• 20. Februar 2019

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Mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet: Jane Gardam. - © Colin McPherson/Corbis

Literatur

Die feine englische Art13

  • Die britische Autorin Jane Gardam erweist sich mit ihren feinsinnigen Beschreibungen und einem stets unaufdringlichen Stil als eine Grande Dame der Erzählkunst.

Mit der Höflichkeit ist es so eine Sache. Natürlich nimmt man sie wohlwollend entgegen, weil sie doch das Leben um ein Vielfaches angenehmer gestaltet. Dennoch stellt sich auch immer die Frage nach der Authentizität: Wie viele aggressive Gefühle muss man unterdrücken, um diese freundlichen Fassade zu zeigen... weiter




Sein aktuelles Buch ist 2015 erschienen. - © WZ/EZ

Nachgefragt

Auftritt der "Wiener Zeitung"7

  • Das aktuelle Buch des polnischen Autors Michał Witkowski spielt in Wien und die "Wiener Zeitung" spielt mit.

Michał Witkowski ist ein homosexueller polnischer Schriftsteller. Zu Weihnachten schenkte mir das Christkind sein jüngstes Werk "Funf und cfancyś". Ja, es geht um die Zahl 25. Konkret ist die Penislänge des Protagonisten gemeint. Aber darauf möchte ich jetzt nicht eingehen, lest es lieber selbst... weiter




Literatur

Michael Scharang lehnt Ehrung ab5

  • Schriftsteller möchte kein Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien: "Falls Wien noch das Rote Wien ist, wird man dafür Verständnis haben"

Wien. Der österreichische Schriftsteller Michael Scharang lehnt die Annahme des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien ab. "Von Kindheit an habe ich als ungerecht empfunden, daß körperliche Arbeit weniger geschätzt wird als geistige. Für mich ist eine gute Straßenbeleuchtung ebenso wertvoll wie ein guter literarischer Text"... weiter




- © Peter Jungwirth

Interview

"Hallo, das bin ja ich!"14

  • Der Schriftsteller Stefan Slupetzky über seinen neuen Roman, die Rolle des Chronisten in der zweiten Nachkriegsgeneration, die Lust am Krimi - und über seine Passion für Schüttelreime.

"Wiener Zeitung": Herr Slupetzky, mit dem gerade erschienenen Roman "Der letzte große Trost" haben Sie erstmals das Krimi-Genre verlassen. Wie ist es dazu gekommen?Stefan Slupetzky: Es ist nicht dazu gekommen, es hat mich überkommen. Ich habe mich schon immer ein bisschen unter Druck gefühlt, etwas über meine Großeltern schreiben zu müssen... weiter




Zwischen Pop und Poesie: Wolfgang Bauer, umrahmt von Falco (l.) und dem Dichter H. C. Artmann. - © Alexander Tuma/picturedesk.com (1995)

Literatur

Apachen und Wasserstoffbomben5

  • Am 18. März würde Wolfgang Bauer 75 Jahre alt. Der 2005 verstorbene Grazer Dramatiker wurde in den 1960er Jahren wie ein Popstar gefeiert - heute spielt "Magic-Wolfi" die Rolle einer Randfigur. Warum bloß?

Aufruhr im Zuschauerraum. Buh-Rufe, Bravo-Chöre, hin und her wogend. 1969. Wolfgang Bauers Stück "Change" - in dem sich eine Horde junger Künstler nach allen Regel der Kunst fertigmacht - wird am Volkstheater uraufgeführt. Der Autor ist 28, steht unter Genieverdacht und mischt von der Grazer Provinz her das heimische Kulturleben auf... weiter




Literatur

Zwischen Zweifel und Verzweiflung1

  • "Die Freien", Willy Vlautins Roman über die Verlierer und Verlorenen der amerikanischen Gesellschaft.

Gute Literatur soll keine Meinungen verkaufen, sondern Welt beschreiben und zur Diskussion stellen: Tschechows Motto scheint für Willy Vlautin zugleich Anspruch und Gesetz zu sein. Unprätentiös, nüchtern, mitunter fast pragmatisch, aber stets mit Anteilnahme und ganz nah an der Lebenswirklichkeit seiner Protagonisten schreibt er Geschichten über... weiter




Literatur

Kinderquäler und Katzenfresser2

  • Die polnische Autorin Joanna Bator legt einen aufregenden Gesellschaftsroman mit realem Bezug zur polnisch-deutschen Geschichte vor.

Vor 15 Jahren starb ihr Vater, seitdem war Alicja Tabor nicht mehr in ihrer Heimatstadt Walbrzych. Die Erinnerungen an ihre unglückliche Kindheit schmerzten zu sehr: das Verschwinden ihrer Mutter, als sie noch ganz klein war; die Abwesenheit ihres Vaters... weiter




Literatur

Ethnologenliebe1

  • Der Roman "Euphoria" von Lily King.

Die US-amerikanerische Autorin Lily King (Jahrgang 1962) hat sich für ihren atmosphärisch dichten Roman "Euphoria" von Ereignissen im Leben der berühmten Ethnologin Margaret Mead inspirieren lassen. Mead, die im Jahr 1931 Gesellschaftsstrukturen einheimischer Stämme in Neuguinea erforschte, hatte erstmals nachgewiesen... weiter




Spielt mit der Erwartungshaltung des Lesers: Günter Kunert. - © imago/gezett

Literatur

Wonnen und Tücken des Gewöhnlichen1

  • Der vielseitige deutsche Schriftsteller Günter Kunert erweist sich auch in seinem neuen Erzählband als ein Virtuose sparsam bestückter Überraschungsprosa.

Der Mensch hat’s gern regelkonform, was er aber nicht wahrhaben will, weswegen er sich auch schon mal ins Spielerische begibt, das den freien Umgang mit Regelwerken erlaubt, die außer Kraft gesetzt werden wollen. Dabei kann man sich (u.a.) der Literatur bedienen, der vieles erlaubt ist, worüber sich in erster Linie Autoren... weiter




Schillernde Familie mit Hang zu Ausgelassenheit und Skandalen: Die Fitzgeralds (Zelda und F. Scott mit Töchterchen Scottie), hier unterwegs in Italien, aufgenommen zwischen 1924 und 1931. - © Bettmann/Corbis

Literatur

Der letzte Sommer des Jazz

  • Die austro-britische Autorin Emily Walton ist den Spuren von F. Scott Fitzgerald an der Côte d’Azur gefolgt - und hat darüber einen leichtfüßigen Roman geschrieben.

Kein Mensch würde hier freiwillig baden. Wo es flach ins Meer geht, treiben die Soldaten einer nahen Kavalleriekaserne ihre Tiere zur Abkühlung ins Wasser. Der Rest der Küste besteht aus Steinen und spitzen Felsen, bis auf eine kleine sandige Bucht am Rand einer ausgedörrten Halbinsel... weiter




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