• 15. Dezember 2018

  • RSS abonnieren
  • Wiener Zeitung auf Facebook
  • Auf Twitter verfolgen
  • Wiener Zeitung auf Google+
  • Apple App Store
  • Google Play Store

Sie sind hier:



Schlagwortsuche

100 Jahre Tagebuch

Die zu Tode geliebte Puppe1

Eine Tante von mir war mit einem amerikanischen Soldaten verheiratet, der uns auch immer wieder besuchen kam. Für meinen Bruder und mich war das sehr aufregend, da wir dann mit dem Militärjeep Ausflüge unternahmen. Und das unter den Augen der russischen Besatzer! 1955 - mit nur fünf Jahren - erkrankte ich dann schwer... weiter




Russische Besatzungssoldaten galten bei der Bevölkerung meist als sehr kinderfreundlich. Hier eine Aufnahme aus Baden 1946. - © ullstein bild - Imagno/Votava

100 Jahre Tagebuch

"Wie hatten gelernt, uns vor den Russen zu fürchten"4

Im Frühjahr 1945 bekam ich von der Frau Oberlehrer in Idolsberg am Kamp einen Auftrag. Unterlehrer gab es keine und Frau Oberlehrer war eine glühende "Nazisse". Ich sollte Deutschland helfen, den Krieg zu gewinnen: Es galt, Panzersperren zu errichten... weiter




- © churnpartenen

100 Jahre Tagebuch

Foto-Träume1

Am 15. Mai 1955 wurde der Staatsvertrag unterzeichnet. Österreich war frei! Wir bekamen schulfrei. Vater machte von mir ein Foto vor dem neuen Gartenzaun. Ich saß im schönsten, von Mutter geschneiderten Kleid, rot mit weißen Tupfen und Rüschen um den Ausschnitt, auf meinem Fahrrad und hielt mich am Zaun fest... weiter




Kardinal Franz König im Jahr 1960. - © ÖNB-Bildarchiv/picturedesk.co

100 Jahre Tagebuch

Jüdische "Aushilfe" in der Bibelkunde beim katholischen Kardinal1

Ich ging zwar nie in Religion, denn jüdische Religion wurde nur in einer Schule im 9. Bezirk angeboten. Vom 6. in den 9. Bezirk zu fahren hatte meine Mama schon nach meiner ältesten Schwester, die 1963 in die Volksschule gekommen war, irgendwie überfordert... weiter




100 Jahre Tagebuch

Ein Mantel und verwanzte Bücher1

Als Buchhandelslehrling in den 50er Jahren sind mir zwei Anekdoten in Erinnerung geblieben. Einmal kam ein Kunde herein und sagte: "Ich will einen Mantel." Ich stutzte kurz und wollte schon sagen, das Kleidergeschäft sei ein paar Häuser weiter. Dann schaltete ich schnell, ging zum Reclam-Regal und verkaufte ihm "Der Mantel" von Nikolai Gogol... weiter




- © privat

100 Jahre Tagebuch

Foto-Erinnerungen1

1940 wurde ich geboren. 1942 musste mein Vater zur Wehrmacht einrücken. Ihn kenne ich nur von Fotos. Bei seinem Heimaturlaub 1943 war ich keine drei Jahre alt. 1944 wurde er als vermisst gemeldet. Während seiner Militärzeit erhielt er den Amtstitel "Postbetriebsassistent". Alle Nachforschungen waren ergebnislos... weiter




1945 in der "Wärmestube": Krapfenglück. - © ullstein bild-Imagno/Votav

100 Jahre Tagebuch

Kinderernährung in der Zeit nach dem Krieg: "Süßes vermissten wir besonders"2

Als wir im Familienkreis einmal über die Entbehrungen der Nachkriegszeit sprachen, fragte meine 16-jährige Nichte: "Ich verstehe nicht, wenn ihr kein Fett gehabt habt, warum habt ihr denn kein Öl genommen?" Das regt mich an, darüber zu schreiben, wie Kinder damals ernährt wurden, als es fast gar nichts mehr gab... weiter




1952 wurde die Westbahn elektrifiziert. Theodor Körner (r.) tourte mit der frohen Botschaft durch die Lande (hier Amstetten). - © picturedesk

Peter Steiner

Wie Bundespräsident Theodor Körner die Laufbahn eines Autogrammjägers zum jähen Ende brachte2

Es war in Sankt Pölten im Dezember 1952. Erster nasser Schnee war gefallen, auf dem Fahrweg zur Schule zwischen der Mariazeller-Bahn und einer Kaserne, hinter deren Stacheldrahtzaun sowjetische Soldaten an Lastwagen und Panzern hantieren, krachte das Eis in den Schlaglöchern... weiter




- © privat

100 Jahre Tagebuch

Eine Bücher-Liebe2

Mein erstes Buch las ich mit sieben Jahren: "Mogli, das Dschungelbuch". Ich hatte es aus der Bücherei Treibach-Althofen in Kärnten ausgeborgt. Ich las es sicher hundert Mal. Seither zog es mich magisch in die Bücherei, die nur an Samstag-Nachmittagen offen hatte, in das alte Haus bei der Volksschule... weiter




Eleganter Aufstieg mit wenigen mechanischen Hilfsmitteln, aber umso mehr Leidenschaft. - © privat

100 Jahre Tagebuch

"Schifoahn" als Leidenschaft in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts1

Die Vorfreude begann 1950 schon beim Präparieren der Skier. Es waren Holzbretter und die Lauffläche musste jedes Jahr neu lackiert werden. Anfang Dezember war unsere Küche nicht nur Weihnachtsbäckerei, sondern auch Werkstatt. Die Skier wurden verkehrt auf zwei Sessellehnen gelegt und dann trug meine Mutter - sie war bei uns die Skibegeisterte -... weiter




zurück zu Schlagwortsuche


Werbung