• 25. Juni 2018

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Literatur

Der kleine Prinz von Lilienfeld

  • Martin Prinz’ recht konventioneller Roman "Die unsichtbaren Seiten".

Glaubt man Robert Menasse, so ist die "Anti-Heimat-Literatur" eine spezifisch österreichische Gattung. Anfang der 1990er Jahre hat der letztjährige Gewinner des Deutschen Buchpreises dieses Phänomen in einem lesenswerten Essay ausführlich beschrieben, und in der Tat fallen einem nach wie vor zahlreiche Namen dazu ein: Franz Innerhofer... weiter




Spinnt ein lockeres Netz zwischen Personen: Robert Seethaler. - © Urban Zintel (Ausschnitt)

Literatur

Ü und ü gesellt sich gern

  • Der österreichische Schriftsteller Robert Seethaler bedient sich in seinem Roman "Das Feld" einer allzu nachdrücklich schönen Sprache.

Die Idee, die Geschichte eines Ortes durch die Geschichten seiner verstorbenen Einwohner zu erzählen, hat die Literatur um ein Meisterwerk und um ein Kitschprodukt bereichert: Edgar Lee Masters’ "Die Toten von Spoon River" ist das Meisterwerk. Damit zum neuen Roman von Robert Seethaler: "Das Feld" besteht aus einem einleitenden Kapitel... weiter




Der christliche Nationalismus, in dem Dostojewski das Heil sah, feiert heute in Russland wieder kniefällige Urständ. Im Bild: Mariä-Verkündigungs-Kathedrale, Kreml. - © Aniacra / Wiki CC

Literatur

Die Welt ändern mit Schönheit8

  • Dostojewskis Hang zu einem religiösen Nationalismus hinterließ im Roman "Der Idiot" tiefe Spuren. Die inneren Zerreißproben des Autors lotet eine neue Biographie aus.

Vor 150 Jahren, als er seinen Roman "Der Idiot" fertigstellte, empörte sich der in Europa herumziehende russische Dichter Fjodor Michailowitsch Dostojewski über den sich ausbreitenden Nihilismus im Westen. Materialismus, liberale Ideen, Sozialismus, Frauenemanzipation - das alles stieß ihn heftig ab und suchte er von Russland fernzuhalten... weiter




Joyce Carol Oates vermittelt ein seltenes medizinisches Phänomen in Form einer schmerzhaften erzählerischen Grenzerkundung. - © David Livingstone / Getty Images

Literatur

In ewiger Gegenwart gefangen2

  • Die US-amerikanische Schriftstellerin Joyce Carol Oates scheut heikle Romanthemen auch im Alter nicht: Wie lebt man bei extremem Verlust des Kurzzeitgedächtnisses? Am 16. Juni begeht die Autorin ihren 80. Geburtstag.

Unendlich viel hat Joyce Carol Oates schon geschrieben - allein mehr als 60 Romane, und in den letzten Jahren ist sie immer wieder als heiße Nobelpreiskandidatin gehandelt worden. Mit ihrem neuen Roman, "Der Mann ohne Schatten", der kurz vor ihrem 80. Geburtstag erschienen ist, hat sie noch einmal ein völlig neues thematisches Terrain betreten... weiter




Literatur

Macht der Bilder3

  • Ein packender Roman von Hanno Millesi.

Ein Mann - der Ich-Erzähler - und eine Frau besuchen mit vier Kindern ein Museum (aufgrund der beschriebenen Gemälde als das Kunsthistorische erkennbar). Eines der Kinder erschrickt ob einer altmeisterlichen Szenerie, wo ein Krokodil zum Beutezug ansetzt. Als die kleine Gruppe den Saal wieder verlassen will, wird sie vom Aufseher daran gehindert... weiter




Fake! - Ein Trump-Imitator präsentiert in Oval-Office-Attrappe das Buch. - © Eamonn M. McCormack/Getty Images)

Literatur

Ein Held wie aus Hollywood

  • Ex-Präsident Bill Clinton und Bestsellerautor James Patterson haben in lukrativer Kooperation den Politthriller "The President Is Missing" verfasst.

Die Lage ist extrem unsicher. Die nationale Sicherheit ist bedroht. Cyberterroristen haben sich die USA zum Ziel genommen, um mit dem Dark-Ages-Computervirus alle zentralen Netzwerke anzugreifen und lahmzulegen. Hacker als Krieger neuen Typs: Die Uhr tickt, es bleibt nur noch ein Tag Zeit, um das Unglück abzuwenden... weiter




Literatur

Ein Flaneur in Berlin2

  • Leander Steinkopfs feinsinnige Erzählung "Stadt der Feen und Wünsche".

Der Flaneur hat es nicht leicht in der Großstadt des 21. Jahrhunderts. Statt unter verträumten Arkaden muss er durch gestylte Konsumtempel schlendern, die Nachverdichtung füllt noch die letzten Brachflächen mit öder Einheitsarchitektur, und an die Stelle individueller Läden treten die immergleichen Filialen irgendwelcher Ketten... weiter




Literatur

Fatale Lebenslüge2

  • Winckelmanns Tod in Triest in einer lesenswerten "Psychobiografie".

"Edle Einfalt und stille Größe"- so lautete das ästhetische Credo jenes Gelehrten, der Männern nicht nur in Gestalt antiker Statuen einiges abgewinnen konnte: Johann Joachim Winckelmann. So klar das Schönheitsideal des Klassizisten, Kunsthistorikers und Archäologen war, so komplex war seine Persönlichkeit... weiter




Literatur

Ewig rollt der Ball1

  • Von der WM 2014 bis zum Unglück von Südamerika: Neue Bücher beweisen einmal mehr, dass große Momente des Fußballs von wunderbarer Zeitlosigkeit sind.

Auch das neue Buch kommt wieder wie ein Ziegelstein daher. 640 Seiten. Darunter macht es Karl Ove Knausgård offenbar nicht. Und wieder geht es vor allem um ihn, sein Leben und seine Ansichten, wenn auch diesmal in "Kein Heimspiel" nicht so eindeutig und ausschließlich wie in seiner zuletzt erschienenen Reihe "Min Kamp"... weiter




Bertolt Brecht (r.) mit dem Boxer Paul Samson-Körner, 1928.

Literatur

Poesie der planvollen Prügelei

  • In seiner großen Studie "Faust und Geist" untersucht Wolfgang Paterno den Zusammenhang zwischen Boxsport und Literatur - mit besonderer Berücksichtigung der Schwergewichte Brecht und Musil.

Am Gipfel der Popularität war der Boxsport vermutlich zur Zeit von Muhammad Ali, einem sportlichen Ausnahmetalent und Marketinggenie, der von sich selbst großspurig sagte, er sei der "Größte" - und der auch tatsächlich zu einem der bekanntesten Menschen auf dem Globus wurde... weiter




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