Die Aufgabenstellung bei dem rund 5 Milli. Euro teuren Um- und Ausbau der Reithalle Rennweg gestaltete sich für Architekt Hoppe schwierig. Die aus dem Jahre 1854 stammende Reithalle steht unter Denkmalschutz. Der Auftrag des Immobilienmanagements des Bundes (IMB) lautet daher die ursprüngliche Bausubstanz nicht zu verändern.

Das Atelier Architekt Hoppe gliederte das Gebäudevolumen, welches in seiner Substanz erhalten blieb, in mehrere Teile. Dadurch entstanden eine Normalturnhalle, eine dreiteilbare Spielhalle und eine Bodenturnhalle.

Architekt Hoppe: "Unser Arbeitsplatz ähnelte sehr einer archäologischen Ausgrabung: Wir mussten das Raumprogramm erweitern ohne das Gebäude an sich zu vergrößern. Da blieb uns nur der Weg in den Untergrund. "Durch diese Lösung schaffte es Hoppe den gesamten Garderoben- und Haustechnikbereich im neu geschaffenen Kellergeschoss unterzubringen.

Dieser wurde in einem zentralen Teilbereich der Halle eingegraben, ohne die bestehende Substanz, also die Seitenwände bzw. die bestehenden Fundamente, zu berühren, womit im Gebäude praktisch ein neuer Gebäudeteil entstand. Dadurch konnte das Konzept der freien Halle erhalten bleiben.

Hoppe: "Eine der wichtigsten Aufgaben des Architekten ist es dreidimensional zu denken um Raum bestmöglich zu nutzen. Es gilt die ursächliche Qualität des Bestandes - in unserem Fall die freie Halle- zu erhalten und zu betonen." Durch Glaswände, die bis an die Dachuntersicht heranreichen, blieb die historische Architektur der gesamten Reithalle atmosphärisch erhalten.