• 20. November 2018

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Strategiebesprechung: Sabine Haupt und Gregor Bloéb. - © Georg Soulek

Theaterkritik

Die Kugel rollt5

  • Gregor Bloéb glänzt in der Politkomödie "Der Kandidat" im Akademietheater.

Ein steinreicher Unternehmer, der beschließt, aus Langeweile in die Politik zu gehen? Kommt einem bekannt vor. Aber Carl Sternheim, der das Stück "Der Kandidat" 1913/14 nach einer Vorlage von Gustave Flaubert geschrieben hat, konnte Donald Trump noch gar nicht kennen... weiter




Keiner kommt hier lebend raus: Markus Meyer, Stefanie Dvorak und Philipp Hauß. - © Georg Soulek

Theaterkritik

Bordell Afrika9

  • Miloš Lolić inszeniert Koltès "Kampf des Negers und der Hunde" als Amour fou.

Vor dem Akademietheater werden am Premierenabend Flugblätter verteilt, in denen vor dem N-Wort gewarnt wird: "Das Wort lässt sich nicht von seiner rassistischen Entstehungsgeschichte entkoppeln", heißt es etwa. Im Programmheft rechtfertigt sich das Burgtheater, dass es den Stücktitel "Kampf des Negers und der Hunde" deshalb nicht verändert habe... weiter




Samuel Finzi im Spiel mit sich selbst. - © Bernd Uhlig

Theaterkritik

Beine breit und durch2

  • Ein-Personen-Stück mit zwei Schauspielern: die Roman-Adaption "Kommt ein Pferd in eine Bar" im Akademietheater.

"Kommt ein Pferd in eine Bar" - die Pointe zu diesem Witz wird man an diesem Abend nie zu hören bekommen. Dafür eine ganze Menge andere Unterste-Schublade-Witze, die Dov Grinstein zu bieten hat. Der Stand-up-Komiker absolviert einen Auftritt in der israelischen Industriestadt Netanja... weiter




Tochter und Mutter träumen von besseren Zeiten. - © Reinhard Werner

Theaterkritik

Glück und Glas

  • Wackelig-poetisches Mobile der geplatzten Träume: "Die Glasmenagerie" im Akademietheater.

Der Regen trommelt auf das Dachschrägenfenster und Laura fummelt mit ihrem Akkuschrauber behutsam an ihrem fragilen Mobile aus Glasfiguren herum. So einfach und berührend kann man die Einsamkeit einer Figur gleich in den ersten Minuten eines Bühnenstücks illustrieren... weiter




Der absurde Alltag löst sich in surrealer Umgebung auf. - © Bernd Uhlig

Theaterkritik

Zwielichtige Überwelt4

  • Andrea Breths Inszenierung von Pinters "Geburtstagsfeier" ist von den Salzburger Festspielen ins Akademietheater übersiedelt.

Eine Geschichte wird erzählt. Und sie wird nicht erzählt. Sind Goldberg und McCann, Gangster, Geheimdienstagenten, Irrenwärter oder gar Höllenboten? Aus Megs und Peteys schäbiger Bed-and-Breakfest-Pension nächst einem englischen Strandbad holen sie den einzigen Gast ab. Was wartet auf Stanley, um die dreißig und verschlampt... weiter




Birgit Minichmayr und Tino Hillebrand in "Carol Reed" am Wiener Akademietheater. - © APA, Hans Klaus Techt

Akademietheater

Bedeutungsflucht auf leerer Bühne28

  • Uraufführung von René Pollesch' "Carol Reed" im Akademietheater: Ein Haschischtrip, verführerisch in Slowmotion vorgeführt.

Bühne leer, Theater tot? Die im Programm genannte Bühnenbildnerin Katrin Brack habe das Bühnenbild gestohlen. So der Running Gag in der Chaos-Comedy "Carol Reed" im Akademietheater. Auf Spielfilmlänge fahren drei mit großen und kleinen Töpfen bestückte Scheinwerferbrücken auf und ab, ab und auf... weiter




Das Ich, eine verzerrte Kopie: Joachim Meyerhoff in manischer Messias-Psychose. - © Reinhard Werner/Burgtheater

Theaterkritik

Herrenloses Hirn7

  • Thomas Melles "Die Welt im Rücken" im Akademietheater mit einem famosen Joachim Meyerhoff.

Verrückt. Sagt man auch nicht mehr eigentlich. Thomas Melle bezeichnet sich aber selbst so in seinem Buch "Die Welt im Rücken". Da beschreibt der deutsche Schriftsteller seine bipolare Störung. Er schildert etwa, wie er erkennen kann, dass sich eine Manie ankündigt - wenn nämlich "Stars aus allen Ecken kriechen"... weiter




Beschäftigt sich mit allen Facetten des Frauseins: Sofi Oksanen. - © Antti Aimo-Koivisto/Lehtikuva/picturedesk

Interview

"Ein Wettrennen der besten Gene"

  • Schriftstellerin Sofi Oksanen über Designerbabys, die Leidenschaft für Haare und Trump als Chance für Frauenrechte.

Kaum eine zeitgenössische Schriftstellerin erschafft so kraftvolle und dabei schillernde Frauenfiguren wie Sofi Oksanen. Die finnisch-estnische Autorin feierte 2009 ihren internationalen Durchbruch mit dem packenden Roman "Fegefeuer", in dem sie mithilfe einer alten, übellaunigen Bäuerin und einer dem Menschenhandelterror entkommenen... weiter




Theaterkritik

Verspiegeltes Gesamtkunstwerk28

  • Viscontis Filmgemälde über den Bayern-König Ludwig im Akademietheater.

Mit ihrem "Kini" Ludwig II. haben die Bayern längst Frieden geschlossen. Während seiner Regentschaft, 1864 bis zum Selbstmord oder Mord 1886 am Starnbergersee, kosteten seine Märchenschlösser das Volk zu viel Steuergeld und sein labiler Schwärmgeist die Verwandten und Minister zu viel Nervenkraft... weiter




Tanz der Ratlosigkeit: Markus Hering, Dorothee Hartinger. - © G. Soulek

Theaterkritik

Die Grenze ist zu

  • Poetisch-absurdes Reigenspiel mit viel Witz: "Die Wiedervereinigung der beiden Koreas".

Ein Mann besucht seine Frau. Sie weiß nicht mehr, dass sie verheiratet sind. Er erinnert sie jeden Tag. Welche Naturgewalt es war, als sie sich kennengelernt haben. "Als würden Nordkorea und Südkorea zusammenkommen. Als würde zusammenkommen, was lange getrennt war". So erklärt der Mann seiner Frau den Beginn ihrer Liebe... weiter




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