• 23. September 2018

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"Theater ist Marathon, Film ist Hundertmeterlauf. Ich bin ein guter Sprinter, aber inzwischen fällt mir auch Theater recht leicht." - © Robert Wimmer

Miguel Herz-Kestranek

"Ich bin für die Schauspielerei verdorben"5

  • Der Schauspieler über falsches Künstlergehabe, die mangelnde Qualität der meisten Fernsehfilme, seine Liebe zum jüdischen Witz und zum "Jüdeln".

"Wiener Zeitung":Herr Herz-Kestranek, Sie haben der "Wiener Zeitung" Ihre Stimme für den Radio- und TV-Spot zur Verfügung gestellt. War dies schlicht ein kommerzieller Auftrag oder verbindet Sie darüber hinaus etwas mit der "Wiener Zeitung"? Miguel Herz-Kestranek: Nein, ich arbeite für Geld... weiter




"Sowohl in meinen Büchern als auch am Theater interessieren mich jene Figuren am meisten, die in einen Abgrund blicken, ohne sich dabei hinter ihrem Ernst zu verbarrikadieren." Joachim Meyerhoff - © Foto: Robert Wimmer

Literatur

Joachim Meyerhoff38

  • Burgtheater-Star Joachim Meyerhoff über seinen Wechsel ans Hamburger Schauspielhaus, seinen Bezug zu Wien, die Mischung aus Biographie und Fiktion in seinen Romanen - und über seine Liebe zu Bäumen.

"Wiener Zeitung": Herr Meyerhoff, Sie wurden im Vorjahr in der Kategorie "Bester Schauspieler" mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet und zählen zu den meistbeschäftigten Schauspielern des Burgtheater-Ensembles. Trotzdem werden Sie ab Herbst an das Schauspielhaus Hamburg wechseln. Das hat sicher einen Grund. Joachim Meyerhoff: Das hat viele Gründe... weiter




Josef Meinrad als österreichischer Ministerpräsident im Film "1. April 2000" (1952). - © Foto: Wienbibliothek

Ausstellung

"Der Jux hat sich auszahlt"5

  • Der österreichische Schauspieler Josef Meinrad war ein gefeierter Publikumsliebling und eine nationale Projektionsfigur. Am 21. April jährt sich sein Geburtstag zum 100. Mal.

Er war ein Volksschauspieler mit Gardemaß, innerlich wie äußerlich. Ein Charakterdarsteller mit Charakter, nehmt alles nur in allem. Und er war, als einzigartiger Rolleninterpret österreichischer Autoren wie Nestroy, Raimund oder Hofmannsthal, die willkommene Identifikationsfigur im Neobiedermeier des Nachkriegsösterreich... weiter




"Gigerl-Marsch" von J. F. Wagner, 1891 (Partitur). - © Foto: Sammlung Payer

Extra

Humor und Volksnähe2

  • Der Wiener Schriftsteller und Journalist Eduard Pötzl feierte mit seinen Vorstadt-Typen "Nigerl" und "Gigerl" Buch- und Theatererfolge. Die konträren Charaktere spiegeln Wiens spannungsreiche Großstadtwerdung.

Der Wiener Schriftsteller und Kulturjournalist Eduard Pötzl (1851-1914) war eine publizistische Autorität mit beachtlichem Wirkungskreis. Vier Jahrzehnte lang war er für das "Neue Wiener Tagblatt" tätig, die auflagenstärkste - und neben der "Neuen Freien Presse" - wichtigste Tageszeitung der Monarchie... weiter




"Ich bin und will kein gefälliger Schauspieler sein. Ich spiele meistens seltsame Figuren, oft nicht die sympathischsten." - © Foto: Robert Newald

Theater

Nicholas Ofczarek17

  • Schauspieler Nicholas Ofczarek über Todesängste, glatt gebügelte Wirklichkeiten, das Wilde und nur schwer Erklärbare seines Berufs - und über Molnárs "Liliom", welche Rolle er im Burgtheater spielt.

