzenfeld beim Trinken und Rauchen

Österreich ist nach wie vor unter den Ländern der Vieltrinker und Vielraucher zu finden.

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Bild zu Tanz der Immobilienpreise
Wohnen
Tanz der Immobilienpreise

Obwohl auch in Österreich Mieten und Preise in bisher unbekanntem Ausmaß gestiegen sind...

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Bild zu Die Videoflut
Stromverbrauch
Die Videoflut

Jedes Like, jede Suchanfrage, jede Mail verbraucht ein kleines bisschen Strom. Und Videos verbrauchen ganz viel.

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Bild zu Gute Zeiten für Superreiche
Gini-Koeffizient
Gute Zeiten für Superreiche

Weltweit gibt es kaum ein Land, in dem sich die Kennzahlen der Ungleichheit nicht jedes Jahr vergrößern.

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Bild zu Gemächlich werden die Parlamente femininer
Gleichberechtigung
Gemächlich werden die Parlamente femininer

Der Anteil der Frauen in den Parlamenten wächst weltweit. Weibliche Mehrheiten gibt es nur in Ausnahmefällen.

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Bild zu Masern im Vormarsch
Medizin
Masern im Vormarsch

In den industrialisierten Ländern ist die zunehmende Ausbreitung auch auf Impfskepsis zurückzuführen.

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Flucht
Flüchtlingszahlen auf Rekordhoch

Ein Großteil der Flüchtlinge kommt aus wenigen Ländern. Die Aufnahmeländer haben ihre eigenen Probleme.

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Bild zu Die großen Unterschiede
Steuern
Die großen Unterschiede

Österreich liegt mit einer Steuer- und Abgabenquote von 41,8 Prozent im internationalen Vergleich im oberen Bereich.

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