• 22. September 2018

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Kritik an Viktor Orbans rechtskonservativer Regierung. - © APA/HERBERT PFARRHOFER

Ungarn

Gefahr für freie Medien in Ungarn1

  • Press-Institute fürchtet "politische Säuberungen" beim Staatsfernsehen.
  • Entlassungen offiziell aus Spargründen.

Budapest. (bau) Ungarns Medienfreiheit gerät erneut ins Kreuzfeuer internationaler Proteste. Anlass sind Massenkündigungen bei den staatlichen ungarischen Medien, die nach offizieller Ansicht nötige Einsparungen sind. Kritiker sehen dabei aber die Gefahr von "politischen Säuberungen" wie Anthony Mills... weiter




Medien

Ungarns Medien an der Leine2

Die Lage der ungarischen Medien spitzt sich offensichtlich zu. Nachdem ein heftig kritisiertes Mediengesetz Anfang des Jahres für internationale Aufregung gesorgt hat, gibt es nun gleich doppelten Anlass zur Sorge. Einerseits wurde das Gesetz Anfang der Woche weiter verschärft, andererseits wurde bekannt... weiter




Medien

In Ungarn wächst staatlicher Druck auf Journalisten

  • Medienlandschaft verliert seit Monaten an Vielfalt.
  • Selbstzensur an der Tagesordnung.

Budapest. Wer sich authentisch über die politische Situation in Ungarn informieren will, nimmt inzwischen wohl keine ungarischsprachigen Medien mehr zur Hand, die im Nachbarland erscheinen. Spätestens seit Inkrafttreten des international umstrittenen Mediengesetzes ist es in den Zeitungen öde geworden... weiter




Der Schatten der Macht von Orbans Regierungspartei fällt auch auf den Verfassungsgerichtshof. Foto:epa - © EPA

Regierung

Fidesz dominiert Verfassungsgericht

  • Ungarische Regierungspartei baut Einfluss aus.
  • Europarat kritisiert "zu viele Hürden für die Gesetzgebung".

Budapest. Die Novelle der ungarischen Verfassung tritt zwar erst am 1. Jänner in Kraft. Doch schon jetzt arbeitet der rechtskonservative Ministerpräsident Viktor Orban eifrig daran, dass das Ende April im Parlament durchgepeitschte Grundgesetz, wie die geänderte Verfassung dann heißt, ganz in seinem Sinne ausgelegt wird... weiter




Ein Mahnmal verfehlter Hoffnungen: Ein riesiger Souvenir- und Ramschmarkt an der österreichisch-ungarischen Grenze, der seit vielen Jahren leer steht. Foto: Schönhuber

Geschichte

Kooperation mit Grenzen

  • Vom Uhudler-Bauern bis zum Thermalbad-Betreiber, vorbei an Verlierern und Profiteuren der Grenzöffnung vor 20 Jahren - Eine Erkundungsfahrt entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs.

Es war ein unstetes Phantom, das Karl Böö über viele Jahre beschäftigt hat. Die Großmutter hatte gelegentlich davon erzählt und auch der eine oder andere Nachbar wusste Bescheid. Doch viel mehr als eine unüberprüfbare Vermutung lag nicht hinter den dichten Bäumen... weiter




Ungarn - hier ein Blick auf das Parlament in Budapest - war im Jahr 1989 ein Scharnier der politischen Wende in Ost- und Mitteleuropa. Foto: Bilderbox

Geschichte

Die Mühen des Systemwechsels

  • Vom Volksaufstand 1956 bis zur Öffnung der Grenzen 1989 war die Geschichte Ungarns von der Spannung zwischen Reformwillen und kommunistischer Orthodoxie geprägt.
  • Vielleicht gibt es eine historische Gerechtigkeit, die die Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes von 1956 zwar nicht gut macht, aber mehr als drei Jahrzehnte danach aus dem blutigen Geschehen heilsame Kräfte ableitete.

János Kádár hatte sich als der unbarmherzige Exekutor der Tragödie von 1956 zwar nie zu einem Reformer und Antreiber gewandelt. Dennoch passte er bis zu seinem Tod am 6. Juli 1989 sogar ins Bild mancher politischen Neuerungen. Bereits 1983 hatte er dem aus Moskau angereisten Michail Gorbatschow, der damals noch ZK-Sekretär war... weiter




Paul Lendvai - © Robert Newald

Ungarn

Paul Lendvai

  • Der Journalist und Osteuropa-Experte Paul Lendvai erinnert sich an die Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes 1956 und erzählt von den Verwundungen, die das Ereignis bis heute hinterlassen hat.

