• 23. Juni 2018

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Schlagwortsuche

Im Museum ausgeträumter und ewiger Träume. - © Nurith Wagner-Strauss

Gegenmacht

Black Panther auf dem Kreuzweg

  • "L’habitude": eine Polit-Performance von Jean Michel Bruyère bei den Wiener Festwochen.

Gehörschutz empfiehlt ein Schild. Wo Jean Michel Bruyère mit der umwerfenden Post-Hardcore-Band "The Fourth is Bearded" überlaut und stumm mit Spruchbandsprüchen sein Memento an Aufstände und Befreiungskämpfe vor 50, 60 Jahren zelebriert. Er rückt das Leidensmaß der Wiener Heldengeneration aus 1968 zurecht... weiter




- © Judith BussVideo

Theaterkritik

Komm, süßer Tod1

  • Susanne Kennedys verrätselte und zuckerlbunte Todesfuge als Festwochen-Gastspiel.

Es gibt Theaterprojekte, die sich zu viel vornehmen und den eigenen Ansprüchen kaum mehr gerecht werden können. Ein Beispiel dafür ist das Festwochen-Gastspiel von Susanne Kennedys Version der "Selbstmord-Schwestern". Das Stück basiert auf Jeffrey Eugenides gleichnamigem Roman. Sein 1993 erschienenes Debüt wurde ein Bestseller... weiter




Festwochen

Das Blut bleibt1

  • "The Walking Forest": Macbeth-Fortschreibung mit einem Appell zum politischen Widerstand.

Schmucklos ist die Halle 4 in den Gösserhallen. Es gibt vier Videoleinwände und eine Bar. Auf einer der Vidiwalls wippt ein nervöser Fuß im Flipflop. Er gehört Igor. Er erzählt von seiner Zeit im brasilianischen Hochsicherheitsgefängnis Bangu. Dort war er sieben Monate als politischer Häftling eingesperrt... weiter




Raven wie in den 1990ern - aber in Slowmotion. - © Estelle Hanania

Festwochen

Im zähen Fluss der Zeit2

  • Die französisch-österreichische Künstlerin Gisele Vienne zeigt in "Crowd", wie sehr Zeitlupe die Qualität des Sehens beeinflusst.

Zeit ist so viel mehr als die lineare Wahrnehmung im Alltagsgeschehen. Der Lauf der Minuten, Stunden, Tage wird oft nicht bewusst empfunden, zu sehr vereinnahmt das Leben. Und die Zeit rauscht unbemerkt. Da braucht es ein klares Stopp. So wie Gisele Vienne mit "Crowd", das zurzeit bei den Wiener Festwochen in den Gösserhallen zu sehen ist... weiter




Tribünenstimmung. - © Nurith Wagner-Strauss

Fußballfan-Doku

Rotes Blut, goldenes Herz4

  • Mohamed El Khatibs Fußballfan-Doku "Stadium" bei den Wiener Festwochen.

Flutlicht, ein Stück Tribüne und 50 brüllende Selberspieler in Rot und Gelb, den Farben des RC Lens. Die "Friterie Momo" auf der Bühne wartet originalgetreu auf Pausenverzehr. Mit dieser Semidoku "Stadium" rekrutierte Mohamed El Khatib beim jüngsten Festival von Avignon auch Fußballferne als Fans des französischen Zweitlegisten... weiter




Zukunftsskepsis und Superintelligenz: Roboterhund Aibo on Stage.

Theaterkritik

Roboterhund Aibo ratlos

  • Jisun Kim mit der Performance "Deep Present" bei den Wiener Festwochen.

Totale Finsternis. Dann Licht auf ein Podium, darauf Aibo, der weiße Roboterhund, schon 1999 im Programm von Sony - dribbelnd, sich räkelnd, aufmerksam zuhörend. Mit diesem Auto-Motion-Aibo, das japanische Wort für Partner und ein Akrostichon von Artificial Intelligence roBOt... weiter




"Ich nenne es Baum": Schöpfung à la "Lady Eats Apple". - © Wagner-Strauss

Theaterkritik

Entstehen und Vergehen

  • Das Paradies ist weg: "Lady Eats Apple" bei den Festwochen.

Wer sich "Lady Eats Apple" im Theater an der Wien anschauen will, der muss erst geboren werden. Was so logisch klingt, hat bei der Festwochen-Produktion des australischen Back to Back Theatres auch eine ganz praktische Komponente. Denn hier muss man durch eine Art aufblasbaren Geburtskanal... weiter




"All the sex" in Hamburg: In Wien durfte nicht fotografiert werden. - © L. Eggenhofer

Theaterkritik

Sex sollen sie haben, drei Mal so viel!10

  • Berührend und heiter: die Pointen von sechs Sex-Leben in "All the sex I’ve ever had" bei den Festwochen.

Am Beginn muss der Bruch eines Schwurs stehen. Denn ein solcher ("So helfe uns Conchita") wird dem Publikum abgenommen, noch bevor "All the sex I’ve ever had" losgeht. Nichts, was hier im Theater Akzent erzählt wird, soll das Theater Akzent verlassen. Das geht leider nicht. Dieser Abend muss gelobt werden, Schweigen ist keine Option... weiter




Die Festwochen zeigen Mozarts "Entführung" als verwässerten Opern-Castorf. - © Knut Klaßen

Festwochen

Mit Mozart im Fleischwolf3

  • Die Festwochen scheitern am Versuch, Oper mit Punk und afrikanischer Improvisation zu verjüngen.

"E viva Mozart!", schallte es aus dem Publikum in die kurze Stille nach der ersten Arie des Abends. Der Rufer war wohl auch unter den zahlreichen Besuchern, die die große Halle des Museumsquartiers im Laufe der kommenden zweieinhalb Stunden noch verlassen sollten... weiter




Ein gequälter König:

Festwochen

Die Hölle auf Erden5

  • Derrick Ryan Claude Mitchells "Promised Ends" als Schaustück gequälter Leiber bei den Festwochen.

Vom Minimalismus, der die Performance-Szene derzeit beherrscht, ist keine Spur. Opulentes Großspektakel ist angesagt: Da hängen unzählige Neonröhren vom Schnürboden, ausgestopfte Häschen liegen eingekuschelt auf Polstern, drei Luster erinnern an Kronen. Inmitten des Requisitenwusts steht eine Art Thron... weiter




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