• 22. September 2018

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Schlagwortsuche

Alfred Döblin. Gemälde von Rudolf Schlichter, 1927. Foto: Archiv

Literatur

Diagnostiker der Moderne

  • Das vielleicht bekannteste Foto zeigt ihn Ende 1945, in der Uniform eines Obersten der französischen Armee. Ein Exilant kehrt zurück als Teil der fremden Siegermacht: Bruno Alfred Döblin - Berliner Nervenarzt, expressionistischer Schriftsteller, jüdischer Deutscher.

Im Februar 1933 zwang die Machtergreifung der Nationalsozialisten Döblin, über Zürich nach Paris zu fliehen. Deutschland verlor mit ihm einen seiner wichtigsten Großstadtliteraten: Mit dem 1929 erschienenen Meisterwerk "Berlin Alexanderplatz" hat er den paradigmatischen Berlinroman geschrieben, der seinen Namen weltberühmt gemacht hat... weiter




Martha Gellhorn im Spanischen Bürgerkrieg. Vorne ihr Mann, Ernest Hemingway. Foto: Hemingway Collection, John F. Kennedy Library and Museum, Boston.

Literatur

"Sie schreibt voller Glut..."

  • Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie gut Martha Gellhorn schreiben kann. Sie ist jung, hübsch, Collegeabsolventin, aus gutem Hause, kommt von der Junior League her und besitzt in ihrer Kleidung und in ihrem Esprit´ etwas exquisit Pariserisches. Sie hat Verständnis für Menschen und Situationen und kann sie für uns lebendig machen. Wir müssen ihr dafür dankbar sein, denn wir haben ihre Erläuterungen bitter nötig, um einander besser verstehen zu lernen."

Es war niemand Geringerer als die First Lady der Vereinigten Staaten, Mrs. Eleanor Roosevelt, die sich Anfang August 1936 so begeistert über eine Reporterin äußerte, die im Auftrag der Federal Emergency Relief Administration in ganz Amerika herumgereist war und durch Befragungen die elende Lage der Arbeitslosen-Heerscharen im Gefolge der Großen... weiter




Literatur

Zündflug des Gedankens

  • Dass Literatur von Inspirationen lebt, ist eine verbreitete und, letztlich, wohl auch begründete Annahme, die allerdings etwas in die Jahre gekommen ist - so wie die Literatur insgesamt etwas in die Jahre gekommen ist und sich doch immer noch wacker schlägt.

In ernüchterten Zeiten vertraut man weniger auf Inspirationen, die es schwer haben, wenn das Wissen wuchert und das Geheimnis schwindet; zu bedeckt hält sich ein einstmals schönes und nun sehr angegriffenes Leben, zu zäh kommt ein Pflichten- und Stimmungsalltag daher, als dass aus ihm noch zündende Funken zu schlagen wären... weiter




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