• 22. April 2018

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Maria (l.) und Billy Blei, Tölz 1925. - © Wienbibliothek

Literatur

Billys Diarium5

  • Maria Blei, die Frau des Wiener Schriftstellers Franz Blei, legte für die 1897 geborene Tochter Sibylla ein Tagebuch an, das sie über 20 Jahre hinweg führte. Jetzt wird es erstmals publiziert.

Maria Blei war irritiert. Wie war es möglich, dass ein und dasselbe Babyfoto bei den Eltern größtes Entzücken, bei der Großmutter hingegen blanken Widerwillen auslöst? Am 28. Dezember 1897 schildert sie im Tagebuch, das sie für die damals neun Monate alte Tochter Sibylla führte, die Hintergründe... weiter




Pop

Erdberger Blues

  • Peter Henisch überrascht als stimmungsvoller, gewitzter Sprechsänger.

"Die Haut, aus der man fahren kann, muss erst erfunden werden", singt Peter Henisch mit gewitzter Inbrunst - und so verblüffend hoher wie anpassungsfähiger Stimme. Der heuer 75 Jahre alt werdende Schriftsteller mit Erdberger Wurzeln erweist sich auf der CD "blues plus" als ein tief in der Tradition des afroamerikanischen Liedguts stehender... weiter




Literatur

Die Frau, die ihrer Zeit voraus war5

  • Mit "Makkaroni in der Dämmerung" ist in der Wiener Edition Atelier ein Sammelband mit Feuilletons der Schriftstellerin Vicki Baum (1888-1960) erschienen.

Vicki Baum war eine Vielschreiberin. Sie verfasste nicht nur zahlreiche Romane, von denen so gut wie jeder zum Bestseller wurde, sie schrieb auch Beiträge für Zeitungen und Magazine. Als Musikerin begann sie ihre journalistische Arbeit mit Kulturkritiken, aber bald schon widmete sie sich den "klassischen Frauenthemen" wie Mode, Kosmetik und Liebe... weiter




Ordnung war das Hauptgeheimnis seiner Arbeit: Constantin von Wurzbach. - © Wikimedia/public domain

Lexikographie

Archivar aus Leidenschaft4

  • Poet, Bibliothekar, Kaiser-Lexikograph und Begründer der Literaturstatistik in Österreich: Vor 200 Jahren, am 11. April 1818, wurde der vielfach talentierte Constantin Wurzbach geboren.

"Mein Lexikon ist ein Nationalwerk, es umfasst alle Stände und alle Nationen der österreichischen Monarchie", stellte Constantin von Wurzbach am Höhepunkt seiner Schaffenskraft selbstbewusst fest. Gab er doch über einen Zeitraum von 35 Jahren, von 1856 bis 1891... weiter




"Semmöhund" und "Antn" verursachen in Wien längst keinen Bahöö mehr . . . - © Wolfgang Ammer

Literatur

Lieben mit Schmäh4

  • Dem Wiener eignet eine besondere Art von Humor: charmant unkorrekt, kokett nekrophil, aber zutiefst philosophisch. Der Dialekt übersetzt das alles in Musik.

Das muss ich Ihnen jetzt erzählen: "I mog di", sagt der Schmäh. "Ich liebe dich" wäre viel zu pathetisch. "Ich liebe dich" hat keine Musik. "I mog di" singt. Versuchen Sie einmal, "Ich liebe dich" zu singen. Merken Sie, wie Sie ganz automatisch dramatisieren? Und jetzt singen Sie: "I mog di... weiter




Literatur

Der James Dean des Donbass6

  • Serhij Zhadan ist Übersetzer, Aktivist, Musiker - und der Star der jungen ukrainischen Literatur. Sein neues Werk,"Internat", ist der erste Roman über den Krieg in der Ostukraine.

Serhij Zhadan ist kein Rockstar. Während seine Bandmitglieder an diesem Tag rotweinselig beisammen sitzen, Lieder singen und Witze reißen, lehnt Zhadan an der Hauswand vor der Tür und spult konzentriert ein Interview nach dem anderen ab. Er reflektiert über Heimat, Identität und Sprache. Über Helden und Heilige... weiter




Freud erklärt Schnitzler seine "Doppelgängerscheu" (1922). - © Sigmund Freud Privatstiftung

Literatur

Doppelgänger und "Psychoanale"1

  • Das Freud Museum erzählt von den Beziehungen des Psychoanalyse-Begründers mit den Literaten des Jungen Wien.

Arthur Schnitzler schenkte einst Hugo von Hofmannsthal eine Ausgabe von "Der Weg ins Freie" mit Widmung. Die vergaß Hofmannsthal im Zug. Schnitzler, vom Missgeschick unterrichtet, verlangte eine Erklärung, und Hofmannsthal fand sie bei Sigmund Freud: ein "Schwebezustand des Willens", "zwischen Unbewusstem und Bewusstem"... weiter




Daniel Galera, Star der jungen brasilianischen Literatur. - © Ullsteinbild/Schleyer

Literatur

Auftakt zur Katastrophe3

  • Der brasilianische Autor und Übersetzer Daniel Galera richtet einen nostalgischen Rückblick auf die wirtschaftlichen und kulturellen Boom-Jahre seiner Heimat.

Porto Alegre, das im Jahr 2001 das erste Weltsozialforum (WSF) und auch die folgenden Ausgaben bis 2003 beherbergte, war einst die Stadt, die aus der Ferne, von Europa betrachtet, für ein anderes Brasilien und neue Tendenzen in Lateinamerika stand. Eine Region, die Diktaturen überwunden hatte, deren Wirtschaft boomte... weiter




Als Nestbeschmutzer geschmäht: Thomas Bernhard (1931-1989). - © Ullsteinbild/B. Friedrich

Literatur

Im Grunde ist alles lächerlich3

  • Thomas Bernhard war ein Meister der Provokation. Vor 50 Jahren sorgte er mit seiner Rede anlässlich der Staatspreis-Verleihung für nationale Empörung.

Bis heute wird Thomas Bernhard mit dem Epitheton "Skandalautor" bedacht, und oft assoziiert man mit dem Namen weniger seine Werke als die damit verknüpften Skandale. Höhepunkt waren die Vorgänge rund um die Uraufführung des Stückes "Heldenplatz" im Jahr 1988, wenige Wochen vor dem Tod des Autors (er verstarb am 12. Februar 1989, Anm.)... weiter




Tod im Potsdamer Exil: J. O. de La Mettrie (1709-1751). - © Wikimedia

Literatur

Ein Freibeuter des Denkens2

  • Der französische Arzt und Philosoph Julien Offray de La Mettrie war als radikaler Aufklärer verfolgt und verfemt. Bernd Schuchter setzt dem umstrittenen Autor ein Denkmal.

Das achtzehnte Jahrhundert ist aktuell, scheint’s, en vogue. Dieses tintenklecksende Säkulum, wie schon Friedrich Schiller in den "Räubern" spöttelte, zwischen den späten Ausläufern des barocken Dreißigjährigen Kriegs und der Frühindustrialisierung: ist es uns nun fern, oder, im Gegenteil, erstaunlich nah... weiter




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