• 18. November 2018

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Francesca Melandri , 1964 in Rom geboren, ist auch eine erfolgreiche Drehbuchautorin. - © Elisabetta Claudio

Literatur

Das Giftkraut des Faschismus4

  • Die italienische Autorin Francesca Melandri leuchtet im Roman "Alle, außer mir" am Beispiel eines römischen Familienclans die kolonialen Schattenzonen Italiens aus.

Identität und Entwurzelung, Flucht und Verdrängung sind die Grundthemen im neuen Roman "Alle, außer mir" der Italienerin Francesca Melandri. Er wird als "Buch der Stunde" gehandelt, und das ist auch sein größter Vorzug: er greift mitten hinein in das bedrängende Problem der Massenmigration, insbesondere aus afrikanischen Ländern... weiter




Start von Aspern in Richtung Kiew 1918 .  - © Foto: Archiv A. Kustan

Nota bene

Archivalische Höhenflüge

LITERATURTIPP zu k.u.k. Kolonial-Plänen, die auf Seite I der Juli-Zeitreisen thematisiert wurden: In seinem 2017 publizierten Buch ""Europa ist zu enge geworden". Kolonialpropaganda in Österreich-Ungarn 1885-1918" (Wien, Promedia Verlag; 25) macht der Historiker Simon Loidl deutlich... weiter




Schaut diese Marokkanerin von einst traurig? K.u.k. Soldaten (rechts oben mit Kriegsgefangenen 1914) blieben ihr erspart, weiße Herren (rechts unten mit Landesvertreter 1906) nicht. - © Bilder: Kurt Lampert, Die Völker der Erde, 2. Bd., Stuttgart etc. (vor 1908)/Patriotisches Bilderbuch, Wien 1914/Archiv

Österreich-Ungarns Kolonialtraum

K.u.k. Oasen - eine Fata Morgana4

  • Für eine Kolonie der Monarchie warb man anno 1918. Das Ziel hieß Marokko.
  • Nicht nur 100 Jahre zurückgeblättert.

Wüstenbewohner kennen den Spuk der Luftspiegelungen. So kommt es etwa, dass Menschen mit ausgedörrten Kehlen mitten in der Sahara plötzlich einem Trugbild aufsitzen, das ihnen zum Greifen nahe Brunnen und Palmen zeigt. Ausgerechnet im letzten Lebensjahr Österreich-Ungarns tauchte ebenfalls ein phantastisches Oasenbild auf... weiter




In der marxistischen Theorie verankert: Aníbal Quijano (1928-2018) - © gemeinfrei / Carlo Pozo

Soziologie

Die Kolonialität der Macht

  • Zum Tod des peruanischen Soziologen Aníbal Quijano, der im Diskurs über kulturelle Abhängigkeiten ein zentraler Vermittler war.

In Lateinamerika ist der Kolonialismus lange vorbei. Die meisten Länder des Subkontinents erkämpften in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihre Unabhängigkeit - zumindest in adminis-trativer Hinsicht. Viele Effekte der kolonialen Herrschaft allerdings leben fort, auch lange nach Beendigung der militärischen Besatzung... weiter




Der Konstantinsbogen in Rom als Erinnerung an das Imperium Romanum. Doch heute ist die Zeit der Imperien vorbei.

Weltgeschichte

Zeit der Imperien3

  • Ein Rückblick auf die dreitausendjährige Geschichte der Weltreiche - samt nüchterner Würdigung ihrer Leistungen.

Im ersten Jahrtausend vor Christus, zusammen mit vielen Weltreligionen und in der Periode, die Karl Jaspers Achsenzeit genannt hat, entstanden die ersten Imperien der Assyrer und Babylonier. Die Jahrtausende danach wurden von Imperien gestaltet - Persien, Alexander und die Diadochen, China, Rom, Dschingis Khan und die Osmanen, das britische Empire... weiter




Fahrt mit einem Langboot am Inle-See. - © Travnicek

Reportage

Travnicek in Myanmar22

  • Von arbeitslosen Elefanten, kolonialen Restbeständen, versickerndem Tourismus - und dem Fall in ein tiefes Loch: Die österreichische Schriftstellerin Cornelia Travnicek über ihre Eindrücke in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land.

"I dare say it's unfair in some ways and inaccurate in some details, but much of it is simply reporting what I have seen."  (Emma Larkin, "Burmese Days") Elf andere Passagiere befinden sich mit mir im Flugzeug von Heho nach Bagan. Auf dieser typischen Touristenstrecke eine magere Ausbeute... weiter




Ingrid Thurner ist Ethnologin und Publizistin. Sie war unter anderem freie Mitarbeiterin des Weltmuseum Wien und des Museums Niederösterreich sowie Lektorin am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien. - © privat

Gastkommentar

Wer sind hier die Barbaren?2

  • Die Kopftrophäen-Debatte und der Umgang mit dem Fremden in der Gegenwart.

Die Trophäen-Debatte - changierend zwischen Kopfjäger-Mythos, voyeuristischem Gruseln und trockenen Ausstellungsrichtlinien - wirft allerhand Fragen auf, auch zum Umgang mit dem Fremden in der Gegenwart. Museen, Auktionshäuser und Galerien, die auf der moralischen Höhe der Zeit agieren wollen, entfernen präparierte Leichenteile... weiter




Das Königliche Museum für Zentral-Afrika in der Gemeinde Tervuren bei Brüssel ist Museum und Forschungseinrichtung zugleich. - © Rolfmueller, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=684216

Geschichte

"Wir waren ein Propagandainstrument"4

  • Belgien erinnert sich an die Wunden aus der Kolonialzeit im Kongo und krempelt das Kolonialmuseum um.

Brüssel. Der Stadtteil heißt wie ein bekanntes Szeneviertel in Kinshasa und ist vielen Kongolesen in Brüssel seit den 50er Jahren Heimat geworden. In den Friseursalons von Matonge lässt man sich Rastazöpfe in die Haare flechten, aus Bars tönt Reggae, davor diskutieren lautstark Afrikaner, lachen und führen Schmäh... weiter




Gastarbeiter in der DDR: Die "Madgermanes" aus Mosambik im Comic von Birgit Weihe. - © avant

Comics

Neue Bilder von alten Missständen8

  • Der lange Schatten des Kolonialismus: Drei Comics bieten bemerkenswerte Annäherungen an das Thema in zeitgemäßer Form und kritischer Tendenz.

Die kolonialen Bildwelten wuchern in den Hinterköpfen der Europäer. Man wundere sich nicht über weit verbreitete stereotype Vorstellungen von Flüchtlingen etwa aus dem afrikanischen Raum in aktuellen Diskursen. Dagegen bieten drei erfrischend-anregende Comics... weiter




Isolde Charim ist Philosophin und Publizistin und arbeitet als wissenschaftliche Kuratorin am Kreisky Forum in Wien. Foto: Daniel Novotny

Transnationalismus

Ein neuer Kolonialismus42

  • Erdogans Heimholung "seiner" Türken.

Alle sind einer Meinung: Niemand will die Wahlkampfauftritte Erdogans und seiner Adlaten außerhalb der Türkei (außer deren AKP-Anhänger). Alle sind einer Meinung - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Aber ob aus fremdenfeindlichen oder aus demokratiepolitischen Erwägungen - man kommt zu demselben Schluss... weiter




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