Zehn Jahre zuvor waren von den 1,192 Mio. Schülern 92.267 bzw. 7,7 Prozent an einer nicht-öffentlichen Schule. Mit einem Plus von 15,3 Prozent ist die Zahl der Schüler an Privatschulen deutlich stärker gewachsen als die Gesamtschülerzahl (plus 0,75 Prozent).

Den nach Schultypen höchsten Anteil an Privatschülern gibt es an den berufsbildenden mittleren Schulen, wo fast jeder vierte (22,4 Prozent; 1996/97: 23,8 Prozent) der insgesamt 52.468 Schüler eine Privatschule besucht. An AHS-Oberstufen sind 15 Prozent (1996/97: 14,2) der insgesamt 87.054 Schüler an privaten Schulen, an AHS-Unterstufen 14,8 Prozent (1996/97: 14,6) der insgesamt 116.674 Schüler. Im Pflichtschul-Bereich, also Volks-, Haupt-, Sonder- und Polytechnische Schulen, sind 4,4 Prozent der 639.433 Schüler an Privatschulen, ein halber Prozentpunkt mehr als noch vor zehn Jahren.

Mit Abstand größter Erhalter von Privatschulen ist die römisch-katholische Kirche: Insgesamt 72.600 Schülern besuchen ihre Einrichtungen, das sind zwei Drittel aller Privatschüler. Verschiedene, in der amtlichen Statistik nicht genannte Vereine als Erhalter von Privatschulen kommen mit 15.700 an zweiter Stelle, gefolgt von Schulen von Wirtschaftsverbänden wie etwa dem Fonds der Kaufmannschaft mit 3.600 Schülern, dem Berufsförderungsinstitut (2.700 Schüler), der Wirtschaftskammer (2.500 Schüler) und der evangelischen Kirche (2.900 Schüler).

Der Anteil ausländischer Schüler an Privatschulen unterscheidet sich mit 8,0 Prozent nur wenig von jenem an öffentlichen Schulen mit 9,3. Etwas größer ist der Unterschied bei Schülern nicht-deutscher Muttersprache: An öffentlichen Schulen beträgt deren Anteil 15,7 Prozent, an Privatschulen 13,8 Prozent.