• 25. September 2018

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Egon Schiele auf der berühmten Aufnahme, die Josef Trcka 1914 von ihm gemacht hat. - © Schiele Museum/Sammlung Gradisch

Egon Schiele

Porträtist in Uniform2

  • Einem Einsatz an der Front entging Egon Schiele 1914 zwar, als bedingt tauglicher Soldat musste er aber Wach- und Schreibdienste leisten, bei welchen er seine Darstellungskünste mittels Phantasie verfeinerte.

Wer sich den am 12. Juni 1890 in Tulln geborenen Maler Egon Schiele vor 100 Jahren vorstellen will, sieht vor dem geistigen Auge einen hageren Mann mit kurzgeschorenem Haar in der einfachen, grauen k.u.k. Felduniform, der seinen Dienst als Wachsoldat ableistet... weiter




"Im Eck" sind die Protagonisten (hier Peter Kremer und Maria Köstlinger) des Projekts "Kafka". - © Reismann

Kritik

Szenische Litanei

  • "Kafka" als Slapstick-Collage von Elmar Goerden in der Josefstadt.

Mit sich selbst zusammenstoßen, niederfallen, aufstehen und wieder in die falsche Richtung eilen: In der 90-Minuten-Slapstick-Comedy "Kafka" spielen fünf Simultanfiguren Szenen einer Ehe, zu der es nie kam. Franz Kafka in Prag, Felice Bauer in Berlin. Eine Liebe am Postweg 1912 bis 1917 mit nur wenigen Tagen Zusammensein... weiter




Filmkritik

Neu im Kino

Nochmal 96 Stunden (fan) Kevin Costner will sich als todkranker CIA-Agent nur mehr um seine entfremdete Familie kümmern. Doch dann erhält er die Chance, ein unbekanntes Heilmittel zu bekommen, wenn er innerhalb von drei Tagen einen Auftragsmord ausführt. Nicht grundlos erinnert Vieles an "96 Stunden", fungiert Luc Besson doch wieder als Produzent... weiter




Die Lust am Nicht-Intakten wusste keiner so perfekt umzusetzen wie der deutsche Maler Caspar David Friedrich, etwa in seinem Gemälde "Klosterruine Oybin". - © wikipedia

Jahnn

Die Vollendung des Unvollendeten1

  • Die Lust am Fragmentarischen ist die Freude an der Spekulation.

"Brite vollendet Sinfonie-Entwurf von Franz Schubert", meldete unlängst die "Kronen Zeitung", und man spürt das Shocking zwischen den Zeilen: Dieser Brite, wie kann er nur fertigstellen, was der nachgerade heiliggesprochene Österreicher unvollendet ließ? Ja, diese Briten... weiter




Franz Kafka schaut bitter - dabei kannte er nicht einmal dieAusgabe seines "Schloß" bei Gehlen & Schulz.

Literatur

Das Schlinunste für Kafka

  • Der Verlag tritt der Diktatur der Rechtschreibung entgegen.

Wien. Franz Kafka lässt die Gemüter hochkochen. Dabei wäre die Geschichte eigentlich zum Lachen - wären nicht öffentliche Gelder in diese Absurdität geflossen. Die Rede ist von Kafkas Roman-Fragment "Das Schloß" in der Ausgabe des österreichischen Verlags Gehlen & Schulz. Der Anfang weist auf das Kommende voraus: "Es war spät abends, als K. ankam... weiter




Kafka ungefähr 1917. - © Wikimedia / GPL

Literatur

Der berühmte Unbekannte

  • Wenn man den zur Jahrtausendwende erschienenen Literatur-Rankings Glauben schenken darf, dann ist Franz Kafka für die Laien- und Profi-Leser im deutschsprachigen Raum der bedeutendste österreichische Autor. Allenfalls muss er sich diesen Rang noch mit Robert Musil teilen. Man sollte also vermuten, dass sich das offizielle Österreich ebenso wie die hier wirkende Germanistik dieses Dichters in einer besonders intensiven und würdigen Weise annimmt.

Wie aber steht es damit in der Realität? Da wäre zunächst einmal jener Ort in Österreich, welcher noch am meisten auf den Dichter verweist: das Haus in Kierling bei Klosterneuburg, in dem Kafka 1924 verstarb. Wie wenig angemessen dieser Ort präsentiert wird - das war schon häufig Gegenstand kritischer Berichterstattung... weiter




Mit dem PC dichten, mit der Hand signieren - die übliche Arbeitsteilung heutiger Autoren. So auch des österreichischen Schriftstellers Josef Haslinger, dessen Hände hier abgebildet sind. Foto: Beatrix Neiss

Schreiben

"...nicht mit der Hand allein"

  • Drei Bücher hat die junge deutsche Autorin Malin Schwerdtfeger schon veröffentlicht. Eigentlich könnte sie vom Schreiben leben. Doch sie arbeitet weiterhin halbtags in einer Buchhandlung; den ganzen Tag am Schreibtisch zu verbringen, findet sie fürchterlich. Uwe Tellkamp hingegen hat seinen Arztberuf aufgegeben, da die Doppelbelastung für ihn zu groß geworden ist. Elfriede Jelinek widmet sich ihrer Literatur gänzlich frei. Der Nobelpreis garantiert ihr lebenslang finanzielle Sicherheit.

Für Jelinek ist Schreiben mehr als ein Brotberuf. Wie sieht ihr Tagesablauf aus? "Ich bin ein Morgenmensch und fange sehr früh an. Ich kann mich nur für zwei, drei Stunden morgens überhaupt zum Arbeiten bringen, weil mein Tonus schnell absinkt und ich für den Rest des Tages wie eine müde Fliege herumkrieche. (. . ... weiter





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