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Religion

Der edle Verräter

  • Zu Ostern und Weihnachten erregen christliche Themen auch in einer säkularen Gesellschaft besondere Aufmerksamkeit. Dies wird auch von den Herausgebern des kürzlich publizierten "Judasevangeliums" breitenwirksam genutzt. Am 9. April 2006 wurde in zahlreichen Ländern ein Dokumentarfilm über diese apokryphe Schrift ausgestrahlt. Die wissenschaftliche Veröffentlichung des Textes, die schon im März 2005 auf der Titelseite des deutschen Wochenmagazins "Focus" angekündigt worden ist, lässt allerdings auf sich warten. Nach Angaben der Zeitschrift "National Geographic" ist sie für Herbst 2006 vorgesehen. Schade, dass erst das Medienereignis, später die wissenschaftliche Publikation erfolgt.

Über das Leben Jesu berichten ausführlich und zuverlässig die vier im Neuen Testament enthaltenen Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Diese sind zwischen 70 und 95 n. Chr. entstanden. Bereits aus dem zweiten und dritten Jahrhundert sind Nachrichten über weitere Evangelien erhalten... weiter




Religion

Der geheime Kulturkampf

Wahl des Papstes Benedikt XVI. hat es erneut gezeigt: Der große, wenn auch für viele bisher noch "geheime" Kulturkampf des 21. Jahrhunderts ist längst in Gang. Es ist der Kampf zwischen dem geistigen Erbe der europäischen "Postmoderne" und der globalen "Renaissance der Religionen"... weiter




Die Bischöfe (Konzilsväter) beim Auszug aus der Konzilsaula in der Peterskirche. Foto: Archiv

Religion

Als die Kirche springen woll te

Das Zweite Vatikanische Konzil, das als 21. ökumenisches Konzil gilt und vor genau 40 Jahren zu Ende ging, war die größte Kirchenversammlung in der 2000-jährigen Geschichte der Christenheit. Papst Johannes XXIII. (1958-1963) hatte es am 25. Jänner 1959 in der römischen Basilika St. Paul vor den Mauern angekündigt, am 25... weiter




Mehr als eine bloße Körpermethode: Yoga boomt seit Jahren, im Westen wie im Osten. Foto: EPA

Religion

Religion in neuen Gewändern

Still sitzen die beiden da, die Augen geschlossen: Die Kamera richtet den Blick auf zwei meditierende Menschen. Es geht um Yoga. In einer Talksendung im deutschen Südwest-Fernsehen. Wer öfter fernsieht, erkennt sofort: einer der beiden ist Robert Atzorn. Es ist kein Ausschnitt aus dem neuesten Film des populären Schauspielers. "Unser Lehrer Dr... weiter




Das "Mannersdorfer Jesulein" aus dem Kloster "St. Anna in der Wüste".

Religion

Eremiten in der Großstadt

In Einsiedeleien auf dem Berg Karmel in Palästina hatten sich Pilger und Männer aus dem Gefolge der Kreuzritter zurückgezogen. Sie waren nicht die ersten, die dort die Einsamkeit suchten. Die Hügelkette in der Nähe von Haifa war seit der Antike eine Kultstätte... weiter




Das Ganpati-Fest ist das wichtigste Fest in Bombay. Es wird von zehntausenden Menschen am Geburtstag des Elefantengottes Ganesh gefeiert.

Indien

Das Land der Feiertage

  • Als eine junge indische Angestellte einer amerikanischen Firma in der südindischen Computermetropole Bangalore einmal während eines Interviews für einen westlichen Fernsehsender gefragt wurde, wer ihr Vorbild im Leben sei, kam die rasche Antwort: "Bill Gates". Ihr Vater, ein etwa 50-jähriger Mann christlichen Glaubens, antwortete auf dieselbe Frage ebenso schnell: "Jesus Christus" .

