• 14. November 2018

  • RSS abonnieren
  • Wiener Zeitung auf Facebook
  • Auf Twitter verfolgen
  • Wiener Zeitung auf Google+
  • Apple App Store
  • Google Play Store

Sie sind hier:



Schlagwortsuche

Blick ins "Museum der Pupenspielkultur" im tschechischen Chrudim. Foto: Eder

Kunst

Hölzerne Spaßmacher

  • Bis zum Beginn des 19. Jahrhundert genoss das Puppentheater den Zuspruch breiter Volksschichten. Heute gibt es nur noch gezähmte Hanswürste.

Ein rotes Hemd, der vom Vogelschnabel zur Hakennase mutierte auffällige Gesichtserker und die Zipfelmütze - das sind die äußeren Erkennungsmerkmale einer komischen Figur, die seit dem Mittelalter aus dem Repertoire des Figuren- und Objekttheaters nicht mehr wegzu-denken ist: der Kasperl... weiter




Der Klang der Glocken bestimmte jahrhundertelang die Abläufe des städtischen Lebens. Foto: Bilderbox

Kultur

Die Stadt als Klangraum

  • Die Geräusche und Lärmbelästigungen des städtischen Lebens stören zwar die Bewohner, inspirieren aber manchmal Komponisten.
  • Stille bedeutet Abwesenheit von etwas oder jemandem. Auf dieser Welt gibt es keine absolute Stille, sowie es auf ihr auch kein absolutes Vakuum gibt.

Lautlosigkeit bedeutet uns aber nicht nur Abwesenheit, wie das "Komme gleich!" an der Ladentür, sondern auch endgültiges Verschwinden. Totenstille. Ewiges Schweigen. Das ist der bedrohliche Aspekt der Stille, obwohl diese immer auch als Nährboden für Entwicklung und als Voraussetzung für die Möglichkeit zur inneren Einkehr gilt... weiter




Zeitgemäßes Klavier-Design: Der "Audi"-Flügel von Bösendorfer. Foto: Bösendorfer

Kultur

Suche nach dem idealen Klang1

  • Der moderne Konzertflügel ist ein musikalisches Präzisionsinstrument, an dem sich - nach Meinung der Experten - kaum noch etwas verbessern lässt.
  • "O Freunde, nicht diese Töne!" - Diese Worte setzte Beethoven Schillers Ode voran und ließ sie im 4. Satz seiner neunten Symphonie Klang werden.

WithAnchors Sie gelten aber auch für Beethovens Kampf als Klaviervirtuose und Komponist gegen die Unzulänglichkeiten damaliger Tasteninstrumente. Heutige Konzertflügel stellen allerdings einen (nur mehr in Nuancen weiter entwickelbaren) Höhepunkt der Klavierbaukunst dar... weiter




Die berühmte "unsichtbare Hand" des Marktes kann zuweilen auch harte Schläge austeilen: Hier sieht man etwa eine Arbeitslosenschlange in New York. Foto: epa/ Lane

Kultur

Suche nach dem Machbaren

  • Wer die gegenwärtige Wirtschaftskrise begreifen will, darf gedanklich nicht bei den großen alten Gesellschaftstheorien verharren.
  • Nestroys sozialkritische Feststellung "So gibt´s viel gute Mensch´n, aber grundschlechte Leut´" ist weit mehr als bloß ein sarkastisches Bonmot. Mit dieser profunden Definition hat er auch die marxistische Analyse des Kapitalismus vorweggenommen.

Gemäß dieser ist der Mensch ja von Natur aus ein soziales, solidarisches Wesen, das nur eben leider durch die bestehenden kapitalistischen Produktionsverhältnisse deformiert wird. Gemeinsame Vernunft? Die klassische Nationalökonomie geht hingegen von einer genau entgegengesetzten These aus: Der Mensch sei von Natur aus egoistisch... weiter




Wer kennt noch Schillers Verse? Bild: ArchivBild: Archiv

Bildung

Kulturelle Bildung - Quo Vadis?

  • Quo vadis? In einer Zeit, in der Lateinkenntnisse schulisch immer mehr verkommen, werden viele junge und jüngere Menschen diese Frage gar nicht mehr verstehen.

