• 18. September 2018

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Anthea Hamilton verordnet dem Hauptraum der Secession eine Karo-Kur. - © Sophie Thun

Ausstellungskritik

Karo und Kroko1

  • Anthea Hamilton, Anne Speier, James Richards & Leslie Thornton in der Secession.

Der Hauptraum der Secession ist durch das Hamilton-Schottenkaro in ein rot-blau-weißes Raster getaucht, auch am Boden herrscht "The New Life" von Anthea Hamilton. Sie stammt nicht aus dem schottischen Clan, der dieses Muster trägt. Doch auch das Namenspiel zum Karo gibt der sakralen Architektur eine performative Öffnung... weiter




Dora Kallmus dokumentierte mit ganz eigener Ästhetik das Leben entwurzelter Menschen. - © Sammlung Julius Hummel, Wien

Ausstellungskritik

Die Psyche und der "dritte Mann"2

  • Das Photoinstitut Bonartes präsentiert Dora Kallmus’ Porträts der Entwurzelung von 1948.

Nachdem sie selbst alles verloren und als jüdischer Flüchtling drei Jahre in den französischen Bergen bei Lyon überlebt hatte, kam die Mode- und Glamourfotografin Dora Kallmus (Madame D’Ora) 1946 und 1948 zurück nach Wien. Sie wollte ihren Familienbesitz in Frohnleiten zurück, und sie traf und fotografierte Viktor Matejka, der versuchte... weiter




Aus den Bilderchroniken der Wiener Moderne: Gustav Klimt im Garten seines Ateliers. - © ÖNB/Wien

Ausstellungskritik

Spagat hinter der Kamera

  • Das Leopold Museum präsentiert den Klimt-Freund und Fotografen Moriz Nähr.

Ganz im Gegensatz zu seinen Freundschaftsbildnissen von Gustav Klimt blickt uns der Fotograf Moriz Nähr (1859-1945) um 1900 mit dämonisch-ernstem Blick an. Doch nicht jedes Selbstbildnis zeigt eine derart strenge Pose - auch als Imperator mit Reichsapfel beim Gschnasfest und als Possenreißer tritt er vor die Kamera... weiter




Eine erfrischend freche Präsentation künstlerischer Positionen: "Mind Expander" von Haus-Rucker-Co im Vordergrund und im Hintergrund "La vedova blu", die blaue Spinne von Pino Pascali. - © Lisa Rastl/Mumok

Ausstellungskritik

Wilde Mischung

  • Das Mumok präsentiert in "55 Dates" die Höhepunkte aus der Sammlung und gibt dazu einen neuen Katalog heraus.

Jede neue Sammlungspräsentation stellt eine subjektive wie neue Geschichtsschreibung eines Museums dar. Diesmal ist die Zusammenarbeit zweier Kuratoren, der Sammlungsleiterin Susanne Neuburger und des Leiters der Vermittlungsabteilung Jörg Wolfert, kombiniert mit einem Katalog... weiter




Florentina Pakosta: "Revolverkopf" aus 1979. - © Bildrecht, Wien, 2018

Ausstellungskritik

Verschwinden des Subjekts3

  • Die Albertina präsentiert eine große Personale der Wiener Künstlerin Florentina Pakosta.

Zum 85. Geburtstag zelebriert die Albertina eine große Personale für die gesellschaftskritische Wiener Künstlerin Florentina Pakosta, die mit Vorliebe männliche Netzwerke und Machtspiele entlarvt. Nachdem sie hier schon 1984 und 2003 mit ihrem grafischen Frühwerk zu sehen war... weiter




Olaf Nicolai: Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz. Ballhausplatz, Wien - Foto: © Iris Ranzinger, KÖR GmbH, 2014

Ausstellungskritik

Bilder betreten1

  • Konzeptkünstler Olaf Nicolai bespielt neben der Kunsthalle mehrere Orte in Wien mit "There Is No Place Before Arrival".

Seit 25 Jahren ist der deutsche Konzeptkünstler Olaf Nicolai, der 1983 bis 1988 in Leipzig, Budapest und Wien Germanistik studierte und über die "Wiener Gruppe" seine Dissertation schrieb, aus dem Kunstbetrieb nicht mehr wegzudenken. Zweimal Documenta... weiter




Dora Kallmus’ Porträtfoto machte Maurice Chevaliers charakteristische Pose zur Visitkarte des Künstlers. - © Photoinstitut Bonartes, Wien

Ausstellungskritik

Vom Glamour zum Entsetzen2

  • "Machen Sie mich schön, Madame D’Ora!": das Leopold Museum zeigt die Fotografin Dora Kallmus.

Eigentlich wollte die 1881 in Wien in eine gutbürgerliche jüdische Familie geborene Dora Philippine Kallmus Schauspielerin werden, auch zur Mode fühlte sie sich hingezogen. Doch es wurden 50 Jahre als Fotografin mit Ateliers in Wien und Paris: Vielleicht war es der Vater, der lieber diese Ambitionen unterstützte... weiter




Nächtliche Schwingungen: Xenia Hausners "Die Nacht der Skorpione". - © Bildrecht

Ausstellungskritik

Tiger und Skorpione

  • Die Albertina zeigt in der Basteihalle etwa achtzig Werke aus ihrer Contemporary-Art-Sammlung.

Einige interessante Neuankäufe, etwa von der amerikanischen Künstlerin Kiki Smith, reihen sich im Einblick auf die Contemporary Art-Schiene der Albertina zu Schenkungen, Leihgaben und bereits vorhandenen Positionen. Von den etwa 80 gezeigten Werken werden einige wenige Positionen im Herbst umgehängt... weiter




Lutz Bachers Tafeln hinterfragen vorgegebene Strukturen. - © P. Mochi

Ausstellungskritik

Die Seele und der Automat2

  • Rauschen in Geräten: Die Secession zeigt Anthony Hubermans Themenschau "Andere Mechanismen/Other Mechanisms".

Wenn künstlerische Positionen an den selbständig agierenden Kaffeeautomaten aus Peter Patzaks Krimiserie "Kottan ermittelt" erinnern, läuten Alarmglocken: In der interessanten wie brisanten Themenschau "Andere Mechanismen" versucht die Secession über die Sommermonate, Sand ins Getriebe der neuen Maschinen, die uns beherrschen, zu streuen... weiter




Raubbau an der Natur? - Ein Cape aus den gekräuselten Federn eines Hähnchens (Frankreich, um 1895). - © Victoria & Albert Museum

Ausstellungskritik

Smaragdkäferflügel und Plastikmüll1

  • Eine etwas andere Modeausstellung: "Fashioned from Nature" im Victoria & Albert Museum in London.

Die Spinndrüsen der Seidenraupen bekamen kurz vor 1900 industrielle Konkurrenz. Endlos spucken Maschinen seither "cellulosische Filamentgarne" aus, als Kunstseide oder Glanzstoff auf dem Weltmarkt. Auch was sonst der Mensch auf seiner Haut trägt, spendet selten nur noch Mütterchen Natur - wie den Wolfspelz, die Mohairweste, die Federboa... weiter




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