In weniger als zwanzig Jahren hat sich die Lebenseinstellung in Indien also radikal geändert. Dennoch ist dieses Land auch heute noch von alten Traditionen, vom Respekt für die Familie und vor allem durch tiefe Religiösität geprägt. Die Mehrheit der indischen Bevölkerung (insgesamt eine Milliarde Menschen... weiter




Frau Kudo in ihrer Apfelplantage mit lichtreflektierende Planen.

Japan

Liegt Jesus in Herai begraben?

  • Morgens um fünf liegt die Sonne schon über den Boulevards von Aomori. Sie sind breit wie Landebahnen, aber ohne Verkehr, die Ampeln blinken sozusagen ins Leere. Zwischen Hochhäusern segeln Krähen und krächzende Möwen. In den Hotels lärmen schwerbepackte taiwanesische Reisegruppen, die zum Shopping eingeflogen sind und gewiss nie im Leben Henry David Thoreaus Aphorismus gehört haben: "Der Reichtum eines Menschen bemisst sich an der Zahl der Dinge, auf die er verzichten kann."

Aomori heißt "blauer Wald". Die Stadt liegt im Norden der japanischen Hauptinsel Honshu, hat 300.000 Einwohner, ist Metropole der gleichnamigen Präfektur, Heimathafen der Fähren zur Insel Hokkaido. Aomori schmückt sich mit dem Attribut "Apfelmetropole Japans". Apfelbäume sind in Japan eine relative Neuheit. Erst in der Meiji-Periode Ende des 18... weiter




Gallego im Inneren seines Baus.

Religion

Ein Bau des Glaubens

Im Jahr 1961 wurde Präsident John F. Kennedy ermordet. In Spanien regierte Diktator Franco seit 25 Jahren mit eiserner Hand. Mejorar del Campo war damals noch ein Bauernnest, und die 20 Kilometer nach Madrid waren ein weiter Weg auf Esels Rücken. 1961 war auch das Jahr, in dem Justo Gallego begann, mit der Schaufel Erde auszuheben... weiter




Kommen wir trotz all unserer Forschungen und der Suche nach den Gesetzen der Natur erst recht wieder bei Gott an? Foto: A. M. Begsteiger

Religion

Die Evolution - ein Wunder!

Die erstaunlichen Äußerungen Kardinal Schönborns zur Evolutionstheorie haben zu einer Reihe von Aussagen prominenter Experten geführt: Sie reichen von der schroffen Absage an jedwede Einmischung der Theologie in die über alle Zweifel erhabenen Einsichten der Naturwissenschaft bis hin zu einem Verständnis für ein "intelligentes Design" unter... weiter




Viele bedeutende Naturwissenschaftler glauben, dass die Menschen Teil eines "Intelligent Design" sind. Foto: Begsteiger

Religion

Die von Gott gelenkte Evolution

  • Die Welt, wie wir sie kennen, steht im permanenten Chaos. Die Stärksten setzen sich durch und die Schwächeren sterben aus. Alles, was existiert, ist ein reines Zufallsprodukt der Evolution. Daraus ergibt sich, dass der Evolution kein Plan und Ziel zugrunde liegt und Gott nicht existiert. Diese These wird von Wissenschaftlern in der Tradition des Neo-Darwinismus mit allem Nachdruck und großer Intoleranz gegenüber jeder anderen Meinung vertreten. Im Lauf der Zeit hatten sich ihre Thesen weitgehend durchgesetzt und blieben in der öffentlichen Wahrnehmung als einzige und unangefochtene Wahrheiten bestehen.

Für den Begründer der Evolutionstheorie, Charles Darwin, war die Sache allerdings offensichtlich noch nicht ganz so eindeutig. Darwin selbst war, bis zum plötzlichen Tod seiner Tochter, den er nie überwinden konnte, praktizierender Christ und Kirchgänger gewesen. Er unterstützte darüber hinaus, bis zu seinem Tod, die Kirche mit großzügigen Spenden... weiter




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