• 24. Juni 2018

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Nicht zu stoppen: Martin Walser, Jahrgang 1927. - © Ullsteinbild/Ulrich Baumgarten

Literatur

Wider den Zeitgeist10

  • Martin Walser legt in seinem neuen Roman eine ironische und zugleich schonungslos ehrliche Beichte ab. Ein Kolloquienband schärft das Profil des Autors nach.

Martin Walser ist, selbst im 90. Lebensjahr, nicht zu stoppen: Nun ist er sogar unter die Blogger gegangen! Zumindest fiktional, denn sein neuer Roman "Gar alles" ist vorgeblich ein Weblog, den sein fiktionaler Protagonist Justus Mall beginnt, um so "Briefe an eine unbekannte Geliebte" zu schicken, wie der Untertitel verrät... weiter




Gerhart Hauptmann im Garten seiner Villa Wiesenstein, um 1942. - © Ullsteinbild

Literatur

Ein undeutlicher Mann

  • Der deutsche Schriftsteller Hans Pleschinski würdigt seinen berühmten Zunftgenossen Gerhart Hauptmann mit dem ungewöhnlichen Roman "Wiesenstein".

Eine Zeitlang war er der wohl berühmteste Dichter in Deutschland, ein Mann von Stand und repräsentativem Auftreten, der seine Außenwirkung dann auch über seine äußere Erscheinung bezog, den bemerkenswerten Kopf und das prächtig abstehende, weiße Haupthaar. So stellt man sich einen Dichter und Denker vor, der es im Leben zu etwas gebracht hat... weiter




"Mein Stil ist nun einmal essayhaft": Heinrich Steinfest im elterlichen Garten in Wien. - © Jaschke

Literatur

Der Phantast2

  • Eine Frau, die sich selbst bestraft, ist die Heldin von Heinrich Steinfests neuem Roman "Die Büglerin". Der Autor spricht über sein Œuvre, seine Ängste und seine Wiener Wurzeln.

Tatsächlich - seine Hose hat Bügelfalten. Darauf haben Journalisten und Leser bei Heinrich Steinfest, dem Schöpfer des einarmigen Detektivs Cheng und wahrhaft phantastischer Romanwelten, neuerdings ein Auge. Denn die Protagonistin seines neuen Romans "Die Büglerin" ist eine Frau, die Bügeln zum Beruf macht - mehr als das: Bügeln zur Kunst erhebt... weiter




Sein Roman löst kontroverse Debatten aus: Fernando Aramburu. - © Wikimedia / Creative Commons

Literatur

"Es war keine rosige Zeit"1

  • Fernando Aramburu lebt seit langem in Deutschland. Mit seinem großen ETA-Roman "Patria" stemmt er sich gegen das Vergessen des Terrors im Baskenland.

Am Tag zuvor kam er von einer zehntägigen Argentinienreise zurück und ist noch ziemlich müde. In Ländern, die einen Bürgerkrieg oder eine Diktatur hinter sich haben, stößt Fernando Aramburus Roman "Patria", der kürzlich auf Deutsch erschienen ist, auf besonderes Interesse... weiter




Literatur

Der James Dean des Donbass6

  • Serhij Zhadan ist Übersetzer, Aktivist, Musiker - und der Star der jungen ukrainischen Literatur. Sein neues Werk,"Internat", ist der erste Roman über den Krieg in der Ostukraine.

Serhij Zhadan ist kein Rockstar. Während seine Bandmitglieder an diesem Tag rotweinselig beisammen sitzen, Lieder singen und Witze reißen, lehnt Zhadan an der Hauswand vor der Tür und spult konzentriert ein Interview nach dem anderen ab. Er reflektiert über Heimat, Identität und Sprache. Über Helden und Heilige... weiter




Daniel Galera, Star der jungen brasilianischen Literatur. - © Ullsteinbild/Schleyer

Literatur

Auftakt zur Katastrophe3

  • Der brasilianische Autor und Übersetzer Daniel Galera richtet einen nostalgischen Rückblick auf die wirtschaftlichen und kulturellen Boom-Jahre seiner Heimat.

Porto Alegre, das im Jahr 2001 das erste Weltsozialforum (WSF) und auch die folgenden Ausgaben bis 2003 beherbergte, war einst die Stadt, die aus der Ferne, von Europa betrachtet, für ein anderes Brasilien und neue Tendenzen in Lateinamerika stand. Eine Region, die Diktaturen überwunden hatte, deren Wirtschaft boomte... weiter




Japans Bestsellerautor Haruki Murakami  - © APAweb/AFP, Bagger

Literatur

Aus dem Rahmen gefallen3

  • Haruki Murakami wagt einen kühnen Balanceakt zwischen Künstlerroman, magischem Realismus und Selbstfindungsepos.

Einen verwegenen Balanceakt zwischen Künstlerroman, Schauergeschichte, magischem Realismus und Selbstfindungsepos präsentiert uns der neue Roman von Haruki Murakami, dessen erster Band nun auf Deutsch vorliegt. In den letzten Jahren wurde der 69-jährige japanische Schriftsteller regelmäßig als heißer Kandidat für den Literatur-Nobelpreis gehandelt... weiter




Schillernder Exponent der Moderne: Max Ernst (1891-1976). - © Fred Stein Archive/Getty Images

Literatur

Freigeist und Homme à femmes5

  • Der deutsche Schriftsteller Markus Orths legt einen opulenten Roman über das Leben und die Lieben des Künstlers Max Ernst vor.

Der Maler, Zeichner, Bildhauer und Dichter Max Ernst ist einer der wichtigsten Vertreter des Dadaismus und des Surrealismus - und einer der schillerndsten Exponenten der Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der 1891 im deutschen Brühl geborene und 1976 in Paris gestorbene... weiter




Literatur

Ohne Hoffnung3

  • Theodora Bauers "Chikago": eine Familiengeschichte aus den 1920er und 30er Jahren.

Das Grundthema von Theodora Bauers Roman "Chikago" ist die Loyalität. Ana, das Findelkind mit Zigeunerabstammung, ist es gewohnt, dass man sie übersieht. Dabei ist sie von mächtiger Statur - und auch diejenige, die in der Familie die wichtigen Entscheidungen trifft. Aber in den Augen der Dorfgemeinschaft ist sie ein Niemand... weiter




"Schauspieler des Jahres": Joachim Meyerhoff in "Die Welt im Rücken" im Wiener Akademietheater. - © Christa Fuchs/picturedesk.com

Literatur

Die Wallung der Behauptung

  • Der neuer Roman des vielfach ausgezeichneten deutschen Schauspielers Joachim Meyerhoff erzählt von ersten Engagements und ersten großen Lieben.

Der Regisseur Jan Bosse soll einmal gesagt haben, dass Joachim Meyerhoffs Theaterkunst letztendlich ein Dialog mit den Toten sei. Das könnte man auch seinen Büchern attestieren, die mit vielen Abschieden kämpfen und bei aller Komik immer auch davon sprechen, dass sich seelische Wunden nicht schließen... weiter




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