• 19. November 2018

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100 Jahre Tagebuch

Wiedergutmachung3

1962 begann mein Berufsleben bei einer Exportfirma, deren Inhaber ungarisch-jüdischer Abstammung war. Eines Tages fragte mich mein Chef - Herr Sch. -, ob ich ihm bei einer privaten Sache helfen könne. Es sei in Deutschland ein Gesetz zur Wiedergutmachung verloren gegangenen jüdischen Eigentums herausgekommen... weiter




Der 71er (hier beim Zentralfriedhof 1948) blieb nach dem Krieg wegen Stromausfall oft stecken. - © Wiener Linien, Archivbild

100 Jahre Tagebuch

Der böse Scherz eines russischen Besatzungssoldaten5

In den Jahren 1945/46 kam es oft zu andauernden Stromstörungen. So auch an einem sonnigen Nachmittag im Frühjahr 1946. Ich saß im 71er und fuhr nach Schwechat, wo ich in die Preßburgerbahn umsteigen wollte, um nach Fischamend zu kommen. Die Fahrt mit war mein täglicher Schulweg. In Simmering blieb die Straßenbahn plötzlich stehen... weiter




- © privat

100 Jahre Tagebuch

Ein unmoderner Bücher-Rucksack "zum Genieren"2

Ich war Lehrmädchen in der renommierten jüdischen Buchhandlung "Alois Reichmann" auf der Wiedner Hauptstraße. Die Chefleute waren sehr nett und nahmen mich wie ein Familienmitglied auf. Für den Buchhändlerball wurde mir sogar ein rotes Brokatkleid angepasst. Wir hatten berühmte Kundschaft, wie den Walther Reyer, den Franz Kreuzer und andere... weiter




100 Jahre Tagebuch

Reminiszenzen aus der Besatzungszeit über Gurken, Gott und die Welt3

Jedes Mal, wenn ich Gurken sehe, rieche, esse, denke ich an Sascha, einen großen, schlanken Sowjetsoldaten in unserem Haus, der zusammen mit seinen Kameraden bei uns einquartiert war, nach dem "Zusammenbruch", wie die Leute das Kriegsende nannten, als endlich wieder Frieden... weiter




- © Gaschurnpartenen

100 Jahre Tagebuch

Käfer-Werbeschmäh1

Zu Beginn der 1950er Jahre, ich war damals zehn Jahre, war es eines Tages plötzlich Thema in Wien, dass die Firma Liewers für das Notieren von hundert VW-Käfer-Kennzeichen Lederfußbälle verschenkt. Alles allerdings beschränkt auf die ersten hundert Teilnehmer... weiter




Kommunionsfoto Christa Sauer 1955: Bilder wie diese wurden damals gerne im Nobel-Atelier Simonis in der Währinger Straße angefertigt. - © privat

100 Jahre Tagebuch

15. Mai 1955: Ein doppelter Feiertag, der vielfache persönliche Erinnerungen prägte1

Als katholisch erzogenes Mädchen erinnere ich mich mein Leben lang an den Tag der Erstkommunion. In der Klosterschule "Maria Regina" in der Hofzeile in Wien-Döbling wurde dieser Tag sehr festlich begangen. Aber auch in "weltlicher" - man könnte sagen: in "weltpolitischer" Hinsicht - war der Tag historisch: Er fiel auf den 15... weiter




Marie Toth (Mitte) im Konsum Leobersdorf, 1924. - © Privat/Doku Lebensgeschichten

100 Jahre Tagebuch

Über Lebensfreude zu Beginn der Republik: "Als ich 1921 im Konsum anfing . . ."2

1921. - Ich wurde im März siebzehn Jahre alt, musste auch schon schwerere Arbeiten machen. Ich wurde muskulöser. Mager war ich immer, aber mir machte jede Arbeit Freude und ich war immer in Bewegung; nur füllte mich die Arbeit nicht ganz aus. Mich interessierte alles, so kam ich zum Turnverein. Da fühlte ich mich so richtig wohl... weiter




Elefantengulasch

Echtes Elefantengulasch in Fünfhaus1

Nach Kriegsende hat die Versorgung der Wiener mit Lebensmittelkarten die Hungersnot gelindert. Aber es war viele Jahre noch zu wenig, um sich satt zu essen. Das änderte sich etwa um 1950 (das genaue Jahr ist mir nicht in Erinnerung), als im Zirkus Rebernigg, der in Wien gastierte, ein alter Elefant verstarb... weiter




Triumph einer Ausnahmesportlerin:Goldmädchen Mirna Jukic. apa/Gepa pictures

100 Jahre Tagebuch

Tränen, die nur die Sicht verstellen3

Mein größter sportlicher Erfolg war zweifellos, für Österreich die Bronze-Medaille bei den Olympischen Spielen in Peking zu erringen. Die 100-Meter-Brust-Distanz schaffte ich immerhin mit einem österreichischen Rekord, den ich später nochmals verbessern konnte. Die 1:06,58 sind noch heute gültig... weiter




Care-Pakete waren oft der Start in bessere Zeiten. - © ullstein bild

100 Jahre Tagebuch

Von Care-Paketen über Zwentendorf bis zu den Indianern1

Es muss Ende der 40er gewesen sein; Mutter erhielt ein Care-Paket. Ich werde zwei Lebensmittel darin nie vergessen: den Cheddarkäse, der mir den ersten positiven Eindruck von den USA vermittelte, und Corned Beef aus der Dose. Für uns Wiener Kinder war das ein Festtag... weiter




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