• 17. November 2018

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Alexia Weiss - © Paul Divjak

Jüdisch leben

Es passiert nicht einfach22

  • Es reicht nicht, Holocaust-Überlebende einzuladen, wenn man gleichzeitig den Rassismus des Koalitionspartners nicht im Griff hat. Über eine große Geste und ein fremdenfeindliches Video.

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (beide ÖVP) haben in den vergangenen Tagen einer Gruppe von Holocaust-Überlebenden ein wunderbares Geschenk gemacht. Sie wurden mit allen Ehren empfangen, besuchten das Parlament, den 100-Jahre-Republik-Staatsakt in der Oper... weiter




Dort, wo sich heute bei Regenwetter, eine Lacke bildet, stand bis zur Pogromnacht im November 1938 der große Leopoldstädter Tempel, dessen stehen gebliebenes Seitengebäude, in dem sich heute eine jüdische Schule und eine Synagoge befinden, hier im Wasser spiegelt. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Ambivalentes Novembergedenken17

  • 80 Jahre nach den Novemberpogromen gedenken das offizielle Österreich, die Kultusgemeinde und viele kleine Initiativen der Opfer der Schoa. Es ist ein zwiespältiges Gedenken, in dem vor allem die ÖVP omnipräsent zu sein scheint, man sich aber gleichzeitig mit der FPÖ als Regierungspartei auseinanderzusetzen hat.

Wie war das Leben im Ghetto? Oskar Rosenfeld habe darauf geantwortet: "Das Essen war wie zu Jom Kippur, das Wohnen wie zu Sukkot, gekleidet waren wir wie zu Purim", zitierte Moshe Cohn von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem am Dienstag bei einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocauststudien (VWI) und der... weiter




Alexia Weiss - © Paul Divjak

Jüdisch leben

Grabenkämpfe10

  • Orthodoxie und nicht-orthodoxes Judentum pflegen die gegenseitige Abneigung, teils selbst nach einem so traurigen Anlass wie dem Attentat von Pittsburgh. Im Sinn gemeinsamer Stärke wäre das Überwinden von Gräben jedoch sinnvoll. Theodor Much hat nun ein Buch vorgelegt, das als Basis vieler Diskussionen dienen könnte.

Elf Jüdinnen und Juden wurden in Pittsburgh, USA, von einem antisemitischen Attentäter hingemetzelt. Motiviert wurde die Tat durch seinen Zorn über die jüdische Hilfsorganisation HIAS (Hebrew Immigrant Aid Society), die heute Verfolgten der verschiedensten Ethnien und Religionen unter die Arme greift... weiter




Überlebender des Holocaust und Zeitzeuge Rudolf Gelbard im November 2016. - © APAweb/APA, GEORG HOCHMUTH

Jüdisch leben

Kein Opfer, sondern Kämpfer17

  • Rudi Gelbard (1930-2018), Holocaustüberlebender und lebenslanger Kämpfer gegen Faschismus und Rechtsextremismus, ist nicht mehr. Er starb nach langer, schwerer Krankheit in der Nacht auf Mittwoch in Wien.

Die Trauer in der Wiener jüdischen Gemeinde ist groß. Viele wussten, dass er schwer erkrankt war. Viele vermissten ihn bei Veranstaltungen, zu denen er, wäre es ihm gut gegangen, selbstverständlich gekommen wäre. Und dennoch ist es dann niederschmetternd, wenn die Nachricht eintrifft, er ist nicht mehr. Nun ist es so weit... weiter




Das Porträt Kurt Waldheims (an den Präsidentschaftswahlkampf von 1986 erinnert derzeit Ruth Beckermanns Film "Waldheims Walzer") in der Präsidentschaftskanzlei, wohin der amtierende Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Montag zu einer Vorführung von "Die Stadt ohne Juden" lud. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Gedenkjahr in bewegten Bildern9

  • Wenn Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Präsidentschaftskanzlei "Die Stadt ohne Juden" zeigt, dann ist Gänsehautfeeling angesagt. Und wenn Ruth Beckermann in "Waldheims Walzer" den Präsidentschaftswahlkampf von 1986 in Bildern auferstehen lässt, dann schaudert man ob des Antisemitismus lange nach Kriegsende. Über zwei österreichische Filme, die das heurige Gedenkjahr 1918 – 1938 – 2018 prägen.

