Die österreichische Domain-Registrierungsstelle nic.at ging in einer repräsentativen Studie der Frage auf den Grund, was die Österreicher im Netz so treiben. Wie halten sie es zum Beispiel mit dem Web 2.0, dem Internet zum Mitmachen? Soziale Netzwerke, Bilder- und Datentausch und das Lesen und Schreiben von Blogs sind umso wichtiger, je jünger die User sind. 68,2 Prozent der 14 bis 19-jährigen nutzen einschlägige Web 2.0 - Applikationen.

Allerdings sinkt die Lust auf Bloggen und Taggen keineswegs mit dem Alter: Die Generation 50+ tut sich zu 50,8 Prozent im Web 2.0 um. Lediglich die Generationen dazwischen zeigen weniger Neigung zur zeitintensiven virtuellen Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen. Den 20 bis 29-jährigen bedeuten die Möglichkeiten des Web 2.0 zu 40,1 Prozent viel, bei den 30 bis 39-jährigen liegt der Wert bei 39,5 Prozent.

Da nic.at technisch die Quelle für alle österreichischen Internet-Adressen ist, lag die Frage nahe, wie verbreitetet das Interesse an einer eigenen Internet-Adresse ist: Immerhin 4 von 10 Österreichern haben schon eine. Die Zahl der Homepage-Besitzer liegt noch höher. "Die Homepage wird immer mehr zur Visitenkarte im Netz", meint nic.at-Geschäftsführer Richard Wein. Allerdings zeigt sich ein deutlicher Überhang des männlichen Geschlechts: 66,7 Prozent aller männlichen User sind im Web 2.0 mit einer Homepage vertreten, aber nur 35,3 Prozent der Frauen.

Obwohl Österreicher ihre Internet-Adressen auch in anderen Domains unterbringen könnten, bleiben sie doch am liebsten in der "at"-Zone. 98,4 Prozent kennen diese Top-Level-Domain, 94 Prozent wissen, was sie bedeutet. Nur 26,3 Prozent der Nutzer entschieden sich für die in Österreich zweitbeliebteste Domain, die typische Business-Endung "com". Insgesamt sind in der .at-Zone 797.000 Domänen registriert. Unter anderem auch der Urheber der Studie: Sie wurde von marketagent.com durchgeführt und umfasste 580 Online-Interviews. (fez)

Dossier Web 2.0