Wien/Krems. (ede) Mit dem "Master of Arts in Social Innovation", der im April 2013 startet, bietet die Donau-Universität Krems einen weltweit einzigartigen Lehrgang an.

Das hat sich international herumgesprochen. "Wir haben unter anderem Teilnehmer aus Mexiko und Australien", freut sich Denisa Vesely, die den Lehrgang managt. Aus Österreich ist noch niemand dabei. "Aber es sind noch Plätze frei", informiert Vesely. Für nächstes Jahr habe sie schon Anfragen aus afrikanischen Ländern.

Der Lehrgang dauert fünf Semester und findet berufsbegleitend statt. Zielgruppe sind Führungskräfte und Consultants, die nachhaltig soziale Innovationen im öffentlichen, privatwirtschaftlichen oder zivilgesellschaftlichen Sektor initiieren und umsetzen wollen. Unterrichtssprache ist Englisch.

"Wir brauchen ein erweitertes Verständnis von Innovation: Soziale Innovation, also gesellschaftlich akzeptierte neue Technologien oder organisatorische Lösungen, kombiniert mit neuen sozialen Praktiken", sagt der wissenschaftliche Leiter des Lehrgangs, Josef Hochgerner.

Er untersucht am Zentrum für soziale Innovation in Wien seit vielen Jahren die Auswirkungen von technischen Innovationen und ökonomischen Globalisierungsprozessen auf den sozialen Wandel.

Erfolgreiche soziale Innovationen organisatorischer Natur seien beispielsweise Mikrokredite oder die von der EU initiierten Shared-Space-Projekte, Verkehrsflächen ohne Verkehrsschilder. Soziale Innovationen technologischer Natur mit Erfolg sind etwa im Mobilfunksektor Seniorenhandys, Apps für Zuckerkranke oder mobile Bildungsprogramme für marginalisierte Jugendliche.