• 14. November 2018

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Der Körper als künstlerisches Medium: Günter Brus’ "Transfusion", 1965-1999. - © Günter Brus/L. Hoffenreich

Ausstellungskritik

Der Aktionist im Museum

  • Das Belvedere präsentiert im 21er Haus Günther Brus zum 80. Geburtstag mit "Unruhe nach dem Sturm".

Es war in den letzten Publikationen zum Werk von Günter Brus, Jahrgang 1938, schon zu merken: Die Kunstgeschichte wird umgeschrieben, auch die der Hauptvertreter des Wiener Aktionismus. Das geht auf die Protagonisten selbst zurück, aber auch auf Dissertationen wie jene Almuth Spieglers und rezente Forschungen Johanna Schwanbergs zu Brus’... weiter




Aus Josef Mikls Skizzenheft "Letzte Reise des Wunderpferdes (auch Zauberpferd genannt)", 1951. - © Wien Museum

Ausstellungskritik

Karikaturen contra Journaille

  • Das Wien Museum präsentiert im Musa die andere Seite Josef Mikls: das satirische Werk.

Als Maler war Josef Mikl (1929- 2008) Mitglied des Art Clubs, gehörte der Gruppe um Otto Mauer in der Galerie nächst St. Stephan an, und bekam einer der ersten Personalen 1963 im neu gegründeten Museum des 20. Jahrhunderts. Als er 1968 Österreich auf der Biennale vertrat und im Jahr darauf Professor an der Akademie wurde, galt er als anerkannt... weiter




Schwarz auf Grün: Gerlinde Thuma: "AEOLUS strichcode". - © Krauss

Ausstellungskritik

Aquaplaning auf der Leinwand1

  • Im Kunstraum Nestroyhof präsentiert Lassnig-Schülerin Gerlinde Thuma die Ausstellung "Zeitgleiche Räume".

Raum, Zeit und Bewegung sind die künstlerischen Leitlinien von Gerlinde Thuma, die nach der Kunstschule Herbststraße, 1980 in Maria Lassnigs Meisterklasse an der Angewandten aufgenommen wurde. Dort hat sie der Animationsfilm und das in Kadern bewegte Bild mehr fasziniert als die Neigung ihrer Lehrerin zu starken Ölfarben... weiter




Zu Gerhard Gutrufs Bilderserien gehören auch Ansichten des Kolosseums in Rom. - © Gutruf/Landesgalerie

Ausstellungskritik

Kritischer Blick in den Milchkrug3

  • Die Burgenländische Landesgalerie in Eisenstadt präsentiert die Schau "Gutruf. Vermeer und mehr".

Gerhard Gutruf wird von Julian Schutting als Konstruktivist bezeichnet, doch er könnte auch als konkreter Maler durchgehen oder nur als postmoderner. Letzten Endes passt keiner dieser Begriffe genau. Fest steht nur, dass Gutruf, Schüler von Sergius Pauser, Josef Mikl und Lois Egg, mit drei Studien an der Akademie am Schillerplatz... weiter




Femme fatale und Spionin: Mata Hari. - © Collection

Ausstellungskritik

Vom Elend der friesischen Versuchung12

  • Mit der Ausstellung "Mata Hari - Mythos und Mädchen" ehrt das Friesische Museum in Leeuwarden die berühmteste Tochter der angehenden Europäischen Kulturhauptstadt.

Leeuwarden. Das Leben ist ein düsterer, tragischer Kreislauf, aus dem es kein Entkommen gibt. Zumindest, wenn man Margaretha Geertruida Zelle heißt, von Kind an latent zwischen Luxus und Mittellosigkeit geschwankt und eine ausgeprägte Schwäche für Männer in Uniform hat - in einer Zeit, in der das eher verdächtig macht... weiter




Wie der Traum eines Gebäudes erscheint Francesco Borrominis Studie zur Fassade des Oratorio dei Filippini. - © Albertina

Ausstellungskritik

Visionen in Stein3

  • Die Albertina zeigt den ersten Teil der Schau "Meisterwerke der Architekturzeichnung".

Laut sei das Lob der Laien gesungen. Letzten Endes nämlich haben wir ihnen diese wunderbaren Architekturzeichnungen zu verdanken, mit denen die Albertina in ihrer Schau "Meisterwerke der Architekturzeichnung" das Auge des Betrachters verführt, nachdem er in der zur Stiege führenden Halle an den erstmals seit 200 Jahren ausgestellten Basaltbüsten... weiter




Der Tanz diente den Kinetistinnen als eine Quelle der Inspiration - so auch Marianne (My) Ullmann bei einer ihrer beiden Bildtafeln "Die vier Evangelisten" (1926). - © Universität für angewandte Kunst Wien,

Ausstellungskritik

Vom Kunstgewerbe zur Kunstpille

  • Das MAK zeigt die Schau "Ästhetik der Veränderung. 150 Jahre Universität für angewandte Kunst Wien".

Die ehemalige Kunstgewerbeschule, die nach 1945 in Akademie für angewandte Kunst umbenannt, in den 1970ern in eine Hochschule umgewandelt wird und schließlich Universitätsstatus erhält, wird, parallel zur 200 Jahre älteren "Bildenden", meist nur als die "Angewandte" bezeichnet... weiter




Jonathan Monk bezieht sich in "A Copy of Deflated Sculpture No. 1" auf "Rabbit" von Jeff Koons. - © Monk/Casey Kaplan/Adam Reich

Ausstellungskritik

Mona Lisas Nasenbären

  • Die Kunsthalle Krems widmet sich dem Thema "Remastered. Die Kunst der Aneignung".

Den Römern sagte die Kunstgeschichte jahrhundertelang nach, sie hätten die Kunst der Griechen kopiert. Zwar stimmt das nur partiell, aber die Antike wurde auch im Mittelalter weiter tradiert. Erst recht ging die Kopiererei in der Renaissance weiter, als Großkünstler wie Leonardo dachten... weiter




Zionismus und Kommunismus vereinen sich in der Fahne des österreichischen Teils der Poale-Zion-Bewegung. - © Yad Tabenkin/Sebastian Gansigler

Ausstellungskritik

Verlorenes Paradies

  • Das Jüdische Museum zeigt eine umfangreiche Ausstellung zum Thema Judentum und Kommunismus.

Diese Ausstellung ist in jeder Hinsicht zu: zu groß auf zu kleinem Raum, zu detailfreudig, zu pauschal, zu unübersichtlich, zu kulinarisch, zu verkopft. Es ist eine Ausstellung, für die man sich einen halben Tag Zeit nehmen sollte, mindestens, die man, im Idealfall, mehrmals besucht... weiter




Anita Leisz erklärt den chemischen Vorgang zur Kunst. - © Belvedere

Ausstellungskritik

Solo für Zinkfraß

  • Das 21er Haus präsentiert eine Personale der österreichischen Künstlerin Anita Leisz.

Bei Annäherung an das 21er Haus von der Seite des Schweizergartens überragen 15-stöckige Wohn- und Bürobauten längst den kleinen Personalturm. Sie stehen auf hohen Stützen, die auch nach Fertigstellung der mehrteiligen Anlage bereits die Architektur Karl Schwanzers ungewollt rahmend akzentuieren... weiter




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