Wie sie dieses Ziel erreichen will, erklärte Fekter am Mittwochabend bei einem Hintergrundgespräch in ungewöhnlicher Zusammensetzung: Neben der Ministerin und dem stellvertretenden Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler, nahmen der Direktor der Caritas Wien, Michael Landau, und Amnesty-Generalsekretär Heinz Patzelt teil.

Im Rahmen des Projekts "Polizei.Macht.Menschen.-Rechte" wurden gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen 24 Orientierungssätze erarbeitet. So heißt es etwa "Wenn wir in der Durchsetzung von Befugnissen Gewalt anwenden müssen, orientieren wir uns an dem Grundsatz: Soviel wie nötig, so wenig wie möglich." Ziel sei es, die Vorgehensweise der Polizei "nach innen und außen zu definieren", so Projektleiter Kogler.

In Workshops wurden österreichweit 250 Polizisten geschult. Außerdem hat sich die Polizei 31 Arbeits-pakete auferlegt, etwa soll bis Mai 2010 eine Analysestelle für das Qualitätsmanagement im Bereich der Menschenrechte geschaffen werden. Fekter geht davon aus, dass 2011 alle Pakete umgesetzt sind.

Für Patzelt hat das Projekt das "Zeug zum menschenrechtlichen Meilenstein". Allerdings betonte er, die Ministerin müsse als Vorbild wirken. Auch Landau zeigte sich erwartungsgemäß nicht ganz einig mit der Ministerin: Zwar sei Einiges gut aufgesetzt, er sei aber "nicht optimistisch", dass eine Umsetzung bis 2011 möglich sei.