"Wiener Zeitung": Die Hauptfigur in Ferenc Molnárs Stück "Liliom", in dessen Premiere Sie im Burgtheater in der Hauptrolle zu sehen sein werden, ist bekanntlich ein Hutschenschleuderer und Karussell-Ausrufer. Wann waren Sie zuletzt im Prater? Nicholas Ofczarek: Das muss ein, zwei Jahre her sein, gemeinsam mit meiner Tochter. Für mich ist das nichts... weiter




Theaterdirektoren und Wegbereiter der Moderne: Max Burckhard (1854-1912), Otto Brahm (1856-1912) und Alfred von Berger (1853-1912), v.l.n.r. - © Fotos: Wikimedia

Autoren

Vorhang auf für neue Dramen2

  • Im Jahr 1912 verlor das deutschsprachige Theater drei bedeutende Direktoren: Max Burckhard, Otto Brahm und Alfred von Berg. Sie etablierten Arthur Schnitzler am Theater und waren auch selbst Schriftsteller.

Das Jahr 1912 ist ein Trauerjahr für das Theater im deutschen Sprachraum. Am 16. März war Max Burckhard (*1854) gestorben, Direktor des Burgtheaters von 1890-1898. Am 24. August folgte ihm Alfred von Berger (*1853), amtierender Burgtheaterdirektor seit 1910. Schließlich starb am 28... weiter




Johann Nestroy, Lithographie von August Prinzhofer. - © Wikimedia

Johann Nepomuk Nestroy

Komödiant und Mythenzerstörer

  • Vor 150 Jahren starb der geniale Dramatiker und Schauspieler Johann Nepomuk Nestroy.

"Alles in der Welt ist wandelbar, und ich bin nicht da, um die Ausnahme der Weltgeschichte zu statuieren." Dieser, von keiner seiner Bühnenfiguren, sondern von Johann Nepomuk Nestroy selbst formulierte Satz vermag das künstlerische Selbstverständnis des Dichters zu umreißen... weiter




Wien, 1990er Jahre: Gusti Wolf bereitet sich in der Volksopern-Garderobe auf einen ihrer vielen Auftritte als Mrs. Higgins in der äußerst erfolgreichen Inszenierung von "My fair Lady" vor. - © Maria Gornikiewicz

Gusti Wolf

"Wünschelrute der Naivität"

Gusti Wolf, die unvergessliche Kammerschauspielerin, ist am 5. Mai 2007 im Alter von 95 Jahren sanft entschlafen und wahrscheinlich "in den Himmel hinein gerollt". Diese Vermutung stammt von ihrem Kollegen, Freund und Ratgeber Michael Heltau, der einmal meinte: "Über die Gusti kann man nicht streiten. Alles an ihr ist rund. Ihre Augen sind rund... weiter




Achim Benning. - Foto: Andreas Pessenlehner © Wiener Zeitung

Kulturpolitik

Achim Benning7

  • Achim Benning erinnert sich an seine Zeit als Burgtheaterdirektor von 1976 bis 1986, spricht über Havel, Peymann und Minetti, über hilfreiche Politik und kunstfeindliche Medien - und zeigt sich verwundert über die Wienerische Amnesie.

"Wiener Zeitung": Herr Benning, gehen Sie noch ins Theater? Achim Benning: Ich gehe immer, wenn meine ehemaligen Studenten aus dem Reinhardt-Seminar etwas inszeniert haben. Sie sind Ehrenmitglied des Burgtheaters, doch in der Ehrengalerie habe ich Ihr Porträt nicht gefunden. Ich auch nicht... weiter




Um Abend für Abend verdienten Applaus einzuheimsen, muss man in zentraler Position ständig präsent sein, meinen die vier Intendantinnen unisono. - © © John Lund/Paula Zacharias/Blend Images/Corbis

Extra

"Theaterarbeit ist ein Leistungssport"

Seit Emmy Werner 2005 das Volkstheater an Michael Schottenberg übergab, steht in der Theaterstadt Wien keine weibliche Intendantin einer der großen Bühnen vor. In den Bundesländern stellt sich die Situation anders dar: Vier künstlerische Leiterinnen sorgen für neuen Aufschwung und volle Häuser - die Auslastungszahlen der von Frauen geleiteten... weiter




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