An dem exklusiven Abendessen soll unter anderem ein Manager des von George Soros geleiteten Soros Fund Management LLC teilgenommen haben. Schon vor einer Woche warnte Soros, dass die Gemeinschaftswährung auseinanderfallen würde, wenn die EU die von Griechenland ausgehende Finanzkrise nicht in den Griff bekäme. Die kolportierten Vorgänge erinnern an das Jahr 1992. Damals spekulierte der in Budapest geborene Soros massiv gegen das Pfund Sterling, indem er das Pfund gegen andere Währungen tauschte, hauptsächlich D-Mark und französische Franc. Mit diesen Geschäften gelang es ihm, die britische Währung buchstäblich aus den Angeln zu heben - rund eine Milliarde Dollar soll er dabei verdient haben.

Angesichts der Proteste gegen die Sparpolitik warnte der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou seine Landsleute davor, sich in der Krise auf die EU zu verlassen: "Kein anderes Land wird für unsere Schulden zahlen."

Griechenland-Geschäft von Banken gemieden

Deutsche Banken wiederum kehren Griechenland schon jetzt den Rücken: Wegen der angespannten Finanzlage wollen große deutsche Banken wie Eurohypo und Hypo Real Estate nicht mehr in Staatsanleihen des krisengeschüttelten Landes investieren.

Es wird damit gerechnet, dass Griechenland in Kürze neue Anleihen begeben muss, um an frisches Geld zu kommen.