Jüdische Männer, Frauen, Kinder steigen mit Sack und Pack in Züge und eine wehklagende Stimmung herrscht: Das Bild des Grauens. Wenn das Filmmaterial auch noch schwarz-weiß ist und die Lokomotive Dampfschwaden in Richtung Himmel stößt, dann folgen in der Assoziationskette Konzentrationslager und Gaskammern... weiter




Der israelische Komponist Baruch Berliner mit seiner Frau Ruhama. Durch sie hat er näher zu Gott gefunden. Nun schreibt er Musik zu Passagen aus der Tora. - © Privat

Jüdisch leben

Antisemitismus als Retter3

  • Baruch Berliners Oratorium "Genesis" wird diesen Sonntag in Wien in deutscher Sprache erstaufgeführt. Wenn man sich mit ihm unterhält, dann spiegeln seine Erzählungen die Nostalgie wider, mit der er als Sohn einer Wiener Emigrantin in Israel groß wurde.

Baruch Berliner hat schöne Erinnerungen an Wien. Als der gebürtige Israeli als Student in Zürich zu einem Treffen jüdischer Studierender nach Österreich kam, suchte er das Haus in der Praterstraße 9 auf. Hier war seine Mutter mit ihren Geschwistern groß geworden, in guten Verhältnissen, denn der Großvater, der von Galizien nach Wien gegangen war... weiter




Die Historikerin Shoshana Duizend-Jensen spürt in einer Ausstellung im Wiener Stadt- und Landesarchiv der Geschichte von Gebäuden nach, in denen einst Synagogen oder jüdische Einrichtungen untergebracht waren. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Supermarkt in der Synagoge14

  • Die Ausstellung "Geplündert, verbrannt, geräumt, demoliert" im Wiener Stadt- und Landesarchiv zeigt, welche Gebäude heute stehen, wo einst Synagogen sowie jüdische Einrichtungen ihren Platz in Wien hatten. Eine bedrückende Rückschau, die auch den Umgang mit dem, was bis 1938 war, nach 1945 beleuchtet.

Wenn EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker heute mittags den Stadttempel in der Seitenstettengasse besucht, dann ist er in der einzigen Synagoge Wiens zu Gast, welche die NS-Zeit überdauert hat und nach 1945 wieder als solche genutzt wurde und wird... weiter




- © Wehkamp Photography

Jüdisch leben

So geheim ist diese Welt gar nicht mehr9

  • Blicke ins (streng) orthodoxe Judentum: In "Menashe" (Filmstart am 5. Oktober) kämpft ein chassidischer Vater nach dem Tod seiner Frau darum, seinen Sohn alleine großziehen zu dürfen – Tag der Offenen Türen in der Israelitischen Kultusgemeinde Wien am 7. Oktober

Menashe Lustig stellt seit vielen Jahren tollpatschige Videoclips auf Youtube. Sie sind alles andere als professionell, manche schrammen auch am Infantilen und ziemlich Profanen vorbei, etwa wenn Lustig versucht, mit einem Dampfbügeleisen Eier zu kochen ("Menashe Lustig messes up") oder wenn er beim Pessach-Putz seines Autos ("Pesach Cleaning") in... weiter




So stehen lassen oder entfernen? Ein Hakenkreuz auf der Außenanlage der Burg Hochosterwitz in Kärnten. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Ein Hakenkreuz als Burggeist15

  • Auf dem Weg durch die 14 Tore zur Burg Hochosterwitz stößt der Besucher auf ein Hakenkreuz. Der Burgherr sagt, er habe andere Sorgen, als sich um die Entfernung zu kümmern.

Ein sonniger Sonntag Nachmittag in Kärnten lud ein zu einem Besuch eines Wahrzeichens des südlichen Bundeslandes: Der Burg Hochosterwitz. Malerisch liegt die Anlage, deren Anfänge um 860 datiert werden, weithin sichtbar auf einem 175 Meter hohen Kalkfelsen. 14 Tore sind vom Besucher zu durchschreiten, ehe man vor der eigentlichen Burg steht... weiter




Alexia Weiss - © Paul Divjak

Jüdisch leben

Klimanazis und neue Juden19

  • Die deutsche AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch hat eine Grenze überschritten. Der Begriff Nazi ist kein Synonym für Extremist oder jemanden, der etwas unbedingt durchsetzen möchte. Genauso wie das Wort Jude kein Synonym für den Begriff Opfer ist.

Politiker und Politikerinnen kreieren immer neue Superlative. Sprache muss plakativ sein, Sprache muss es auf den Punkt bringen. So manche Wortschöpfung hinterlässt einen allerdings staunend bis unangenehm berührt. Oder wütend. Wobei Wut und Aggression wiederum die Ingredienzien des aktuellen politischen Diskurses vor allem in Zeitungsforen und... weiter




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