• 26. April 2018

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Schlagwortsuche

- © Illustration: Maud Zendessin/Adobe Stock

Rezension

Vom Wutbürger zum Mutbürger6

  • Die Demokratie ist in einer schweren Krise - ein neues Buch beschäftigt sich mit Auswegen.

Wien. Es war an einem Septembertag, am Ende der verfassungsgebenden Versammlung des Jahres 1787 in Philadelphia, als eine Frau Powell Benjamin Franklin, einen der Gründerväter der USA fragte: "Nun, Doktor, was haben wir jetzt also, eine Republik oder eine Monarchie... weiter




Literatur

Zurechtgekämmt

  • Laetitia Colombanis weltumspannender Frauenroman "Der Zopf".

Der Handel mit Echthaar als verbindendes Element von Frauenfiguren auf drei Kontinenten - keine schlechte Idee für einen weltumspannenden Frauenroman. Zumal das Leben der drei Protagonistinnen in "Der Zopf", dem Debüt der französischen Schauspielerin und Regisseurin Laetitia Colombani (Jahrgang 1976), nicht unterschiedlicher sein könnte... weiter




Es geht auch ohne Deutungshoheit: Angelika Reitzer. - © Peter Rigaud

Literatur

Verloren in Maria Ellend1

  • Die österreichische Autorin Angelika Reitzer komponiert ein Selbstfindungsspiel, in dem sich feine, unaufwendige Einzelbeobachtungen langsam zu einem Großen und Ganzen fügen.

Wer sein Glück macht, muss damit nicht immer zufrieden sein. Ein untergründiges Unbehagen schleicht sich ein; man weiß nicht, warum, will es auch, wenn denn alles seine Ordnung hat, nicht mehr erklärt bekommen. Ohnehin widersetzt sich das Leben den schlauen Erklärungen; es will gelebt werden, und nicht mal das ist, ans Ende vorausgedacht... weiter




Ungarisches Blut, kanadischer Geburtsort, britische Bildung: David Szalay. - © Peter-Andreas Hassiepen

Literatur

Und ewig verstreicht die Zeit3

  • Der britische Autor David Szalay erzählt schnörkellos und traurigkeitsdurchflort von Männern am Wendepunkt ihres Lebens.

Nein, Männer haben es wirklich nicht leicht in Zeiten von #MeToo, gendergerechter Sprache und Frauenquote. Tritt man mit der guten alten hemdsärmeligen Männlichkeit auf oder lässt gar ein paar lockere Zoten vom Stapel, landet man ganz schnell im gesellschaftlichen Nirwana oder gleich auf der Anklagebank irgendeines Gerichts... weiter




Literatur

Die Geschichte einer Flucht

  • Der überzeugende Roman "Exit West" des pakistanischen Autors Mohsin Hamid.

Dieser Roman ist in der ganzen Welt zu Hause, buchstäblich - und weil er eine exemplarische Geschichte erzählt. Saeed und Nadia lernen sich in ihrer Heimat kennen, es könnte sich um Syrien handeln, aber auch um Iran, den Irak oder sonst ein Land. Für den Fortgang der Geschichte und den Roman spielt das keine Rolle... weiter




Literatur

Das Leben als "queere" Familie

  • Zwischen Essay und Autobiografie: "Die Argonauten" der US-Autorin Maggie Nelson.

"Queer" - das war vor einiger Zeit noch eine alles andere denn freundlich gemeinte Bezeichnung für Homosexuelle. Inzwischen hat das Wort die abwertende Note verloren. Es beschreibt sexuelle Orientierungen jenseits aller Kategorien - und darüber hinaus Lebensweisen, die in keine Norm passen, sondern eher Normen sprengen... weiter




Manfred Rumpl, Jahrgang 1960. - © Paul Feuersänger

Literatur

Die Mur als Mississippi3

  • Der steirische Schriftsteller Manfred Rumpl schickt seinen zeitgenössischen Huckleberry Finn auf einen Roadtrip - und auf Vatersuche.

"Zwar ist mein Buch hauptsächlich zur Unterhaltung von Jungen und Mädchen geschrieben, aber ich hoffe, dass es deshalb nicht von Männern und Frauen gemieden wird, denn ich beabsichtige mit diesem Buch unter anderem, Erwachsene freundlich daran zu erinnern, was sie selbst einmal waren... weiter




Literatur

Umspannwerke der Gefühle1

  • Eine späte Entdeckung: Shirley Hazzards Meisterwerk "Transit der Venus" - ein Roman, der vom Zerfall des Weltreichs der bürgerlichen Sicherheiten handelt.

Ein Glücksfall, eine Entdeckung, ein kaum zu überschätzendes Fundstück ist der Roman "Transit der Venus". Von nichts weniger als vom Zerfall eines Weltreichs erzählt Shirley Hazzard in ihrem verspätet - nach fast 40 Jahren erst - an die deutsche Leserschaft gelangten Meisterwerk... weiter




Ferenc Kazinczy. - © Wikimedia

Rezension

Was bedeutet es, fremd zu sein?10

  • Ein Roman über zwei Aufklärer und die Aktualität ihrer Ideen: den nach Wien verschleppten Angelo Soliman und den Ungarn Ferenc Kazinczy.

27.000 Einwohner Wiens sind in Ungarn geboren oder besitzen noch immer die ungarische Staatsbürgerschaft. Sie stellen damit die siebentgrößte Migrantengruppe der Stadt. Und im Alltag eine der unauffälligsten. Hauptsächlich zu runden Jahrestagen des Aufstandes von 1956 werden sie in den Vordergrund gerückt - auch zur heimischen Selbstvergewisserung... weiter




Literatur

Transsilvanische Schatten

  • Ungewöhnliches Lesevergnügen: "Karpathia" von Mathias Menegoz.

Graf Korvanyi, Alleinerbe eines ungarischen Adelsgeschlechts, verliebt sich im November 1833 in Wien in die 19-jährige Baronesse Cara von Amprecht, die von einem Leben abseits des Korsetts der Wiener Gesellschaft träumt. Nach der Hochzeit und einem Duell verlässt er die kaiserliche Armee... weiter




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