• 24. September 2018

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Schlagwortsuche

Adam von Trott zu Solz (1909 bis 1944). Foto: Familienarchiv Trott/ Wikimedia

Geschichte

Außenminister des Widerstands

  • Adam von Trott zu Solz gehörte zu den führenden Köpfen der deutschen Gegner Hitlers - eine Erinnerung an diesen Diplomaten anlässlich seines hundertsten Geburtstages.

"Keiner hat, außer dem Grafen Stauffenberg, so energisch auf die Aktion hingedrängt und so geschickt Jahr und Tag auf die Militärs eingewirkt wie Adam". So beschreibt ein Weggefährte die Rolle von Adam von Trott zu Solz bei den Vorbereitungen für das gescheiterte Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler... weiter




Jürgen Habermas, geboren am 18. 6. 1929. Foto: epa/ Kalmandy

Philosophie

Ein Verehrer der Vernunft

  • Jürgen Habermas, einer der repräsentativen Philosophen des 20. Jahrhunderts, wird 80 Jahre alt. Eine kritische Würdigung.
  • "Öffentlichkeit - als Raum des vernünftigen kommunikativen Umgangs miteinander - ist das Thema, das mich ein Leben lang beschäftigt hat", bekannte Jürgen Habermas 2004 in einem Essay in der "Neuen Zürcher Zeitung".

Der Philosoph und Soziologe, der zu den bedeutendsten Intellektuellen der Gegenwart zählt, verfolgt dieses Projekt - "meine Obsession" - seit dem Beginn seiner intellektuellen Karriere, die in den 1950er Jahren am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main begann... weiter




Porträt

Melancholisch und konservativ

  • Thomas Mann und seine Gattin Katia verteilten Gunst und Zuwendung, erzieherisches Lob und pädagogischen Tadel sehr ungleichmäßig auf ihre sechsköpfige Kinderschar.

Der berühmte Vater, dessen unnahbare Autorität allen Kindern gewaltigen Respekt einflößte, brachte seiner jüngsten Tochter Elisabeth die größte Zuneigung entgegen, die Mutter bevorzugte Klaus und Erika, die beiden Ältesten. Für Golo, den Drittgeborenen, zeigten die Eltern hingegen wenig Verständnis... weiter




Literatur

Liebe und Weltpolitik

  • "Der Romancier ist weder Historiker noch Prophet, sondern Erforscher der Existenz": so hat Milan Kundera in dem Essay "Die Kunst des Romans" sein dichterisches Credo definiert.

Seit mehr als 30 Jahren lebt der gebürtige Tscheche in Paris. 1975 war er einem Ruf der Universität Rennes gefolgt und hatte seine Heimat verlassen. Seine Romane schreibt er seit geraumer Zeit auf Französisch und gilt als Kosmopolit westeuropäischer Prägung. Milan Kundera, der am 1... weiter




Ludwig Rellstab, in einer zeitgenössischen Darstellung. Foto: Archiv

Literatur

Chronist der Spaßgesellschaft

  • Unsterblich geworden ist Ludwig Rellstab durch die sieben Gedichte, die Franz Schubert in seinem letzten Liedzyklus - "Schwanengesang" - vertont hat.

Am bekanntesten ist Nummer vier, das "Ständchen" ("Leise flehen meine Lieder"); sprachlich am originellsten ist Nummer sechs, "In der Ferne", das in drei vierzeiligen Strophen 20 Mittelwörter der Gegenwart so platziert, dass jede Zeile vier Dayktylen enthält ("Wehe den Fliehenden, Welt hinaus ziehenden! / Fremde durchmessenden, Heimat vergessenden... weiter




Josef Hlávka, porträtiert von Vojtech Hynais. Foto: Národní Galerie, Prag.

