• 20. Januar 2019

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Schlagwortsuche

Weihnachten 1945: Wien war ein Trümmerhaufen. Geschenke gab es wenig. - © apa/Friedrich Schiller

100 Jahre Tagebuch

Ein Festmahl mit Geselchtem in den Nachkriegstagen2

Geboren wurde ich 1941 als Kind sudetendeutscher Eltern. Mein Vater ist am 10. Dezember 1943 gefallen. Ich hatte noch zwei Brüder. Wir wurden von unserer alleinerziehenden Mutter aufgezogen. Die Not nach Ende des Krieges war enorm und wir hatten - wohnhaft im zweiten Bezirk in der heutigen Lassallestraße - nur sehr wenig zu essen... weiter




Das Flugzeugsunglück zu Weihnachten kostete keine Menschenleben. - © privat

100 Jahre Tagebuch

Das "Weihnachtswunder" in Schwechat im Jahre 19581

Es war am Weihnachtsabend 1958! Die Weihnachtsbescherung war vorbei und wir waren gerade mit dem Auspacken unserer Geschenke beschäftigt. Wir, das waren Mama, Papa, Großmutter und ich. Ich erinnere mich noch genau an den Kerzenschimmer des Weihnachtsbaumes und an das Glücksgefühl, das rundum immer noch zu spüren war... weiter




- © privat

100 Jahre Tagebuch

Christkind 19493

Das Foto zeigt mich (fünf Jahre alt) mit meiner Schwester Christine (drei Jahre alt) und unseren Eltern Rosa und Rudolf. Ich bekam damals vom Christkind einen (gebrauchten) Baukasten. Meine Schwester erhielt als Geschenk ein Puppenbett. Die Fotos zeigen sehr gut, wie arm wir damals waren... weiter




100 Jahre Tagebuch

Die zu Tode geliebte Puppe2

Eine Tante von mir war mit einem amerikanischen Soldaten verheiratet, der uns auch immer wieder besuchen kam. Für meinen Bruder und mich war das sehr aufregend, da wir dann mit dem Militärjeep Ausflüge unternahmen. Und das unter den Augen der russischen Besatzer! 1955 - mit nur fünf Jahren - erkrankte ich dann schwer... weiter




Russische Besatzungssoldaten galten bei der Bevölkerung meist als sehr kinderfreundlich. Hier eine Aufnahme aus Baden 1946. - © ullstein bild - Imagno/Votava

100 Jahre Tagebuch

"Wie hatten gelernt, uns vor den Russen zu fürchten"5

Im Frühjahr 1945 bekam ich von der Frau Oberlehrer in Idolsberg am Kamp einen Auftrag. Unterlehrer gab es keine und Frau Oberlehrer war eine glühende "Nazisse". Ich sollte Deutschland helfen, den Krieg zu gewinnen: Es galt, Panzersperren zu errichten... weiter




- © churnpartenen

100 Jahre Tagebuch

Foto-Träume2

Am 15. Mai 1955 wurde der Staatsvertrag unterzeichnet. Österreich war frei! Wir bekamen schulfrei. Vater machte von mir ein Foto vor dem neuen Gartenzaun. Ich saß im schönsten, von Mutter geschneiderten Kleid, rot mit weißen Tupfen und Rüschen um den Ausschnitt, auf meinem Fahrrad und hielt mich am Zaun fest... weiter




Kardinal Franz König im Jahr 1960. - © ÖNB-Bildarchiv/picturedesk.co

100 Jahre Tagebuch

Jüdische "Aushilfe" in der Bibelkunde beim katholischen Kardinal2

Ich ging zwar nie in Religion, denn jüdische Religion wurde nur in einer Schule im 9. Bezirk angeboten. Vom 6. in den 9. Bezirk zu fahren hatte meine Mama schon nach meiner ältesten Schwester, die 1963 in die Volksschule gekommen war, irgendwie überfordert... weiter




100 Jahre Tagebuch

Ein Mantel und verwanzte Bücher2

Als Buchhandelslehrling in den 50er Jahren sind mir zwei Anekdoten in Erinnerung geblieben. Einmal kam ein Kunde herein und sagte: "Ich will einen Mantel." Ich stutzte kurz und wollte schon sagen, das Kleidergeschäft sei ein paar Häuser weiter. Dann schaltete ich schnell, ging zum Reclam-Regal und verkaufte ihm "Der Mantel" von Nikolai Gogol... weiter




- © privat

100 Jahre Tagebuch

Foto-Erinnerungen2

1940 wurde ich geboren. 1942 musste mein Vater zur Wehrmacht einrücken. Ihn kenne ich nur von Fotos. Bei seinem Heimaturlaub 1943 war ich keine drei Jahre alt. 1944 wurde er als vermisst gemeldet. Während seiner Militärzeit erhielt er den Amtstitel "Postbetriebsassistent". Alle Nachforschungen waren ergebnislos... weiter




Adolfine Schumann bei einem Spaziergang in Berlin 1942. - © Doku Lebensgeschichten, Uni Wien.

100 Jahre Tagebuch

Der erste Urlaub: "Ich konnte mich nicht sattsehen"14

Meinen ersten selbstfinanzierten Urlaub erlebte ich im Juli 1936. Von Aufenthalten in Kinderheimen abgesehen, war es das erste Mal, dass ich aus Wien herauskam. Mein Ziel war Goisern. Ich war von der Natur überwältigt. Wie eine Verrückte lief ich auf die Berge, konnte mich nicht sattsehen... weiter




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