• 20. Januar 2019

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Schlagwortsuche

Vor einiger Zeit klebten in Wiener U-Bahnzügen Post-Its mit allerlei Botschaften. Allesamt regten zur Reflexion an. Wohin ich heute gehen würde, wäre es notwendig, Österreich zu verlassen? Ich weiß es nicht. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Flucht12

  • Kurz bevor ein Richter seine Entscheidung bekannt gibt, kommen einem die merkwürdigsten Gedanken. Ist es eine Asylverhandlung, geht es um die Existenz von Menschen.

Da standen wir also im Gerichtssaal, nachdem der Richter seinen Richterhut aufgesetzt und mit einer Handbewegung gedeutet hatte, es sollten sich alle erheben. Ich war nervös, ich hatte ein Unruhegefühl vor allem in der Bauchgegend, ich fuhr mit der Spitze des rechten Zeigefingers über die Haut neben dem Daumennagel, hin und her, hin und her... weiter




Rachel Brosnahan als Miriam "Midge" Maisel in Amy Sherman-Palladinos durch und durch jüdischer Serie "The Marvelous Mrs. Maisel".  - © Sarah Shatz/Amazon Prime

Jüdisch leben

So marvelous!17

  • Streaming-Anbieter eröffnen auch neue Möglichkeiten im Unterhaltungssegment Serie: Hier können auch Nischenthemen und Minderheiten in den Mittelpunkt gestellt werden - wie in "The Marvelous Mrs. Maisel". Und Mrs. Maisel ist just fabulous!

Schon die Einstiegsszene ist zum Niederknien: Eine ausgelassene Hochzeitsgesellschaft, es wird gespeist, die Braut ergreift das Wort. Nach ein paar Scherzen darüber, dass sie am Ende doch keinen Goi, sondern einen Juden, Joel Maisel, geheiratet hat, lässt sie die Gäste wissen, dass in den Frühlingsrollen doch Shrimps waren... weiter




Alexia Weiss - © Paul Divjak

Jüdisch leben

"Ein trauriger Tag für die Juden"13

  • Pinchas Goldschmidt beklagt das mit Jänner in Flandern (Belgien) in Kraft getretene Schächtverbot.

Pinchas Goldschmidt, Vorsitzender der Europäischen Rabbinerkonferenz, verabschiedete sich mit bitteren Worten vom Jahr 2018: "Heute ist der letzte Tag, an dem in Belgien koscheres Fleisch und Geflügel für die jüdischen Gemeinden in Antwerpen und Brüssel geschlachtet werden kann... weiter




Alexia Weiss - © Paul Divjak

Jüdisch leben

"Jüdische Weihnachten"7

  • Interessanterweise führt das christliche Fest in der Familie zu Gesprächen über die eigene Religion und Religion an sich. Und so wird Weihnachten doch auch irgendwie zur besinnlichen Zeit, selbst wenn man es nicht feiert.

"Bekommst du zu deinen Weihnachten auch Geschenke?", wurde das Kind heuer von anderen in der Schule gefragt. Es ist nicht das erste Mal. Und ich weiß nicht, ob es erklärt hat, dass es keine jüdischen Weihnachten gibt oder dass das Chanukka-Fest heuer schon vorbei ist oder ob es einfach nur gesagt hat, ja, ich kriege da auch etwas geschenkt... weiter




Am letzten Channuka-Abend dieses Jahres eröffnete Sonntag Abend der Book Shop Singer, nun mit Café, neu am Rabensteig. Rabbiner Pardes zündete im Rahmen der Feier das letzte Licht gemeinsam mit dem Nachwuchspianisten Natan Sugar. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Jüdische Buchhandlung wiedereröffnet33

  • Aus dem Jüdischen Museum Wien musste die Buchhändlerin Dorothy Singer ausziehen – am Sonntag eröffnete sie ihre nun um ein koscher-milchiges Café erweiterte Buchhandlung Cafe Book Shop Singer neu. Touristen und am jüdischen Wien Interessierte finden am Rabensteig nun auch einen Infopoint der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien.

