• 17. Februar 2019

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Das Wissen um Einzelschicksale (hier eine - durchaus diskussionswürdige - Darstellung von Anne Frank bei Madame Tussauds Amsterdam) macht den Holocaust begreifbarer. Was fehlt ist ein breiterer Zugang zur Täterperspektive.  - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Plädoyer für ein Holocaust Museum in Wien10

  • Es ist vor allem an der Zeit, die Geschichte der Täter und Täterinnen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Anne Frank, überall. Wer Amsterdam besucht, kommt an ihr kaum vorbei. Selbst wenn man nicht das Anne Frank Haus besucht, scheint sie allgegenwärtig. Vergangene Woche begegnete sie mir im Rahmen einer künstlerischen Installation am Dam, dem Hauptplatz des mittelalterlichen Kerns der Stadt, an dem sich auch der Königspalast befindet... weiter




Anna Wexberg-Kubesch, Initiatorin des Erinnerungsprojekts NEVER/FORGET/WHY?, in der Volkshalle des Rathauses, in dem bis Mittwoch 15.000 Karten für 15.000 nach Theresienstadt deportierte und ermordete Kinder zu sehen sind. Aufgefädelt auf Schnüre veranschaulichen sie die unvorstellbare Zahl abrupt beendeter Leben. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Authentisches Erinnern4

  • Bis Mittwoch sind die mehr als 15.000 im Rahmen des Erinnerungsprojekts NEVER/FORGET/WHY? gestalteten Karten für 15.000 nach Theresienstadt deportierte und ermordete Kinder in der Volkshalle im Wiener Rathaus zu sehen.

"Schwarzes, stummes Krematorium Höllentor, Leichenstoß. Glitschige, steife Körper schleppe ich, Grau geworden bin ich über Nacht. Hier liegt mein Sohn, mein kleiner Sohn. Die Fäustchen in den Mund gebissen. Wie kann ich dich ins Feuer werfen – hier! Deine schönen goldenen Haare. (...) Elende Sonne, warum schweigst du... weiter




Komplizierte Beziehungsgeflechte in "Shtisel". Netflix zeigt die israelische Serie aus der charedischen Welt aktuell mit deutschen Untertiteln. Besonders charmant sind die jiddischen Passagen. - © Netflix

Jüdisch leben

Bei den Shtisels wird dauernd geraucht19

  • Die israelische Serie "Shtisel", die eine Familie aus Jerusalem porträtiert, ist nun in Europa auf Netflix zu sehen und gibt Einblicke in den Alltag charedischer Jüdinnen und Juden.

Wann haben Sie zuletzt in einer aktuellen TV-Serie gesehen, dass ständig jemand an einer Zigarette zieht? In der israelischen Produktion "Shtisel" sind die meisten der männlichen Charaktere Kettenraucher. Dafür ist Fernsehen tabu. Und ein Handy mit Internetzugang ebenso... weiter




Vor einiger Zeit klebten in Wiener U-Bahnzügen Post-Its mit allerlei Botschaften. Allesamt regten zur Reflexion an. Wohin ich heute gehen würde, wäre es notwendig, Österreich zu verlassen? Ich weiß es nicht. - © Alexia Weiss

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Flucht14

  • Kurz bevor ein Richter seine Entscheidung bekannt gibt, kommen einem die merkwürdigsten Gedanken. Ist es eine Asylverhandlung, geht es um die Existenz von Menschen.

Da standen wir also im Gerichtssaal, nachdem der Richter seinen Richterhut aufgesetzt und mit einer Handbewegung gedeutet hatte, es sollten sich alle erheben. Ich war nervös, ich hatte ein Unruhegefühl vor allem in der Bauchgegend, ich fuhr mit der Spitze des rechten Zeigefingers über die Haut neben dem Daumennagel, hin und her, hin und her... weiter




Rachel Brosnahan als Miriam "Midge" Maisel in Amy Sherman-Palladinos durch und durch jüdischer Serie "The Marvelous Mrs. Maisel".  - © Sarah Shatz/Amazon Prime

Jüdisch leben

So marvelous!17

  • Streaming-Anbieter eröffnen auch neue Möglichkeiten im Unterhaltungssegment Serie: Hier können auch Nischenthemen und Minderheiten in den Mittelpunkt gestellt werden - wie in "The Marvelous Mrs. Maisel". Und Mrs. Maisel ist just fabulous!

