• 14. November 2018

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Schlagwortsuche

Gedenktafel am Schlingerhof in Floridsdorf in Wien. - © Peter Gugerell, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16943261

Februarkämpfe 1934

Die meisten Opfer waren Unbeteiligte13

  • Wie eine wissenschaftliche Studie zeigt, hielten sich die Todesopfer der beiden Kampfparteien ungefähr die Waage.

Wien. Vor 84 Jahren brach der Aufstand der Sozialdemokraten gegen das autoritäre Regime des christlichsozialen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß aus. Für die Sozialdemokraten war der Februar-Aufstand ein letzter Verzweiflungsschlag ohne Aussicht auf Erfolg... weiter




ÖVP

Lopatka will Dollfuß "differenziert betrachten"1

  • Porträt im ÖVP-Parlamentsklub wird um Infotafel ergänzt.

Wien. Als Freund der Demokratie lässt er sich nicht wirklich herzeigen: "Dieses Parlament, eine solche Volksvertretung, eine solche Führung unseres Volkes, wird und darf nie wieder kommen", sagte Engelbert Dollfuß gleich nach seiner Machtübernahme. Dessen ungeachtet  soll das wiederholt kontrovers diskutierte Porträt des autoritär regierenden... weiter




Auf dem Weg in den Krieg: Soldaten ziehen an die Front, Steyr 1914. - © Stadtmuseum Steyr

In Bildern

Vom Boom zum Bürgerkrieg7

  • Das Museum Arbeitswelt in Steyr bietet in einer aktuellen Ausstellung neue Blickwinkel zu den Themen Erster Weltkrieg und Erste Republik.

Siehe dazu auch: Perspektivenwechsel - Das Museum Arbeitswelt in Steyr untersucht den Boom der lokalen Waffenindustrie weiter




Titelblatt der Habilitation von Hans Asperger. - © J. Kerviel

Interview

Hans Asperger - "Er war Teil des Apparats"60

  • Der Zeithistoriker Herwig Czech im Interview über die Arbeit des Heilpädagogen Hans Asperger während der NS-Zeit.

Wiener Zeitung: Hans Asperger zählt zu den international bekannten österreichischen Ärzten, man weiß aber nur wenig von ihm. Worauf führen Sie diese zeitgeschichtlichen Lücken zurück? Liegt es an seinem ambivalenten Verhältnis zum Nationalsozialismus... weiter




"WZ"-Chefredakteur Rudolf Holzer (l.) musste 1933 den Posten an Ferdinand Reiter abgeben. Bilder: Festschrift "250 Jahre Wiener Zeitung"

Wiener Zeitung

Kaum Platz zwischen den Zeilen8

  • Unser Blatt war schon ab 1933 ein Sprachrohr der Dollfuß-Regierung: Über die Berichterstattung in österreichischen Zeitungen.

In der Druckerei der "Wiener Zeitung" stand kurzzeitig die Rotationspresse still. Im nahen Stephansdom, wo die Regierung gerade einen Gottesdienst feierte, flackerte gegen halb 12 Uhr Mittag das elektrische Licht und fiel dann ganz aus. Auch im Zimmer des Jus-Studenten Bruno Kreisky, der für Prüfungen lernte, erlosch die Lampe... weiter




Wien, Februar 1934: Neugierige Blicke an einer Straßensperre. - © IMAGNO/Austrian Archives/Getty Images

Literatur

Die Frau des Monteurs10

  • Ein berührendes Bild der Ereignisse des Februar 1934 gibt ein Sammelband mit dem Titel "Im Kältefieber", der dieser Tage vorgestellt wird und in dem literarische Dokumente über die Kämpfe in Österreich zusammengestellt sind.

"Die Frau des Elektromonteurs lag auf dem Bauch und lud die Gewehre, die ihr die vor den Fenstern knienden Männer reichten. Auf den gegenüber liegenden Hausdächern bewegten sich, durch Schornsteine gedeckt, Soldaten und schossen in die Fenster. An diesem ersten Nachmittag wurden nur wenige Kanonenschüsse abgefeuert... weiter




Der Schutzbündler Rudolf Kunz liegt tot neben seinem Maschinengewehr. - © SPÖ OÖ

Linz

Auf Spurensuche6

  • In Linz nahmen die Februarkämpfe 1934 ihren Anfang. Eine Reise zu den einstigen Kampforten und in das "rote Linz" der 30er-Jahre.

Mitten im ersten großen Schneetreiben sind die Passanten in der Fußgängerzone heute besonders schnell unterwegs. Bepackt mit Einkaufssäcken, Kinderwägen schiebend, laut telefonierend – das gleiche Bild wie auf jeder größeren Einkaufsstraße. Auch das Haus Landstraße Nummer 36 passieren täglich tausende Menschen... weiter




- © tomfatz.net

Comics

Reise zum Anfang einer langen Nacht21

  • Die Ereignisse des Februar 1934 als Comic: Linolschnitte von Thomas Fatzinek.

Manchmal lenken Kritik, Zweifel und Ablehnung geradewegs auf neue Bahnen. So hat die Nachricht über ein Comic über den Holocaust Thomas Fatzinek zum Comic-Zeichner gemacht. "Um Himmels willen! Ein Comic über die Shoah!  Das darf man nicht machen!", waren seine ersten Reaktionen, als er 1989 von Art Spiegelmans Comic "Maus" erfuhr... weiter




Artillerie-Einschläge in den Krankenkassenhäusern in der Simmeringer Braunhubergasse. Dasselbe Gebäude heute (Bild links) - © Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)

Wien

Zerschossene Fassaden und tiefe Wunden7

  • Was blieb in Wien von den Februarkämpfen in Erinnerung und wie geht eine Gesellschaft mit diesen Wunden um?

"Weg vom Fenster! Sie schießen wieder!" Dieser Zuruf ist der bleibende Eindruck der Februarkämpfe 1934 im Leben von Familie Keller. Es waren jene Worte, die die Mutter von Elisabeth Keller ihrer Tochter, damals noch ein Kind, zurief. Bloß nicht den Kopf heben, nur geduckt durch die Wohnung schleichen. Das war (über-)lebenswichtig... weiter




Gefängnis und Hinrichtung:  Verhaftete Sozialdemokraten werden abtransportiert (Bild links).
- © akg-images / picturedesk.com

Februar 1934

"Dollfuß hat Österreich getötet"16

  • Im Februar 1934 begann der Untergang der Ersten Republik. Im Rückblick erscheinen die taktischen Manöver und militärischen Aktionen der Regierung Dollfuß wie ein Lehrstück der politischen Selbstvernichtung.

Der ehemalige Landwirtschaftsminister Engelbert Dollfuß musste als Bundeskanzler seit 1932 mit nur einer Stimme Mehrheit im Parlament auskommen, als auf Grund einer umstrittenen Abstimmung über einen Eisenbahnerstreik nacheinander alle drei Präsidenten des Nationalrates zurücktraten und der Nationalrat verhandlungsunfähig auseinanderging... weiter




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