• 19. Januar 2019

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Schlagwortsuche

Robert Sedlaczek ist der Autor zahlreicher Bücher über die Sprache. Sein Buch "Wiener Wortgeschichten" wird am

Ankerkinder

"Schäbig, herzlos und inhaltlich falsch!"3

  • In der Asyldebatte hat das Innenministerium ein altes Propagandawort ausgegraben, um gegen jugendliche Flüchtlinge Stimmung zu machen.

Der Christbaumschmuck ist wieder in Schachteln verstaut, die Vanillekipferln sind aufgegessen. Wie doch die Kinderaugen geleuchtet haben, als in einem Packerl die neue Spielkonsole zum Vorschein kam. Aber draußen, irgendwo in Afghanistan, bei klirrender Kälte, machen sich ein paar Kinder auf den Weg in eine ungewisse Zukunft... weiter




Sprache

Erzählungen vom Bezahlen1

  • Bei Fremdwörtern weiß man selten genau, was sie bedeuten, von welchen Vorstellungen sie ausgehen - und bei deutschen Wörtern weiß man das?

Ganz selbstverständlich und doch wieder nicht: Steuer, Aussteuer, Amt, Alter, Bürde, Entbehrung, Leim, Lehm und Leben - wieso heißen die Wörter so und nicht anders? Die Welt zum Beispiel, althochdeutsch weralt genannt, besteht aus dem germanischen Wort wera für Mann, Mensch, erhalten im Werwolf, und aus einem germanischen Wort für Alter... weiter




Sprache

Zu Weltruhm getrommelt1

  • Wieso heißt der Tango Tango und der Mambo Mambo? Und was bedeutet Rumba, Samba, Cha-Cha-Cha? Die Namen der Tänze werfen viele Fragen auf.

Tanzen, das Wort kommt aus dem Französischen und vermutlich, zusammen mit dem Avancieren, "dem Vorrücken", vom lateinischen Begriff ab-ante, vor etwas weg. Viel kann einem dabei spanisch vorkommen. Den Bolero führen die meisten Etymologen auf das spanische Wort bola für Ball, Kugel zurück... weiter




Sprache

Wann könnte es genug sein?2

  • Immer öfter geht man im Zeitalter der Superlative bis zum absolut Äußersten und ohne mit einer Wimper zu zucken darüber hinaus. Aber wohin?

Höher, schneller, weiter, teurer, und wenn das nicht reicht, greift man zum Superlativ, denn er ist - oder war - die Höchststufe, die Meiststufe, die letzte Steigerungsstufe (vom lateinischen Wort superlatus für übertrieben, wörtlich: "darüber hinausgetragen"). Ein gewisser Hang zum Exaltierten ist hier also kaum zu vermeiden... weiter




Robert Sedlaczek ist der Autor zahlreicher Bücher über die Sprache. Sein Buch "Wiener Wortgeschichten" wird am

Sprache

Christkind versus Weihnachtsmann3

  • Auch der neue, entschärfte Werbespot von Telering regt mich auf. Die Werbeleute sind offensichtlich nicht lernfähig.

Das Christkind ist eine vor allem in Österreich, in der Schweiz und in den katholischen Regionen Deutschlands verbreitete Symbolfigur. Auch mir wurde von meinen Eltern erzählt, dass zu Weihnachten das Christkind kommt und ohne gesehen zu werden die Geschenke bringt. Erst wenn eine Glocke geläutet hat, durfte ich ins Zimmer... weiter




Sprache

Eine schöne Bescherung1

  • Wirklich verstehen kann man seinen Wortschatz nur, wenn man die Vorstellungen, Erfahrungen und Überzeugungen kennt, die in ihm stecken.

Ein paar Beispiele, wie lebendig die Sprache ist, sogar dort, wo es ganz schlicht und einfach zugeht. So trifft man im Parfum auf das lateinische Verb fumare für Rauchen, Dampfen, Qualmen, und im Monitor, "dem Aufseher", auf das lateinische Verb monere für Erinnern, Mahnen. Im Plüsch steckt das lateinische Verb pilare für Enthaaren... weiter




Robert Sedlaczek ist der Autor zahlreicher Bücher über die Sprache. Sein Buch "Wiener Wortgeschichten" wird am

Sprache

Die Töchtersöhne und der Inseratenkanzler1

  • Anfang Dezember wählt eine Jury der Grazer Universität die Wörter des Jahres. Wie weit klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander?

Das Wort des Jahres 2011 ist "Eurorettungsschirm", auf Platz zwei landete der "arabische Frühling", gefolgt von "Inseratenkanzler". Als Universitätsprofessor Rudolf Muhr 1999 die Initiative startete, nahm er sich vor, Wörter auf das Podest zu stellen, die für die österreichische Sprachlandschaft typisch sind... weiter




Sprache

Wie zu Hause auf hoher See1

  • Stoppen, überholen, Panne, Havarie, Wrack: Woher kommen unsere Wörter? Erstaunlich viele sind auf hoher See entstanden.

Auch Landratten sprechen, meist ohne es zu bemerken, die Sprache der Seeleute: Überholen zum Beispiel, das bedeutete ursprünglich in der Seemannssprache, als Lehnübersetzung des englischen Verbs overhaul, gründlich nachprüfen, nachbessern. Stoppen, auch das ist auf dem Wasser entstanden, im Sinn vom stopfen, verstopfen, zustopfen... weiter




Robert Sedlaczek ist der Autor zahlreicher Bücher über die Sprache. Sein Buch "Wiener Wortgeschichten" wird am

Sprache

Marie, Marie, i kriag ned gnua von dia!3

  • Es gibt viele Wörter, mit denen auf volkstümliche Weise das liebe Geld umschrieben wird. Hier geht es um drei davon.

"Warum sagt man eigentlich zum Geld auch Zaster oder Marie?" Das will Leser Franz K. wissen. Offensichtlich beschäftigt ihn noch eine Aussage von Bundesministerin Johanna Mikl-Leitner beim ÖAAB-Treffen in Linz. Dort hatte sie in einer Brandrede "gegen die Spekulanten und Abzocker" in den Saal gerufen: "Her mit den Millionen, her mit der Marie... weiter




Sprache

In alle Richtungen davongetragen1

  • Streit, Auseinandersetzung, Zank, Zoff, Zwist: Das kann, wie die Erfahrung lehrt, ganz harmlos beginnen, aber man weiß nie, wo es endet.

Schon wieder Streit? Das kommt vom germanischen Verb streida für streiten, schreiten und spreizen - im Sinn von breitbeinig und im Sinn von auseinandergehen. Abstreiten hieß ursprünglich, im Kampf abgewinnen. Widerspenstig, das kommt vom alten Wort Widerspan für Spannung, Streit, Zerwürfnis... weiter




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