• 20. Januar 2019

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Schlagwortsuche

Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Stänkerer, Schnorrer, Querulanten4

  • Menschenkenntnis ist notwendig, wendet Not ab: Ein erster Schritt kann sein, auch das Vokabular einmal unter die Lupe zu nehmen.

Nicht alle Mitmenschen sind höflich, "hoflich" (wie bei Hof), und nett, "netto" (lateinisch nitidus, glänzend, blank). Es gibt auch Rohlinge, vom germanischen Wort hrawa für roh (ursprünglich wie Fleisch). Es gibt Rüde, vom lateinischen Wort rudis für roh. Und Flegel, ursprünglich Dreschflegel, vom lateinischen Wort flagellum für Peitsche, Geißel... weiter




Robert Sedlaczek ist Autor zahlreicher Bücher über die Sprache. Zuletzt ist "Österreichisch für Anfänger" im Verlag Amalthea erschienen, ein heiteres Lexikon, illustriert von Martin Czapka.

Sedlaczek am Mittwoch

Ezzes darf nicht das letzte Stichwort sein!6

  • Das "Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich" ist von der Einstellung bedroht. Es wäre ein schwerer Verlust.

Am vergangenen Freitag ist in der Akademie der Wissenschaften gefeiert worden. Die Universitätsprofessoren Peter Wiesinger und Ingo Reiffenstein konnten mit Recht darauf stolz sein, dass der fünfte Band des "Wörterbuchs der bairischen Mundarten in Österreich" fertiggestellt ist... weiter




Robert Sedlaczek ist Autor zahlreicher Bücher über die Sprache. Zuletzt ist "Österreichisch für Anfänger" im Verlag Amalthea erschienen, ein heiteres Lexikon, illustriert von Martin Czapka.

Glosse

Da geht mir das Geimpfte auf13

  • Die Mundart kennt keine komplizierten Satzkonstruktionen, sie weicht den Nebensätzen aus. Aber der Wortschatz ist überaus vielfältig.

Es war eine ungewöhnliche Aufgabe: Der Sportklub Rapid hat mich gefragt, ob ich die Texte seiner Website ins Wienerische übersetzen würde. Bisher gab es den neu gestalteten Webauftritt nur in deutscher und englischer Sprache. Der Rekordmeister wollte den Lesern eine dritte Möglichkeit anbieten und seine Verbundenheit zu Wien dokumentieren... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Hauptsache eine ganze Menge2

  • In unserer Kultur hat man meist von allem viel, was zu Problemen führen kann - der Wortschatz überliefert wichtige Erfahrungen.

Die meisten von uns haben eine ganze Menge - das kommt vom germanischen Wort managin für Menge, "was viel ist". Und viel heißt, vom germanischen Wort felu, "füllend", angefüllt. Ganz gehörig viel, "wie es sich gehört". Ziemlich viel, "wie es sich ziemt"... weiter




Robert Sedlaczek ist Autor zahlreicher Bücher über die Sprache. Zuletzt ist "Österreichisch für Anfänger" im Verlag Amalthea erschienen, ein heiteres Lexikon, illustriert von Martin Czapka.

Glosse

Zurück ins 19. Jahrhundert?14

  • Die fragwürdige Vergabe eines großen Forschungsauftrags über den Sprachgebrauch in Österreich hat einen alten Gelehrtenstreit aufflammen lassen.

Unter Germanisten findet seit einiger Zeit eine heftige Debatte über die Einordnung unserer Sprachgewohnheiten statt. Ist das Österreichische eine Varietät innerhalb des Deutschen? Das würde eine Gleichwertigkeit gegenüber dem schweizerischen Deutsch und gegenüber dem übermächtigen deutschen Deutsch implizieren... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Antik, aber nicht wertvoll7

  • Viel Verworrenes und Unstimmiges liegt in unserem Wortschatz verborgen - Gewohnheit und Vertrautheit schützen vor kritischen Fragen.

Wörter werden üblicherweise verwendet, ohne sich viel dabei zu denken. So auch unsere Monats- und Tagesbezeichnungen: Der September zum Beispiel ist "der Siebente" (lateinisch septem), da das altrömische Kalenderjahr erst mit März, benannt nach Kriegsgott Mars, beginnt... weiter




Robert Sedlaczek ist Autor zahlreicher Bücher über die Sprache. Zuletzt ist "Österreichisch für Anfänger" im Verlag Amalthea erschienen, ein heiteres Lexikon, illustriert von Martin Czapka.

Medien

Konstruktive Nachrichten sind gute Nachrichten3

  • Mit einem neuen journalistischen Ansatz hat ein dänischer Journalist vergraulte Medienkonsumenten zurückgewonnen.

Ulrik Haagerup ist als Chefredakteur des Dänischen Rundfunks (DR) einer der innovativsten und prominentesten Nachrichtenjournalisten Europas. Deshalb ist er ein gern gesehener Gast bei Tagungen, auch in Wien hat er seine Thesen vorgetragen. In seinem Buch "Constructive News", das jetzt in deutscher Übersetzung im Verlag Oberauer erschienen ist... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Begegnung Stirn an Stirn4

  • Frontal: Gewohnheit lässt alles selbstverständlich und schal erscheinen, erst unter der Oberfläche, in den Wörtern, wird der Blick weiter.

Es ist immer zu sehen: Gesicht bedeutete ursprünglich Sehen und Anblick, Gesehenes, "was man sieht", erhalten im Gesicht als Vision und deutlich auch angesichts des Angesichts, "das man ansieht". Auch Antlitz heißt, von germanischen Wörtern für entgegen und sehen, "das entgegenblickt"... weiter




Robert Sedlaczek ist Autor zahlreicher Bücher über die Sprache. Zuletzt ist "Österreichisch für Anfänger" im Verlag Amalthea erschienen, ein heiteres Lexikon, illustriert von Martin Czapka.

Glosse

Sprachinstitut des Bundesheeres erhält Kulturpreis14

  • Die Sprachschulungen für Wehrpflichtige deutscher und anderer Muttersprache gelten als vorbildlich und preiswürdig.

Bisher haben nur Insider davon gewusst. Aber vor kurzem hat mir ein Kollege eine Presseaussendung aus Deutschland zukommen lassen, die für mich jetzt ein Anlass ist, über eine gute Sache und ein erfolgreiches Projekt ausführlich zu berichten. "Der Institutionenpreis Deutsche Sprache geht heuer an das Sprachinstitut des Österreichischen Bundesheeres... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Den Jägern abgejagt17

  • Wir alle sprechen Jägerlatein, auch ohne es zu merken - mehr Wörter, als man meinen würde, gehen auf alte Jagdgewohnheiten zurück.

Alles Jägersprache: Das Dickicht, vom frühneuhochdeutschen Adjektiv dickicht für dicht, undurchdringlich, und das Stöbern, vom mittelhochdeutschen Verb stouben für aufscheuchen. Auch auf den Busch klopften ursprünglich die Jäger - wenn sie mit Stöcken auf die Gebüsche schlugen, um die Tiere aufzuscheuchen... weiter




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