• 15. November 2018

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Schlagwortsuche

Mit Montessori-Material wie den goldenen Perlen wird die Mathematik begreifbar gemacht. Foto: Grass

Integration

Selbständiges Arbeiten statt Drill3

  • Entdecken und Forschen ist besser als nur Hören und Sehen.
  • Schulangst hindert das Gehirn am Lernen, gute Laune macht kreativ.

Zwei Schüler widmen sich der Mathematik. Sie sitzen auf dem Fußboden, um sie herum tausende goldener Perlen - in Form von Würfeln, Platten, Reihen und Einzelkügelchen. Es gilt, die Zahl 1566 sichtbar zu machen. Die Schüler legen einen Kubus mit tausend Perlen bestückt, fünf Hunderter-Platten... weiter




Einst in einen "Humorkrieg" verstrickt, werden sich die Schweiz und Österreich in der Außenwirkung nun immer ähnlicher... - Ein Fan bei der Fußball-EM 2008. Foto: Corbis

Österreich

Herausforderung für Eidgenossen

  • Vom Exoten zum "gelernten Wiener": Wie man sich als Schweizer in Österreich zu integrieren lernt - Notizen aus einem Doppelleben zwischen Zürich und Wien.

Meine allererste Wahrnehmung von Österreich bleibt für mich unvergesslich. Nein, es war nicht der Grenzübertritt. Den dürfte ich verschlafen haben, als ich am Abend des 1. April 1964 im Zug von Zürich kommend in Österreich einreiste, gemeinsam mit meinen beiden jüngeren Brüdern und unserer Kinderfrau... weiter




Integration

Aus "Yussuf" wurde schon "Josef"

  • Eine Namensänderung erleichtert die Wohnungs- und Lehrstellensuche.
  • Auch das britische Königshaus hat sich 1917 umtaufen lassen.

Wien. Üm-mü-han Ör-ün. Die Personalberaterin ist gewohnt, ihren Namen fast immer zu buchstabieren. Im Berufsleben habe ihr der Name keine Probleme bereitet, in der Schule war es schlimmer - er war für alle unverständlich. "Ümmühan" hat zwei Bedeutungen: "die Mutter aller Gesetze" und "die Tochter des Propheten Mohammed"... weiter




Schweißer zählen zu den gesuchten Migrantengruppen im Moment. - © Andreas Markus

Sprache

Rot-Weiß-Rotes Regelwerk

  • Was in Zukunft zählt: Qualifikation, Ausbildung, Sprachkenntnisse und Alter.
  • Zusätzlich zur RWR-Card soll es die RWR-Card plus geben.
  • Wien. Die Rot-Weiß-Rot-Card (RWR-Card), mit der Zuwanderung neu geregelt werden soll, wird zunächst für ein Jahr ausgestellt und kann in weiterer Folge für ein weiteres Jahr, danach für drei Jahre und schließlich auf fünf Jahre verlängert werden.

Für die Fachkräfte, die mit der RWR-Card nach Österreich zuwandern, gilt vor dem Zuzug noch keine Deutschpflicht, danach unterliegen diese aber auch dem Integrationsvertrag und müssen nach zwei Jahren mindestens das Deutsch-Niveau A2 nachweisen. Familienangehörige (mit Ausnahme bei Hochqualifizierten der Säule 1) müssen hingegen vor der Einreise... weiter




VP-Fraktionsleiter im EU-Parlament, Ernst Strasser, im Gespräch mit Migranten aus Somalia. Foto: apa

Sprache

Wie sage ich es richtig?

  • Viele Begriffe, die noch gängig sind, sind bereits negativ besetzt.
  • "Türkischstämmig" ist völlig veraltet.
  • Wien. Darf ich den Nachbarn, der ursprünglich aus Bosnien kommt, als Ausländer bezeichnen? Ist die Verkäuferin, die nicht akzentfrei Deutsch spricht, eine Migrantin? Die "Wiener Zeitung" bat den Sprachwissenschafter Martin Reisigl von der Universität Wien um Antworten. Ernüchterndes Fazit: So sehr man sich auch bemüht, politisch korrekte Sprachregeln zu finden, sie sind immer nur kurzfristig erfolgreich.

Die Bezeichnung "Personen mit Migrationshintergrund" etwa ist eine, wie Reisigl meint, "schwerfällige Bezeichnung", die eingeführt wurde, "um eine vom Kriterium der Staatsbürgerschaft abgekoppelte Bezeichnung zur Verfügung zu haben, die Menschengruppen mitbezeichnet... weiter




Arbeit und Ausbildung sind Voraussetzungen für Integration. Foto: Bilderbox

Bildung

Rechte, Pflichten und Chancen

  • Die Debatten um Integrationsprobleme und Bildungsnotstand sollten mit realistischer Vernunft geführt werden - dabei wird die Stimme der jüngst verstorbenen Richterin Kirsten Heisig fehlen.

