• 12. Dezember 2018

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Literatur

Die Illusion einer Ganzheit

  • Ehrgeizige literarische Tour de force: Isabella Feimers Erzählung "Monster"

Dieser erste Satz! Schon die Eröffnung in Isabella Feimers "Monster" ist monstermäßig. Der Satz scheint kein Ende zu nehmen, nimmt immer wieder Anlauf, überwindet Komma nach Komma, Absatz nach Absatz und zieht und windet sich schließlich über drei Seiten. Und endet mit drei Worten: "keine ungeklärten Fragen". Was ein Irrtum ist... weiter




Mark Thompson, geboren 1958, lebt in New York. - © David George

Literatur

Die Kunst des Erinnerns3

  • Der britische Autor Mark Thompson beschwört in seinem späten Romandebüt "El Greco und ich" eine auf Zeitlosigkeit angelegte Kinderfreundschaft.

Wenn Erwachsene den Rückblick in ihre Kinder- und Jugendtage wagen und anschließend der Meinung sind, davon auch unbedingt erzählen zu müssen, ist Vorsicht geboten. Zum einen nämlich haben wir gelernt, der Erinnerung nicht mehr so ganz über den Weg zu trauen, speziell, wenn sie weit ausholt und in Bereiche eintaucht... weiter




Literatur

Im Reich der Sinne2

  • Japanisches Mittelalter: "Das Ministerium der Gärten und Teiche" von Didier Decoin.

Katsuro ist ein begnadeter Fischer. Mit nur einem Griff holt er die schönsten Karpfen aus dem Fluss. Aussehen und Konstitution der Fische sind von allergrößtem Belang, sollen sie doch die Teiche des Kaiserhofs von Kyoto zieren. Zweimal im Jahr macht sich der Fischer auf den langen, beschwerlichen Weg... weiter




Philipp Weiss, Jahrgang 1982, webt ein dichtes, geschichts- und wissenschaftsgesättigtes Erzählgeflecht. - © APAweb, Herbert Pfarrhofer

Literatur

Edle Naivität und Weltüberdruss2

  • Der Wiener Autor Philipp Weiss hat ein Monumentaldebüt in fünf Bänden geschrieben.

Weite Teile von Philipp Weiss’ fünfbändigem Romanwerk spielen im fernen Japan, ein Band im zeitlich fernen 19. Jahrhundert. Die Aufzeichnungen des neunjährigen Akio berichten vom Tsunami in Tohoku und dem Atomunfall im AKW Fukushima - das alles hat er erlebt, ein bisschen viel für einen kleinen Jungen... weiter




Starb vor 55 Jahren, genau am selben Tag wie J. F. Kennedy: Aldous Huxley. - © Charles Sheeler / Getty Images

Literatur

Zerrbild der Ideenträger7

  • Der englische Schriftsteller Aldous Huxley hielt der Londoner Upper-Class in seinem Roman "Kontrapunkt des Lebens" einen wenig schmeichelhaften Spiegel vor.

Sein Tod am 22. November 1963 war nahezu unbeachtet geblieben. Dass am selben Tag, als in Texas Präsident Kennedy ermordet wurde, in Los Angeles ein bedeutender englischer Autor gestorben war, konnte die Weltöffentlichkeit inmitten der Aufregung, die damals herrschte, nicht erreichen... weiter




Ein genauer Beobachter: Janko Ferk. - © Günther Pichlkostner/First Look/picturedesk.com

Literatur

Aus dem großen See der Wörter11

  • Der österreichische Schriftsteller Janko Ferk wartet mit so lustvoll wie feinsinnig gefertigten Kürzestgeschichten auf.

In einem Zug von Klagenfurt nach Wien, in den nach dem Aussteigen einer aufgeregt lärmenden und herumwuselnden Schülergruppe etwas Ruhe Einzug gehalten hat, sitzt ein Autor in einem Abteil und schreibt. Er hat eine Schreibunterlage auf den Knien, neben ihm liegt eine zerknautschte Tasche, in der sich mindestens zehn Bücher und etwas Wäsche befinden... weiter




Literatur

Spurensuche im eigenen Leben1

  • Hoch poetisch: "Der rote Schal" von Yves Bonnefoy.

Der namhafte französische Lyriker Yves Bonnefoy (1923-2016) spürt in diesem Band, der ganz zu Ende seines Lebens entstand, seiner eigenen Geschichte und der seiner Eltern nach. Anhand eines vor langer Zeit angefangenen und niemals fertiggestellten Gedichts, dessen Anspielungen und Hinweise ihm selbst erst in der Arbeit des Schreibens klarer werden... weiter




Literatur

Melancholische Vermessungen1

  • Andreas Maiers ironischer Kolumnistenblick: "Was wir waren".

"Neulich": Unter diesem Kolumnentitel tut der deutsche Autor Andreas Maier seine Meinung in der Literaturzeitschrift "Volltext" kund. Eine erste Sammlung der Beiträge in Buchform erschien 2010 ("Onkel J. Heimatkunde"). Nun folgt eine nächste Auswahl: "Was wir waren"... weiter




Gestaltet mit großem Kalkül: Verena Roßbacher. - © Elmar Kremser/dpa Picture Alliance/picturedesk.com

Literatur

Eine Art ständiges Dräuen2

  • Die österreichische Schriftstellerin Verena Roßbacher vermengt - dramaturgisch versiert - Sein und Schein: Ihr neuer Roman, "Ich war Diener im Hause Hobbs", hat doppelten Boden.

Verena Roßbachers dritter Roman, "Ich war Diener im Hause Hobbs" (nach "Verlangen nach Drachen" und "Schätzen und Schlachten"), ist mit großem Kalkül gestaltet. Die Autorin riskiert das Spiel mit einer passiven Hauptfigur, die eigenschaftslos bleibt ("ich bin eine Schlaftablette, die nicht richtig wirkte" ist gleich mehrfach zu finden... weiter




Literatur

Tyrannei und Schweigen2

  • Natascha Wodins autobiografischer Bericht "Irgendwo in diesem Dunkel".

Für "Sie kam aus Mariupol" erhielt Natascha Wodin 2017, sehr zurecht, den Preis der Leipziger Buchmesse. Nicht nur erforschte Wodin darin die Leidensbiografie ihrer Mutter, sie zeigte zugleich am Schicksal der osteuropäischen Zwangsarbeiter ein weithin unbekanntes Kapitel in der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts... weiter




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