Schon die Einstiegsszene ist zum Niederknien: Eine ausgelassene Hochzeitsgesellschaft, es wird gespeist, die Braut ergreift das Wort. Nach ein paar Scherzen darüber, dass sie am Ende doch keinen Goi, sondern einen Juden, Joel Maisel, geheiratet hat, lässt sie die Gäste wissen, dass in den Frühlingsrollen doch Shrimps waren... weiter




Alexia Weiss - © Paul Divjak

Jüdisch leben

"Ein trauriger Tag für die Juden"15

  • Pinchas Goldschmidt beklagt das mit Jänner in Flandern (Belgien) in Kraft getretene Schächtverbot.

Pinchas Goldschmidt, Vorsitzender der Europäischen Rabbinerkonferenz, verabschiedete sich mit bitteren Worten vom Jahr 2018: "Heute ist der letzte Tag, an dem in Belgien koscheres Fleisch und Geflügel für die jüdischen Gemeinden in Antwerpen und Brüssel geschlachtet werden kann... weiter




Alexia Weiss - © Paul Divjak

Jüdisch leben

"Jüdische Weihnachten"7

  • Interessanterweise führt das christliche Fest in der Familie zu Gesprächen über die eigene Religion und Religion an sich. Und so wird Weihnachten doch auch irgendwie zur besinnlichen Zeit, selbst wenn man es nicht feiert.

"Bekommst du zu deinen Weihnachten auch Geschenke?", wurde das Kind heuer von anderen in der Schule gefragt. Es ist nicht das erste Mal. Und ich weiß nicht, ob es erklärt hat, dass es keine jüdischen Weihnachten gibt oder dass das Chanukka-Fest heuer schon vorbei ist oder ob es einfach nur gesagt hat, ja, ich kriege da auch etwas geschenkt... weiter




Die Mädchen und Buben, die in der NS-Zeit mit Kindertransporten gerettet werden konnten, durften in kleinen Köfferchen nur wenige Habseligkeiten in ihr neues Leben mitnehmen. - © Rosie Potter/Museum "Für das Kind"

Jüdisch leben

Auch Überleben kann traurig sein9

  • Milli Segals Museum "Für das Kind" über die Kindertransporte-Kinder ist in die Urania übersiedelt.

In den vergangenen Tagen kamen mir auf Facebook immer wieder Fotos von der berührenden Skulptur, die einen kleinen Buben zeigt, unter. Das Kunstwerk der Bildhauerin Flor Kent steht am Westbahnhof und erinnert an die Kindertransporte (und wurde wahrscheinlich auch deshalb rund um die Großdemonstration gegen die amtierende ÖVP-FPÖ-Regierung am... weiter




Am letzten Channuka-Abend dieses Jahres eröffnete Sonntag Abend der Book Shop Singer, nun mit Café, neu am Rabensteig. Rabbiner Pardes zündete im Rahmen der Feier das letzte Licht gemeinsam mit dem Nachwuchspianisten Natan Sugar. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Jüdische Buchhandlung wiedereröffnet33

  • Aus dem Jüdischen Museum Wien musste die Buchhändlerin Dorothy Singer ausziehen – am Sonntag eröffnete sie ihre nun um ein koscher-milchiges Café erweiterte Buchhandlung Cafe Book Shop Singer neu. Touristen und am jüdischen Wien Interessierte finden am Rabensteig nun auch einen Infopoint der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien.

Full house am Rabensteig: Dorothy Singer lud am Sonntag zur Eröffnung ihres neuen Cafe Book Shop Singer, der nun in Räumlichkeiten der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien neben dem Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) untergebracht ist. Aus dem Jüdischen Museum Wien musste Singer vergangenes Jahr ausziehen... weiter




Alexia Weiss - © Paul Divjak

Jüdisch leben

Religion ist Elternentscheidung49

  • Genauso wie die Wahl des Kinderarztes, der Kleidung oder des Essens. Der Staat hat nur einzugreifen, wenn das Kindeswohl in Gefahr ist – wie bei Gewalt oder Missbrauch.

Verbotsdiskussionen, die sich um religiöse Symbole drehen, laufen stets in verschiedene, aber immer vorhersehbare Richtungen. Wenn es um das Kopftuch von Muslimas geht, ist rasch der Begriff Integration zur Hand. Wird dann moniert, dass hier zu Lande nach dem Gleichheitsgrundsatz vorgegangen werden muss... weiter




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