Geschichte

Die drei Leben des Josef Hlávka

  • Negativ besetzte Themen beherrschen zumeist die Berichterstattung über Österreichs nördliches Nachbarland. Dass es auch Positives und Verbindendes gibt, zeigte das jüngst vergangene Gedenkjahr Josef Hlávkas, das mit tatkräftiger Unterstützung der österreichischen Diplomatie zum UNESCO-Kulturjubiläum erklärt wurde und das an Hlávkas Sterbetag, dem 11. März, den Wiener Chor "Schola Cantorum" im Dom zu Pilsen mit der dortigen Philharmonie zu einer Aufführung von Antonín Dvoráks D-Dur-Messe zusammenführte.

Kaum eine Persönlichkeit der tschechischen Geschichte eignet sich freilich so sehr als Brücke zwischen Tschechen und Österreichern wie der Architekt der Erzbischöflichen Residenz in Czernowitz, Baumeister der Wiener Oper und Gründer der Tschechischen Akademie der Wissenschaften. Karriere an der Donau Josef Hlávka wurde am 15... weiter




Ein Brief Darwins an seinen Verleger Murray. Foto: apa/ Ian Nicholson

Wissenschaft

Der wohlhabende Philanthrop

  • Shrewsbury, die Hauptstadt der Grafschaft Shropshire, erschien in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wie eine Enklave der guten alten Zeit, an der die Moderne vorübergegangen war.

Die Stadt liegt, wie Daniel Defoe schrieb, "wie inmitten eines Hufeisens eingeschlossen" durch den Fluss Severn - "eine große, angenehme, reich bevölkerte und reiche Stadt; viel Landadel und doch auch viele Kaufleute", die meist mit Wolle und Textilien handelten... weiter




Aufklärer über die Nazizeit: Adolf Burger. Foto: Stefanizzi-Wurzinger

Film

Fälschung und Wahrheit

  • Adolf Burger ist ein Mann, der Unvorstellbares überlebt hat. Einer der Letzten des "Unternehmens Bernhard".

Hinter diesem Decknamen verbarg sich eine riesige Fälscheraktion im "Dritten Reich", bei der die Nazis von Häftlingen im Konzentrationslager Sachsenhausen 132 Millionen englische Pfund fälschen ließen, um die reichsdeutsche Wirtschaft zu stützen und die britische zu schädigen... weiter




Beate Klarsfeld bei der Eröffnung der Ausstellung "Sonderzüge in den Tod", am 23. 1. 2008 in Berlin. Foto: epa/ Rainer Jensen

Geschichte

Die Frau, die den Kanzler ohrfeigte

  • Sie hat den "Schlächter von Lyon" vor Gericht gebracht und eine Gesetzesänderung erwirkt, die dafür sorgte, dass Nazi-Verbrecher (wie der ehemalige Gestapo-Chef von Paris) ihrer Strafe nicht entkamen.

Doch als ihre bekannteste Aktion gilt ihr Auftritt am 7. November 1968 beim CDU-Parteitag in Berlin: als Beate Klarsfeld, die sich mittels eines gefälschten Presseausweises Zutritt verschafft hatte, in der Kongresshalle auf die Rednerbühne stieg, den deutschen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger vor den versammelten Delegierten als "Nazi"... weiter




Leutnant Prochaska, Polen 1915. Foto: aus "Leutnant Pepi zieht in den Krieg"

Literatur

Vom Wert des Individuellen

  • Am 31. August 1939 kehrte die in Warschau lebende Familie Gleisner aus der Sommerfrische zurück. Sie nahm nur das Handgepäck mit nach Hause, die großen Koffer wurden am Bahnhof deponiert und sollten am nächsten Tag mit dem Auto abgeholt werden.

Doch dazu kam es nicht mehr: Am 1. September begann das, was heute "Zweiter Weltkrieg" genannt wird, deutsche Flugzeuge bombardierten den Warschauer Bahnhof und zerstörten dabei auch das Gepäck der Familie Gleisner. Wer mag, kann diese Episode für unbedeutend halten... weiter




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