Wiener Zeitung:Sie schreiben in Ihrem Buch "Der Ungarn-Aufstand 1956" sehr offen, dass Sie den Beginn des Volksaufstandes am 23. Oktober eigentlich verschlafen haben. Das Erwachen, spätestens am 4. November, war dann aber ein sehr blutiges. Sie waren damals in Budapest: Wie haben Sie persönlich jenen Tag erlebt... weiter




Ein Wagen des Roten Kreuzes kommt. Er hat Blutkonserven geladen. "Fahren Sie doch hinüber! Da werden Sie gebraucht!" ruft Scheichbrein dem Fahrer zu. Der weigert sich. "Dann geben Sie die Blutkonserven mir!" fordert Scheichbrein. . . Foto: (aus anderem Zusammenhang) APA

Ungarn

Schneller als die Rote Armee

  • Im Oktober 1956 brachte der Wiener Karl Scheichbrein mit seinem Privatauto Blutkonserven und Medikamente ins aufständische Ungarn. 1991 fuhr er die Strecke noch einmal.

"Wir stehen hier im Niemandsland von Österreich und Ungarn. Und wir erleben hier einen erregenden Augenblick . . . Jetzt seh ich eine große Menschenmenge jenseits des Bahndammes vorüberziehen. Sie tragen an der Spitze ungarische Fahnen - rot, weiß, grün . . ... weiter




Fö Ter, der Hauptplatz der Stadt, abgebildet auf einer historischen Ansichtskarte.

Ungarn

Ulysses in Szombathely

  • Der Berszenyi-Platz in der uralten westungarischen Stadt Szombathely, dem früheren Steinamanger, wird von der spätbarocken Bischofsresidenz, dahinter der Dom, vom barocken Haus der Komitatsversammlung und von einem modernen Hochhaus der Berzsenyi Dániel-Hochschule umrahmt. In letzterem Gebäude ist das Institut für Anglistik untergebracht, welches eine englischsprachige Zeitschrift mit dem seltsam anmutenden Titel "Leopold Bloom" herausgibt. Alljährlich erscheint nur eine Nummer, und zwar am Bloomsday, dem 16. Juni. Dennoch hat das Blatt das geistige Klima in der Stadt, zumindest unter der Professoren- und Studentenschaft, in den letzten Jahren relativ stark geprägt. Obwohl englischsprachig, engagiert sich die Schrift vorrangig - bisweilen streitbar - mit der Kulturpolitik in Szombathely. Bis 1990 residierte die Stadtorganisation der Kommunistischen Partei im jetzigen Hochschulgebäude am Berzsenyi-Platz, heute muss sich deren Nachfolgeorganisation mit einem Kleinbüro, keine Gehminute entfernt, begnügen. Spätestens Anfang der Neunziger Jahre durfte auch wieder jene Literatur gelesen und rezipiert werden, die - davor bestenfalls als unsozialistisch und dekadent verschrieen - unter Verschluss gehalten wurde. So entdeckten die Szombathelyer Anglisten, dass der Großvater von James Joyces Romanhelden "Ulysses" ein Bürger ihrer Stadt gewesen ist: Hauptfigur Leopold Bloom, der Sohn eines ungarisch-jüdischen Einwanderers, musste in Dublin trotz Anpassungswillen mit einer Position am Rande der irischen Gesellschaft vorlieb nehmen. Offenbar konnten sich viele Szombathelyer in den Neunziger Jahren gut mit diesem Leopold Bloom identifizieren, waren sie doch kulturell und geistig noch nicht völlig aus dem realsozialistischen Osten entlassen, andererseits aber noch nicht wirklich im Westen angekommen.

In der vom Kosmopoliten Joyce äußerst detailliert komponierten Biographie des Ulysses-Leopold Bloom kommt als dessen Großvater ein Lipoti (Leopold) Virág vor. Lipotis über Budapest, Wien, Mailand, Florenz und London nach Irland eingewanderter Sohn Rudolf anglisierte den Familiennamen durch Übersetzung von ungarisch "virág" (Blume... weiter




Literatur

Ein literarischer Blick zum Nachbarn

"W ie nehma man denn?" · Im Erdgeschoß sind zwei kräftige Männer damit beschäftigt, eine schrankhohe Buchattrappe aus Sperrholz in die Liftkabine zu wuchten. Bestimmungsort des eigenartigen Gegenstandes: Der 7. Stock eines Budapester Bürogebäudes in unmittelbarer Nähe zum ungarischen Parlament; genauer: das "Frankfurt 99"-Büro... weiter




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