Was ist der Grund dafür, dass zum Beispiel ein Fußballer wie David Beckham 25 Millionen Euro pro Jahr verdient, obwohl seine Arbeit nicht wesentlich anspruchsvoller ist als die eines guten Installateurs; gut, sagen wir: eines guten Kunsttischlers. Oder anders gefragt: Warum werden Spitzeninstallateure oder selbst der beste Kunsttischler der Welt nie Superstars wie David Beckham?

Die gleiche Frage könnte man auch im Film stellen: Warum verdienen einerseits Schauspieler wie Mel Gibson oder Colin Farrell hunderte Millionen, während andere, weniger bekannte Schauspieler oft kaum genug Geld zum Leben haben. Ist der Talentunterschied wirklich so groß, dass er diese finanzielle Differenz rechtfertigt?

Die Antwort liegt - wie so oft - im Markt. Superstars können nur in Märkten vorkommen, die zwei Merkmale aufweisen. Erstens: Das Produkt muss so gestaltet sein, dass es ganz leicht und billig an eine große Zahl von Interessenten geliefert werden kann. Und zweitens: Jeder Käufer auf dem Markt muss das Produkt des attraktivsten Anbieters konsumieren wollen. Weniger attraktive Produzenten bieten keine Konkurrenz.

Anders gesagt: Während Robbie Williams ein- und denselben Song Millionen Mal verkaufen kann, kann ein Installateur für jede Reparatur nur einmal Geld verlangen. Traurig, aber so wird man kein Superstar. Und während man von einem billigeren Installateur möglicherweise genauso gut bedient wird wie von einem teureren, funktioniert das im Superstar-Markt nicht. Ein Robbie-Fan kann einfach nicht statt einer Robbie-CD zwei halb so teure CDs der Fidelen Mölltaler kaufen und daraus denselben persönlichen Gewinn erzielen. Diese Form der Substitution funktioniert nur bei Gütern wie zum Beispiel Käse. Oder sollte man sagen: bei anderem Käse?