• 16. Juli 2018

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Aufbruch in die Neue Welt: 1938 wird Lilly Renée Wilheim, deren Künstlername später Lily Renée lauten wird, mit dem "Kindertransport" aus Wien verschickt. Ihr Lebensweg wurde 2011 von Trina Robbins in obigem Buch als Comic verfasst. - © imagedepotpro/Gettyimages/WZ-Montage

Porträt

Vom Schicksal gezeichnet6

  • Aus Wien 1938 vertrieben, in New York zueinander gefunden: Besuch bei der 96-jährigen Lilly Phillips, die mit Eric Peters Comics zum Überleben zeichnete.

Eine Kunstromanze fern der alten Heimat, von nur zehn Jahren Dauer: 1943 heiratet in New York der Cartoonist Eric Peters, 44, eine halb so alte Mode- und Comic-Zeichnerin. Lilly Renée Wilheim stammte wie ihr Mann aus Wien. Beide waren am gleichen Tag geboren, einem 12. Mai. Beide waren nach dem "Anschluss" geflohen... weiter




Der Comic "Der Riss"  folgt den EU-Außengrenzen. - © Reiterer

Comics

Übersetzung von Wirklichkeit5

  • Der Comic erweist sich in der Darstellung von Flucht, Migration und Asylpolitik als geeignetes Gegenmodell zum fotografischen Bild.

"In einem gewöhnlichen Buch hätte man eine so komplexe Geschichte nicht wiedergeben können." Um die Zusammenhänge, die der Fotograf Carlos Spottorno und der Journalist Guillermo Abril zwischen 2014 und 2016 an verschiedenen Außengrenzen Europas beobachtet, recherchiert und festgehalten hatten, am besten zum Ausdruck zu bringen... weiter




Im Ruhestand gerne mit dem Oldtimer unterwegs: Don Rosa. - © Lois Lammerhuber/Edition Lammerhuber

Comics

Ingenieur trifft Fantastilliardär3

  • Der Amerikaner Don Rosa ist nicht nur als Dagobert-Duck-Zeichner ein Meister seines Fachs. Er wird auch als erfindungsreicher Erzähler geschätzt.

Der eine lebt in Entenhausen und heißt Dagobert Duck oder Onkel Dagobert oder Bertel im Deutschen, und im amerikanischen Original Scrooge McDuck oder Uncle $crooge (Kosename Scroogey). Disney-Zeichner Carl Barks, der etwa auch von Manfred Deix oder Gottfried Helnwein abgöttisch verehrt wird und dessen Arbeit der Egmont-Verlag seit 50 Nummern mit... weiter




Gastarbeiter in der DDR: Die "Madgermanes" aus Mosambik im Comic von Birgit Weihe. - © avant

Comics

Neue Bilder von alten Missständen8

  • Der lange Schatten des Kolonialismus: Drei Comics bieten bemerkenswerte Annäherungen an das Thema in zeitgemäßer Form und kritischer Tendenz.

Die kolonialen Bildwelten wuchern in den Hinterköpfen der Europäer. Man wundere sich nicht über weit verbreitete stereotype Vorstellungen von Flüchtlingen etwa aus dem afrikanischen Raum in aktuellen Diskursen. Dagegen bieten drei erfrischend-anregende Comics... weiter




Foto: W. Fröhlich mit Selbstauslöser

Comics

"Ich mag keine Hochglanz-Helden"4

  • In seiner Kindheit wollte Walter Fröhlich als "Spiderman" für Gerechtigkeit kämpfen. Stattdessen wurde er Comiczeichner, Illustrator und Verleger - und sorgt mit schrägen Figuren dafür, dass Wien nicht untergeht.

"Wiener Zeitung": Herr Fröhlich, wann haben Sie das erste Mal in Ihrem Leben einen Comic gelesen? Walter Fröhlich: Den ersten Comic bekam ich von meinem Vater. Als Landmaschinenvertreter war er die ganze Woche unterwegs. Wenn er am Wochenende nach Hause kam, brachte er mir und meiner Schwester immer etwas mit... weiter




Aus der Zeit gefallene Institution: der Comicladen. - © Meschik

Comics

Ausgelagertes Jugendzimmer2

  • Hommage an einen Ort der vergilbten, papiergewordenen Zeit.

Alle Comicläden sind gleich. Sie sind es nicht von außen, und von innen schon gar nicht, aber darin, was sie in einem auslösen. Genauso wie alle Buchgeschäfte und alle Kinos und alle Plattenhöhlen gleich sind. Manche Behauptungen sind mehr Entscheidung als Beschreibung. Ich spreche also von allen Comicläden, wenn ich von meinem Comicladen spreche... weiter




Carlos Gardel im Schatten seines Hutes. - © José Munoz, Reprodukt

Lateinamerikanische Comics

Zwischen Traum und Alptraum10

  • Zwei lateinamerikanische Comics, die verschiedener nicht sein könnten: Ein argentinisches Werk folgt den Spuren des Tangosängers Carlos Gardel, ein mexikanisches prangert die Gewalt an Frauen an.

Die Maske könnte die Insignie des argentinischen Tangosängers Carlos Gardel sein. In dem gleichnamigen Comic von José Muñoz und Carlos Sampayo mit dem Untertitel "Die Stimme Argentiniens" wird das Undurchschaubare dieser Figur luzide zum Ausdruck gebracht... weiter




Der Comic "Die besten Feinde" von J.-P. Filius/David B. (siehe auch Cover unten) thematisiert die Geschichte der Beziehungen zwischen den USA und dem Nahen Osten. - © Bild: avant-verlag

Literatur

Subversive Bilderwelten

  • Moderne Comicromane über den Nahen Osten entfalten im Kontext des Arabischen Frühlings ihre politische Wirkung - als Mittel der Regimekritik und als Korrektiv des westlichen Orient-Bildes.

In seinem Vorwort zu Joe Saccos "Palestine" aus dem Jahr 2003 beschreibt Edward Said, wie sehr Comics in seiner Kindheit im Nahen Osten sein Denken, Sehen und seine Vorstellungskraft befreiten. Die Direktheit der Sprache und Bilder, die Unbekümmertheit gegenüber dem Verbotenen, insbesondere von Sexualität und Gewalt, die skandalösen Figuren... weiter





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