Noch herrscht Sommerruhe vor den kommenden Wahlschlachten. Noch wird das Thema Migranten in ungewohnt unaufgeregtem Tonfall diskutiert. Da geht es um die gesteuerte Zuwanderung (hoch)-qualifizierter Ausländer, die - so wünscht man sich das - scharenweise mit einer Rot-Weiß-Rot-Card in unser Land kommen sollen... weiter




Gebet beim "Iftar-Essen" im Wiener Rathaus. Foto: Ali Haydar Yurtsever

Islam

Ein Ausflug in die Parallelwelt

  • "Europa wird jetzt zu Luft und am Land überwacht. Aber das Land, von dem alles Mögliche seinen Ausgang nimmt, ist Österreich. Dort treffe ich alle Scheichs, und alle unsere Brüder sind dort. Zu diesem Zeitpunkt ist es das Land der internationalen Kommunikation geworden, das Land der Kontakte. Das am besten geeignete Land ist Österreich geworden. Alles verkehrt dort. Und dort ist jede Menge Geld im Umlauf."

Diese brisante Plauderei zwischen zwei mutmaßlichen Topterroristen fand am 15. Juni 2002 in der Mailänder Moschee statt. Der Algerier Abderrazak Mahdjoub, von dem die Aussage stammt, wurde zwei Jahre später der Mitwisserschaft an den Terroranschlägen in Madrid verdächtigt, bei denen 192 Menschen starben... weiter




Österreich

Die verborgene Stadt

  • Ist es möglich, dass eine Stadt ihren Reichtum und all ihre Unterschiede zu anderen Städten so verbergen kann?

In Ordnung! Ein Geschäft mit Glaswaren, das wie ein Juwelier aussieht, hat seinen Platz in der bekanntesten Straße der Stadt. Es ist elegant und geschmackvoll, aber es hat eine Auslage, die nur von scharfäugigen Passanten wahrgenommen wird. In Ordnung... weiter




Integration

Nicht nur Deutsch!

  • Die Blindheit gegenüber jeder anderen Sprache ist vor allem den Angehörigen einer aktuellen Weltmacht oder eines ehemaligen Imperiums zu eigen. Amerikanern und Engländern beispielsweise, die sich bekanntlich immer wieder wundern, warum irgendein Mensch auf der Welt noch etwas anderes als Englisch sprechen sollte. Als der kleine Lord Greystoke, alias Tarzan, der Affenmensch, in der Hütte seiner verstorbenen Eltern im Urwald ein paar Bücher findet, lernt er aus den Buchstaben ganz wie von selbst -- Englisch. Etwas anderes konnte sich der amerikanische Autor Edgar Rice Burroughs gar nicht vorstellen. Übrigens ist in keinem englischen oder amerikanischen Buch auch nur ein einziges deutsches Zitat oder wenigstens ein einziger deutscher Name annähernd korrekt wiedergegeben. Sogar Germanistikprofessoren aus Amerika artikulieren meist nur mit Mühe einen deutschen Satz, und den selten fehlerfrei.

Dass ein halbwegs gebildeter Mensch mühelos drei oder vier Sprachen in Schrift und Wort beherrscht, gilt eher als typisches Merkmal von Angehörigen kleiner oder unbedeutender Nationen, oder solcher mit mehreren Nachbarn, wie Ungarn oder Holländern. In Österreich und Deutschland gilt es ebenfalls als Bildungsideal... weiter




Sprachengemisch mitten im 10. Wiener Gemeindebezirk.

Integration

Bei uns in Klein-Soho

  • Ich verstehe kein Wort mehr, wenn ich auf die Straße gehe. Das verunsichert mich. Am ehesten verstehe ich noch die Südafrikaner, weil sie auf Englisch betteln. Die aber, die nicht betteln, bellen laut und drohend. Verzeihung - aber so hört es sich an, wenn sich zwei oder mehr Schwarze unterhalten. Was kann man da machen? Soll ich türkisch, polnisch, serbokroatisch, tschechisch oder indisch lernen - in meinem Alter? Ich hätte so viele Fragen, aber wer soll sie mir beantworten? Ich möchte nicht, dass man mir Rassismus unterstellt. Mir, die ich in besseren Zeiten und jüngeren Jahren für Minderheiten durchs Feuer hätte gehen können. Jetzt bin ich selbst die Minderheit und schaffe es kaum.

Die Bewohner von Hietzing, Neuwaldegg, Nussdorf oder Sievering können leicht aufgeklärt über den Dingen stehen. Und die Grinzinger sowieso. Ich bin aber mittendrin in den Problemen und habe Integrationsschwierigkeiten, wie die ganze Wiener Minderheit in Favoriten... weiter




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