• 14. Dezember 2018

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Festrede vom Maja Haderlap beim Festakt in der Staatsoper am 12. November. - © WZ/mozie

100 Jahre Republik

Von der Wirkmacht der Ereignisse2

  • 100 Jahre Republik - ein Festreigen, der aufzeigt, wie sehr Geschichte in Zusammenhängen gedacht werden muss.

Das Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018 ist noch nicht zu Ende, aber zurzeit liegen immerhin bereits 7/8 des Jahres hinter uns und daher können wir beginnen, über eine erste Zwischenbilanz der Gedenkveranstaltungen und sonstiger Aktivitäten nachzudenken... weiter




Staatsakt mit den Spitzen der Republik (v.l.): Nationalratspräsident Sobotka, Kanzler Kurz, Bundespräsident Van der Bellen (mit Ehefrau Schmidauer). - © APAweb / AFP, Joe Klamar

100 Jahre Republik

Das vorläufige Ende einer langen Reise21

  • Die Autorin Maja Haderlap rückte in ihrer Festrede "das ethisch handelnde Individuum" ins Zentrum der Geschichte.

Wien. Sechs Redner unternahmen am Montag in der Staatsoper den Versuch, mit eigenen Worten und eigenem Blickwinkel Geschichte und Gegenwart dieser Republik zu fassen. Den Anlass lieferte der "Staatsakt anlässlich der 100. Wiederkehr des Jahrestags der Gründung der Republik Österreich"... weiter




Menschenmassen vor dem Parlament nach Ausrufung der Republik, 12. November 1918. Zeichnung von Wilhelm Gause. - © Austrian Archives / Imagno / picturedesk.com

100 Jahre Republik

An einem nasskalten Tage im November7

  • Zum 100. Geburtstag der Republik: Rückblick auf dramatische Tage mit glücklichem Ende.

In Österreich ereignet sich Geschichte bevorzugt in anekdotentauglicher Form. Wir schreiben den Abend des 12. November 1918, ein nasskalter Dienstag. Stunden zuvor waren 150.000 Menschen auf den Beinen, um bei der Ausrufung der Republik dabei zu sein... weiter




Was vorher noch als Luxusgut galt, wird nun für weite Teile der Bevölkerung erschwinglich. Besaßen 1961 erst 13 Prozent der Haushalte einen Fernseher, waren es zehn Jahre später bereits 62 Prozent. - © Getty Images

100 Jahre Republik

Rot-weiß-rotes Wirtschaftswunder18

  • Einst herrschten Hunger und Not, heute ist Österreich eines der reichsten Industrieländer der Welt.

Die Menschen frieren und hungern in ihren eiskalten Wohnungen, Kinder können vor Unterernährung nicht in die Schule gehen. Immer wieder kommt es zu Plünderungen, der Schleichhandel blüht. Die wirtschaftliche Lage Österreichs am Ende des Ersten Weltkriegs ist katastrophal... weiter




Im Zeichen des Doppeladlers ist hier die Zeit humorvoll stehen geblieben. - © Michael Hetzmannseder

100 Jahre Republik

Dero Hochwohllöblichkeit17

  • Vom Titelwahn zur Ritualsehnsucht: kuriose Relikte im Schatten des Doppeladlers.

"Ich bin doch ned deppad, i fohr wieder z’haus." Das hat der Thronfolger bekanntlich nicht gesagt, nachdem er schon - erstmal erfolglos - mit einer Bombe in Sarajewo beworfen wurde. In Hannes Steins Roman "Der Komet" jedoch, da hat Franz Ferdinand diesen Satz gesagt. Und siehe da: Es gab keinen Ersten Weltkrieg... weiter




Österreichische Fahne - © Mikekilo74 - CC 3.0

100 Jahre Republik

Hoffentlich wollen sie nur spielen12

  • Wie die Republik wurde, wie sie heute ist - verbunden mit einem Geburtstagswunsch.

Optimismus ist im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts eine Gefühlslage, die sich die Menschen nicht mehr leisten zu können glauben. Trotzdem steht diese Stimmung in deutlichem Kontrast zu jener fundamentalen Form von Pessimismus, die die Geburt der Republik aus den Trümmern der Monarchie begleitete... weiter




Militärmusik aus Kaposvar spielte zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs. - © Denise Hruby

100 Jahre Republik

Gesang statt Gemetzel1

  • Mit historischen Liedern besingen Italien, Österreich und Ungarn das Ende des Gebirgskrieges.

Kötschach-Mauthen. Auf Kommando exerzieren die Musiker Trompeten, Klarinetten und Querflöten, führen die Instrumente mit Präzision an die Lippen, und beginnen, schwungvolle Märsche der k.u.k. Armee zu spielen. Bis in die letzen Reihen des Festsaales der kleinen Markgemeinde Kötschach- Mauthen im Kärntner Bezirk Hermagor klingen der Radetzkymarsch... weiter




Franz Joseph erhob unzählige Bürger in den erblichen Adelsstand. Ab 1918 war es mit der Herrlichkeit formell vorbei. - © apa

100 Jahre Republik

Abgeschafft, aber nicht verschwunden13

  • Seit 1918 gibt es den Adel in Österreich offiziell nicht mehr. Doch die Traditionen haben sich bis heute erhalten.

Wien. Als die Republik kam, ging der Adel. Seine Privilegien, sein altösterreichisches Gepränge passten ab 1918 nicht mehr in ein demokratisches Gemeinwesen. Man hatte genug von den Habsburgern und ihrer blaublütigen Entourage, alle Vorrechte wurden im "Adelsaufhebungsgesetz" rigoros gestrichen. Doch das ist nur eine Seite der Wahrheit... weiter




Der Bau der Hochquellwasserleitung und der Stadtbahn durch Otto Wagner waren am Ende des 19. Jahrhunderts Vorbereitungen auf ein Wien mit vier Millionen Einwohnern. - © Rösner

100 Jahre Republik

Plötzlich "Wasserkopf"9

  • Zu Beginn der Republik schrumpfte Wien auf unter zwei Millionen Einwohner. Bis das Bevölkerungsniveau aus Kaiserzeiten wieder in Sicht ist, sollte es mehr als 100 Jahre dauern.

Wien. "Bald leben vier Millionen Menschen in Wien." Diese Prognose ist 120 Jahre alt. Aktuell wird keine Bevölkerungsexplosion für die 1,87 Millionen Einwohner große Donaumetropole erwartet, auch wenn laut Statistikamt MA23 vermutlich 2026 die Zwei-Millionen-Marke geknackt wird. Wien als Zentrum des Habsburgerreichs erlebte im ausgehenden 19... weiter




Walter Hämmerle ist Chefredakteur der "Wiener Zeitung".

Leitartikel

Schatztruhe Geschichte24

In diesen Tagen vor 100 Jahren war die Monarchie schon Geschichte. Die feierliche Ausrufung der Republik erfolgt zwar erst am 12. November 1918, doch mit der Annahme der vorläufigen Verfassung durch die Provisorische Nationalversammlung war die Staatswerdung des neuen Österreichs als Republik eigentlich am 30. Oktober abgeschlossen... weiter




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