Wo liegt die weitere Priorität?

Ganz wichtig ist die Influenza-Pandemie-Impfung für de facto alle Personen mit chronischen Erkrankungen (Lunge, Herz, Diabetes, neurologische Leiden, Immunschwäche, Krebskranke, Fettsüchtige) ab dem Alter von sechs Monaten - bis zum 49. Lebensjahr.

Hinzu kommen Schwangere ab der 15. Schwangerschaftswoche und enge Familienangehörige und Betreuungspersonen von Angehörigen der Risikogruppen. Zu schweren A(H1N1)-Krankheitsverläufen ist es bisher häufig auch bei jüngeren Menschen gekommen, die keine Vorerkrankung hatten. Auch für sie könnte die Impfung wichtig sein.

Wie ist das Verhältnis der Pandemie-Impfung zur diesjährigen saisonalen Influenza-Immunisierung?

Die (einmalige) Impfung gegen die "normale" saisonale Influenza ist wichtig. Jeder, der will, sollte sich schützen lassen. Diese Impfung verhindert aber nicht eine Infektion durch die neuen A(H1N1)-Viren. Beide Impfungen sollten also in Erwägung gezogen werden. Sie können auch gemeinsam verabreicht werden.

Wie sicher ist der Impfstoff?

Markus Müller, Vorstand der Uniklinik für Klinische Pharmakologie, der an den ersten klinischen Untersuchungen der Schweinegrippe-Vakzine beteiligt war: "Bisher liegen kontrollierte Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten an mehreren hundert Probanden nach zweimaliger Impfung vor. Die Nebenwirkungen entsprechen jenen, die auch bei üblichen Influenzaimpfungen beobachtet worden sind. Man kann daher davon ausgehen, dass Wirksamkeit und Sicherheit des in Österreich empfohlenen Impfstoffes sehr hoch sind."

Hat die Influenza-Pandemie-Vakzine Nebenwirkungen?

Aus den bisherigen Erfahrungen mit "Celvapan" geht hervor, dass es bei zehn bis 15 Prozent der Geimpften vorübergehend zu Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle kommt. Das ist auch bei anderen Impfungen so.

Angegeben wird auch vorübergehendes Kopfweh (sieben bis neun Prozent), das können sich die Experten bisher kaum erklären. Eventuell spiegelt das bloß die "normale" Kopfwehrate (auch ohne Impfung) wider. Vorübergehende Fieberreaktionen hatten ein Prozent der Impflinge nach der ersten Dosis, nur noch 0,1 Prozent nach der zweiten Dosis. Kinder reagieren etwas häufiger mit kurzfristigem Fieber als Erwachsene. Auch das ist nicht neu.

Wie läuft die Impfung ab?

Nach der Erstimpfung ist eine 2. Teilimpfung nötig. Die 2. Teilimpfung sollte 4 Wochen nach der Erstimpfung erfolgen. Zwischen beiden Teilimpfungen sollten mindestens 3 Wochen liegen.

Wieviel kostet die Schweinegrippe-Impfung?

Versicherte zahlen zweimal die Rezeptgebühr (jeweils 4,90 Euro, macht zusammen 9,80 Euro). Nicht-Versicherte kostet die Impfung zweimal acht Euro, also insgesamt 16 Euro.

Von der Rezeptgebühr befreite Personen erhalten die Impfungen kostenlos.

Wo kann man sich impfen lassen?

Die Influenza-Pandemie-Impfung wird ausschließlich an Stellen des öffentlichen Gesundheitswesens verabreicht. Eine aktuelle Liste finden Sie hier .