• 20. September 2018

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Schlagwortsuche

Gebet beim "Iftar-Essen" im Wiener Rathaus. Foto: Ali Haydar Yurtsever

Islam

Ein Ausflug in die Parallelwelt

  • "Europa wird jetzt zu Luft und am Land überwacht. Aber das Land, von dem alles Mögliche seinen Ausgang nimmt, ist Österreich. Dort treffe ich alle Scheichs, und alle unsere Brüder sind dort. Zu diesem Zeitpunkt ist es das Land der internationalen Kommunikation geworden, das Land der Kontakte. Das am besten geeignete Land ist Österreich geworden. Alles verkehrt dort. Und dort ist jede Menge Geld im Umlauf."

Diese brisante Plauderei zwischen zwei mutmaßlichen Topterroristen fand am 15. Juni 2002 in der Mailänder Moschee statt. Der Algerier Abderrazak Mahdjoub, von dem die Aussage stammt, wurde zwei Jahre später der Mitwisserschaft an den Terroranschlägen in Madrid verdächtigt, bei denen 192 Menschen starben... weiter




"Der Papst scheut Kritik nicht. Wohl aber seine Anbeter (was theologisch nicht akzeptabel ist)." Foto: epa/ Danilo Schiavella

Religion

Die Gefahr des Gottesverrats

  • Ich habe in den letzten Tagen viele E-Mails erhalten. Zu einigen markanten Positionen will ich im Folgenden Stellung beziehen, dies nicht zuletzt deshalb, weil hinter dem kirchenpolitisch unschönen Gerangel sich weitreichende Herausforderungen an die Kirche verbergen:

1. Mich haben viele Dankesbriefe erreicht, die mich aber nicht beruhigt haben. Denn sie zeugen vom hohen Ausmaß an Irritation, die bis in die Kernschichten unseres Kirchenvolks - und dies weit über die Grenzen unseres Landes - hineinreicht. 2. Wer meint, ich hätte keinen Respekt vor Benedikt XVI., macht es sich gar leicht... weiter




Felix Bernhard. Foto: Bernhard

Gesellschaft

Abschied von der Normalität

  • Felix Bernhard ist auf dem Weg in eine Karaoke-Bar, wo er jeden Donnerstagabend mit anderen Rock-Fans zum Playback singt. Zuvor war er noch beim Krafttraining im Fitnesscenter.

"Damals in der Klinik habe ich den Entschluss gefasst, ein selbstständiges und unabhängiges Leben zu leben, in dem ich überall hinkomme und alles erreiche, was ich auch ohne Rollstuhl erreichen kann." Diesem Ziel ist der 33-Jährige Schritt für Schritt gefolgt. "Das Wichtigste ist, die Barriere im Kopf zu überwinden", sagt Felix Bernhard... weiter




Postman zufolge trägt das Fernsehen dazu bei, dass der Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen verschwindet. Foto: Bilderbox

Bildung

Die optische Revolution

  • Er konnte sehr gut provozieren, wenn es um den Einfluss der Medien auf unsere Gesellschaft ging: Neil Postman (1931 bis 2003), der heute vor allem durch seine Streitschrift "Wir amüsieren uns zu Tode" (1985) bekannt ist.

1982 hatte der US-amerikanische Kommunikationswissenschafter allerdings schon sein Buch "Das Verschwinden der Kindheit" (Deutsch 1983) veröffentlicht, das damals so heftige wie unterschiedliche Reaktionen hervorrief. Sahen die einen in seiner Arbeit die Ausführungen eines Kulturpessimisten... weiter




Die jungen Menschen erwarten, dass die Alten immer gepflegt und gesund ausschauen und den Jungen nicht unangenehm erscheinen. Foto: Bilderbox

Gesundheit

Wider den Heiterkeitszwang

  • Ich werde alt, ich muss auf meine Gesundheit achten, unsere Gesellschaft kann nur gesunde Alte brauchen, Kranke stellen Ansprüche, ihre Pflege kostet Geld, das für andere Zwecke dringend benötigt wird. Unsere Gesellschaft braucht junge, agile, positiv denkende Menschen, negatives Denken macht krank.

Lenkt euch ab, Leute! Wenn, was sich nicht vermeiden lässt, die einst Jungen, Agilen selbst alt geworden sind, haben sie die Pflicht, die noch Jüngeren nicht damit zu belasten, also möglichst gesund und jugendlich auszusehen. Lenkt euch ab, Leute! Kauft euch eines der bunten Magazine, in denen euch junge, gesunde... weiter




Gesellschaft

Unbegrenzte Bedürfnisse

Mitten in der Weltwirtschaftskrise, 1932, schrieb der englische Romanautor und Journalist Herbert George Wells in seiner Wirtschafts- und Kulturgeschichte "Arbeit, Wohlstand und das Glück der Menschheit": "Es ist ein großer Irrtum, zu glauben, dass die Vergangenheit eine geruhsame Zeit war und die Gegenwart eine Zeit des Angetriebenseins ist... weiter




Gesellschaft

Kurzer Prozess

In den 40 Jahren, in denen ich Hochschullehrer bin, habe ich noch nie so eine frische, lernbereite und fröhliche Generation erlebt wie gegenwärtig. (. . . ) Auf diese Generation ist Verlass und nie in der deutschen Sozialgeschichte der jüngeren Zeit gab es eine ähnliche Solidarität zwischen den Generationen wie heute"... weiter




Gesellschaft

Wohin mit Blaublütlern?

Das Städtchen am Fuße des Manhartsbergs, von dem hier die Rede sein soll, lernte ich vor Jahren durch Gottfried von Einem kennen. Er hatte sich, auf der Suche nach einer ruhigen Bleibe, ganz in der Nähe angesiedelt. Der reizende Weinort war einst Sitz einer zentralen Mautstelle auf der Strecke zwischen Wien und Böhmen, einer k. k... weiter




Gesellschaft

Galerie der Abziehbilder

Im neuen Roman von John Updike ("Gott und die Wilmots", Rowohlt) gibt es eine Szene, in der geschildert wird, wie in einer amerikanischen Kleinstadt in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts zwei Menschen zueinander zu finden versuchen. Er: ein linkischer junger Mann · sie: eine verkrüppelte junge Frau. Sie gehen bzw... weiter




Freizeit

Adorno für halbtags

Fun ist ein Stahlbad, dekretierte der Frankfurter Philosoph Theodor W. Adorno, dessen heuer anläßlich der 68er-"Jubiläen" wieder vielfach gedacht wird (obgleich er bekanntlich alles andere als ein Verfechter der studentischen Desertion in die revolutionäre Praxis war, die ihm im Vorlesungssaal dann als blanker Busen entgegenhopste)... weiter




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