• 20. April 2018

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Literatur

Der James Dean des Donbass6

  • Serhij Zhadan ist Übersetzer, Aktivist, Musiker - und der Star der jungen ukrainischen Literatur. Sein neues Werk,"Internat", ist der erste Roman über den Krieg in der Ostukraine.

Serhij Zhadan ist kein Rockstar. Während seine Bandmitglieder an diesem Tag rotweinselig beisammen sitzen, Lieder singen und Witze reißen, lehnt Zhadan an der Hauswand vor der Tür und spult konzentriert ein Interview nach dem anderen ab. Er reflektiert über Heimat, Identität und Sprache. Über Helden und Heilige... weiter




Daniel Galera, Star der jungen brasilianischen Literatur. - © Ullsteinbild/Schleyer

Literatur

Auftakt zur Katastrophe3

  • Der brasilianische Autor und Übersetzer Daniel Galera richtet einen nostalgischen Rückblick auf die wirtschaftlichen und kulturellen Boom-Jahre seiner Heimat.

Porto Alegre, das im Jahr 2001 das erste Weltsozialforum (WSF) und auch die folgenden Ausgaben bis 2003 beherbergte, war einst die Stadt, die aus der Ferne, von Europa betrachtet, für ein anderes Brasilien und neue Tendenzen in Lateinamerika stand. Eine Region, die Diktaturen überwunden hatte, deren Wirtschaft boomte... weiter




Japans Bestsellerautor Haruki Murakami  - © APAweb/AFP, Bagger

Literatur

Aus dem Rahmen gefallen3

  • Haruki Murakami wagt einen kühnen Balanceakt zwischen Künstlerroman, magischem Realismus und Selbstfindungsepos.

Einen verwegenen Balanceakt zwischen Künstlerroman, Schauergeschichte, magischem Realismus und Selbstfindungsepos präsentiert uns der neue Roman von Haruki Murakami, dessen erster Band nun auf Deutsch vorliegt. In den letzten Jahren wurde der 69-jährige japanische Schriftsteller regelmäßig als heißer Kandidat für den Literatur-Nobelpreis gehandelt... weiter




Schillernder Exponent der Moderne: Max Ernst (1891-1976). - © Fred Stein Archive/Getty Images

Literatur

Freigeist und Homme à femmes4

  • Der deutsche Schriftsteller Markus Orths legt einen opulenten Roman über das Leben und die Lieben des Künstlers Max Ernst vor.

Der Maler, Zeichner, Bildhauer und Dichter Max Ernst ist einer der wichtigsten Vertreter des Dadaismus und des Surrealismus - und einer der schillerndsten Exponenten der Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der 1891 im deutschen Brühl geborene und 1976 in Paris gestorbene... weiter




Literatur

Ohne Hoffnung3

  • Theodora Bauers "Chikago": eine Familiengeschichte aus den 1920er und 30er Jahren.

Das Grundthema von Theodora Bauers Roman "Chikago" ist die Loyalität. Ana, das Findelkind mit Zigeunerabstammung, ist es gewohnt, dass man sie übersieht. Dabei ist sie von mächtiger Statur - und auch diejenige, die in der Familie die wichtigen Entscheidungen trifft. Aber in den Augen der Dorfgemeinschaft ist sie ein Niemand... weiter




"Schauspieler des Jahres": Joachim Meyerhoff in "Die Welt im Rücken" im Wiener Akademietheater. - © Christa Fuchs/picturedesk.com

Literatur

Die Wallung der Behauptung

  • Der neuer Roman des vielfach ausgezeichneten deutschen Schauspielers Joachim Meyerhoff erzählt von ersten Engagements und ersten großen Lieben.

Der Regisseur Jan Bosse soll einmal gesagt haben, dass Joachim Meyerhoffs Theaterkunst letztendlich ein Dialog mit den Toten sei. Das könnte man auch seinen Büchern attestieren, die mit vielen Abschieden kämpfen und bei aller Komik immer auch davon sprechen, dass sich seelische Wunden nicht schließen... weiter




Liefert diesmal eine weitgehend unpoetische historische Kolportage: Daniel Kehlmann. - © P. Jungwirth

Literatur

Kothaufen und zitternde Bärte10

  • Eine Wunderkammer des Dreißigjährigen Krieges: In "Tyll" mischt Daniel Kehlmann Fiktion und Fakten.

Die hinreißendste Szene ist, wie Albrecht von Wallenstein Johannes Keplers Horoskop misstraut. Da führt Tyll Ulenspiegel, der gerade bei Kepler zu Gast ist, seinen sprechenden Esel Origenes in die Stube, und der überzeugt Wallenstein von der Gültigkeit der Berechnungen Keplers... weiter




Die Casa Mila in Barcelona von Antoni Gaudi spielt eine Rolle in Dan Browns "Origin", die derzeit eskalierende Unabhängigkeitsdebatte um Katalonien (im Bild: Demo am 3. Oktober) nicht. - © afp/Lluis Gene

Dan Brown

Langer Anlauf ins Nichts5

  • Dan Browns "Origin" verirrt sich in Digitalisierungs-Ängsten, als wären sie ein Gaudi-Bauwerk.

Das mit dem Timing ist halt so eine Sache. Kann gutgehen, kann aber auch schiefgehen. Wenn man zum Beispiel meint, man ist ohnehin der Unschlagbarste, dann kann man es natürlich probieren, sein Buch genau zum Zeitpunkt der Literaturnobelpreis-Verkündung zu veröffentlichen. Das hat Dan Brown gemacht... weiter




Betritt vermintes Gelände: Miljenko Jergovi . - © Miodrag Trajkovi

Literatr

Familienepos als Weltgeschichte

  • Der kroatisch-bosnische Schriftsteller Miljenko Jergović legt in einem packenden Roman-Kaleidoskop Verwerfungen des 20. Jahrhunderts bloß.

Je aberwitziger eine Landesgeschichte anmutet, desto üppiger ist oft die Literatur: Es gibt genügend Erzählstoff. "Ein Schriftsteller profitiert von Tragödien. Am besten ist eigenes Unglück", meint der kroatisch-bosnische Autor Miljenko Jergović trocken... weiter




Literatur

Kosmopolitismus und Kleinstaaterei3

  • Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse präsentiert einen virtuosen Roman über das Kräftefeld, das in Europas Hauptstadt wirkt.

Ein mysteriöser Mord mit verschwundener Leiche im Hotel Atlas in Brüssel. Und ein herrenlos durch Brüssel laufendes Schwein. Verschwörungstheorien über ein geheimes Netzwerk katholischer Killer, Beschreibungen des Treibens der EU-Bürokratie, die sich aus Zynikern, Idealisten und Schreibtischhengsten aller Mitgliedsstaaten zusammensetzt... weiter




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