Wobei wir natürlich nicht nur an den Titel des berühmten, einst zur Bildungslektüre zählenden Romans von Henryk Sienkiewicz denken, sondern die Frage nach dem Rang stellen, den die kulturelle Bildung in unserer Gesellschaft und in der Schule im Besonderen einnimmt... weiter




Wien

Am liebsten mit etwas Distance

  • Dem Bonmot von Helmut Qualtinger, "Wien wär´ eh schön - wenn nicht die vielen Wiener wären", kann Lotte Tobisch, ebenfalls Urwienerin und Beinahe-Jahrgangskollegin des früh verstorbenen Multitalents, nicht ganz zustimmen.

"Das Gleiche könnte man beispielsweise über Paris und die Pariser sagen." Aber in Wien leben nun einmal Wiener. Allerdings klingt das Urteil der Schaupielerin über ihre Mitbürger auch nicht eben schmeichelhaft: "Das Grausliche hier ist die uneigennützige Gemeinheit... weiter




Ägypten

Land der Ursprünge

  • Ägypten. Schon das Wort eine Wucht, ein flirrender Gongschlag, der Schlag einer Glocke mit Nachhall:

Ä / gyp / ten! Das Wort wie ein Lockruf. Komm, schlug die Glocke, Welt /wun / der erwarten dich, Pyramiden, komm! Und in meinem Kopf längst skizziert dieser Weltwunderleuchtturm. Bilderschriftengeflirr Und um diesen ins Zeichenblatt reihte ich Pyramiden, um an deren Wänden zu scheitern: Inschriften, Schriftbänder, Götterbilder, Zeichen und Bilder... weiter




Blick von der Gediminas-Burg, benannt nach dem gleichnamigen Stadtgründer, auf die Stadt.

Kultur

Vilnius im gebremsten Aufwind

  • Die Altstadt von Vilnius beginnt am südlichen Stadttor. Wer von hier durch die einstige Hauptstraße flaniert, ist sofort mittendrin im viel gerühmten Postkartenidyll des Unesco-Weltkulturerbes. In ihm reihen sich historische Bauwerke von der Gotik bis zum Klassizismus aneinander wie Perlen an einer Schnur. Die Fassaden der alten Gemäuer wirken wie frisch gestrichen - die Stadt hat sich herausgeputzt für ihren neuesten Titel: 2009 ist Vilnius zusammen mit Linz europäische Kulturhauptstadt.

Damit verknüpft ist immer auch eine erhöhte internationale Aufmerksamkeit. Doch um die besondere Ausstrahlung der baltischen Metropole wissen viele Europäer längst. Durch die Burgstraße schieben sich Menschentrauben. Wortfetzen in Italienisch, Belgisch und Englisch fliegen hin und wieder durch die Luft... weiter




Kultur

"Psychopompos", das ist der Seelenbegleiter

  • Zum 75. Geburtstag des Dramaturgen, Germanisten und vielseitigen Kulturmenschen Gerhart Rindauer.

Sommer 1952. Der 19jährige Germanistikstudent Gerhart Rindauer wird von seinem Vater, einem Handlungsreisenden, ins Salzburgische mitgenommen. In einem Gasthof in Lend kehren sie am 20. August zu Mittag ein; der Vater weiß, wo man gut isst. Er macht den Sohn darauf aufmerksam, dass drüben am Fenster in einer Nische Thomas Mann speist... weiter




In der biblischen Geschichte verwandelt Kain die Scham über das abgelehnte Opfer in eine Schuld, indem er seinen von Gott bevorzugten Bruder Abel erschlägt. Holzschnitt von Albrecht Dürer. Bild: Archiv

Kultur

Die Macht archaischer Gefühle

  • Kulturwissenschaftliche Gedanken zum Verhältnis zwischen Scham und Schuld.

Franz Kafkas berühmter Roman "Der Process" endet mit einem grotesk-schaurigen Bild: Der Held wird von zwei fremden Männern an einen unwirtlichen Ort am Rande der Stadt verschleppt und dort von ihnen zugleich erwürgt und erstochen: " Wie ein Hund! sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben... weiter




zurück zu Schlagwortsuche


Werbung