Full house am Rabensteig: Dorothy Singer lud am Sonntag zur Eröffnung ihres neuen Cafe Book Shop Singer, der nun in Räumlichkeiten der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien neben dem Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) untergebracht ist. Aus dem Jüdischen Museum Wien musste Singer vergangenes Jahr ausziehen... weiter




Alexia Weiss - © Paul Divjak

Jüdisch leben

Religion ist Elternentscheidung48

  • Genauso wie die Wahl des Kinderarztes, der Kleidung oder des Essens. Der Staat hat nur einzugreifen, wenn das Kindeswohl in Gefahr ist – wie bei Gewalt oder Missbrauch.

Verbotsdiskussionen, die sich um religiöse Symbole drehen, laufen stets in verschiedene, aber immer vorhersehbare Richtungen. Wenn es um das Kopftuch von Muslimas geht, ist rasch der Begriff Integration zur Hand. Wird dann moniert, dass hier zu Lande nach dem Gleichheitsgrundsatz vorgegangen werden muss... weiter




Chanukka-Regal im koscheren Supermarkt Shefa in der Heinestraße. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Multikulti ist Realität8

  • Der erste Adventsonntag fällt heuer mit dem Beginn von Chanukka zusammen. Schön, dass man im melting pot Wien im einen Geschäft Schokoladenikolos kaufen kann und im anderen Schokolade-Chanukka-Gelt. Was macht eine multikulturelle Gesellschaft aus? Es gibt viele verschiedene Lebensentwürfe und kulturelle Zugehörigkeiten. Jeder kann leben, wie er möchte, dennoch gibt es zwischen den einzelnen Gruppen Berührungspunkte: Einer davon kann die Schule sein, in welcher sich nicht nur die Kinder anfreunden, sondern auch die Eltern miteinander ins Gespräch kommen.

Beim Bäcker war die Dekoration heute Früh rot und schwarz gehalten: Nikolos und Krampi (ja, ich wollte eigentlich Krampusse schreiben, aber der Duden sagt klar: Krampi) beherrschten die Theke. Im koscheren Supermarkt gab es dagegen alles für Chanukka: Kommenden Sonntag zünden wir heuer das erste Licht... weiter




Alexia Weiss - © Paul Divjak

Jüdisch leben

Der Minister irrt36

  • Antisemitismus im Netz bekämpft man nicht durch Ignorieren. Dass Hass gegen Juden in sozialen Medien durchaus auch in Terror in der Realität münden kann, zeigte das Attentat von Pittsburgh.

Drei Mal habe ich eben die Passage nachangehört. Aber der Inhalt des Gesagten verändert sich natürlich nicht. Kürzlich war der US-Investor George Soros zu Gesprächen mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (beide ÖVP) in Österreich... weiter




Alexia Weiss - © Paul Divjak

Jüdisch leben

Es passiert nicht einfach24

  • Es reicht nicht, Holocaust-Überlebende einzuladen, wenn man gleichzeitig den Rassismus des Koalitionspartners nicht im Griff hat. Über eine große Geste und ein fremdenfeindliches Video.

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (beide ÖVP) haben in den vergangenen Tagen einer Gruppe von Holocaust-Überlebenden ein wunderbares Geschenk gemacht. Sie wurden mit allen Ehren empfangen, besuchten das Parlament, den 100-Jahre-Republik-Staatsakt in der Oper... weiter




Dort, wo sich heute bei Regenwetter, eine Lacke bildet, stand bis zur Pogromnacht im November 1938 der große Leopoldstädter Tempel, dessen stehen gebliebenes Seitengebäude, in dem sich heute eine jüdische Schule und eine Synagoge befinden, hier im Wasser spiegelt. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Ambivalentes Novembergedenken18

  • 80 Jahre nach den Novemberpogromen gedenken das offizielle Österreich, die Kultusgemeinde und viele kleine Initiativen der Opfer der Schoa. Es ist ein zwiespältiges Gedenken, in dem vor allem die ÖVP omnipräsent zu sein scheint, man sich aber gleichzeitig mit der FPÖ als Regierungspartei auseinanderzusetzen hat.

Wie war das Leben im Ghetto? Oskar Rosenfeld habe darauf geantwortet: "Das Essen war wie zu Jom Kippur, das Wohnen wie zu Sukkot, gekleidet waren wir wie zu Purim", zitierte Moshe Cohn von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem am Dienstag bei einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocauststudien (VWI) und der... weiter




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